WhatsApp streicht Millionen alten Android-Geräten den Support

Ab September 2026 benötigt WhatsApp mindestens Android 6.0. Millionen Nutzer alter Smartphones sind betroffen und müssen handeln.

Der Messaging-Dienst verschärft seine Systemanforderungen – ein Stichtag im September 2026 trifft Millionen Nutzer alter Android-Smartphones.

WhatsApp bereitet einen radikalen Schnitt vor. Wie aus aktualisierten Support-Dokumenten vom 28. April 2026 hervorgeht, stellt der Meta-Konzern zum 8. September 2026 die Unterstützung für Android 5.0 und 5.1 („Lollipop“) ein. Betroffen sind Geräte, die seit über einem Jahrzehnt im Einsatz sind – darunter Klassiker wie das Samsung Galaxy S4, das Galaxy Note 3 oder das erste Moto G.

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Drei Millionen Nutzer müssen handeln

Die Zahl klingt zunächst gering: Laut Statcounter liefen im März 2026 nur rund 0,69 Prozent aller Android-Geräte mit Lollipop. Doch hochgerechnet auf schätzungsweise 4,5 Milliarden Android-Nutzer weltweit bedeutet das: Rund drei Millionen Menschen müssen bis September ihr Smartphone oder Betriebssystem aktualisieren, sonst verlieren sie den Zugang zum Dienst.

Besonders in Schwellenländern dürfte der Einschnitt spürbar sein. Dort sind ältere Modelle oft noch Jahre länger im täglichen Gebrauch als in Europa oder Nordamerika. Auch das Sony Xperia Z1 und das LG G2 stehen auf der Streichliste.

iPhone-Nutzer bereits seit 2025 betroffen

Für Apple-Anwender ist die Lage klarer – wenn auch nicht weniger streng. Bereits im Juni 2025 zog WhatsApp die Mindestanforderung auf iOS 15.1 an. Damit sind das iPhone 5, 5c, 5s, 6 und 6 Plus endgültig raus. Wer ein iPhone 6s oder neuer besitzt und auf mindestens iOS 15.8 aktualisiert hat, ist vorerst sicher.

Doch die nächste Hürde zeichnet sich ab. Branchenbeobachter rechnen damit, dass WhatsApp noch 2026 die Latte auf iOS 16 anheben könnte. Dann wären auch das iPhone 7, das iPhone SE (erste Generation) und die 6s-Serie nicht mehr kompatibel. Offiziell bestätigt ist das bislang nicht.

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Flüssiges Glas und schwebende Blasen – der Preis des Fortschritts

Warum dieser harte Kurs? Die Antwort liegt in den technischen Neuerungen. Seit Anfang Mai 2026 testen Entwickler ein „Liquid Glass“-Design für die iOS-Version. Transparente Navigationsleisten und weiche Überblend-Effekte lassen Chat-Verläufe und Hintergrundbilder durch die Oberfläche scheinen. Solche Spielereien brauchen moderne Grafikprozessoren – alte Systeme kommen da nicht mit.

Hinzu kommt ein Feature, das Ende April 2026 bekannt wurde: Benachrichtigungs-Blasen, die Unterhaltungen als schwebende Symbole auf dem Bildschirm darstellen. Auch das erfordert tiefe Integration in aktuelle System-Frameworks.

Der wichtigste Treiber ist jedoch die Sicherheit. Ältere Android- und iOS-Versionen erhalten längst keine Patches mehr von Google oder Apple. Wer auf veralteter Software unterwegs ist, wird zum Einfallstor für Angreifer. „Indem wir veraltete Systeme abwerfen, schützen wir alle aktiven Nutzer“, heißt es intern.

Daten sichern – und rechtzeitig umsteigen

Für betroffene Nutzer gibt es noch Zeit, aber sie sollten handeln. WhatsApp empfiehlt, Chat-Verläufe regelmäßig in der Cloud zu sichern – bei Android über Google Drive, bei Apple über iCloud. So gehen Nachrichten und Medien beim Gerätewechsel nicht verloren.

Der 8. September 2026 ist die harte Grenze für Android-Lollipop-Nutzer. Wer sich bis dahin kein neues Smartphone zulegen möchte, sollte zumindest auf ein Modell umsteigen, das Android 13 oder neuer unterstützt. Das garantiert einen deutlich längeren Support-Zeitraum. iPhone-Besitzer auf alten Geräten tun gut daran, auf Modelle mit iOS 16 oder 17 zu wechseln.

Der Trend ist klar: Die Innovations-Zyklen werden kürzer, die Anforderungen steigen. Was heute noch läuft, kann morgen schon abgehängt sein. Für die betroffenen Millionen beginnt jetzt die Suche nach einem neuen Begleiter.