WhatsApp streicht Support für alte Android-Versionen

Ab September 2026 benötigt WhatsApp mindestens Android 6.0. Millionen Nutzer mit älteren Geräten sind zum Umstieg gezwungen.

Ab dem 8. September 2026 ist Schluss: WhatsApp läuft dann nur noch auf Geräten mit Android 6.0 oder neuer. Millionen Nutzer weltweit sind betroffen.

Der Messaging-Dienst begründet den Schritt mit Sicherheitsupdates und neuen, rechenintensiven Funktionen. Bislang unterstützte die App noch Android 5.0 (Lollipop) – ein Betriebssystem, das vor über einem Jahrzehnt erschien.

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Android 6.0 wird zum neuen Mindeststandard

WhatsApp hat bereits damit begonnen, betroffene Nutzer über In-App-Benachrichtigungen zu informieren. Die Warnmeldungen erscheinen direkt beim Öffnen der App und geben Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Ziel: Die Betroffenen sollen mehrere Monate Zeit haben, um ihr Gerät zu aktualisieren oder neue Hardware zu besorgen.

Die Liste der betroffenen Modelle ist lang. Dazu gehören einstige Flaggschiffe wie die Samsung Galaxy S6-Reihe, Galaxy Note 4 und Note 5. Auch Sony-Nutzer mit Xperia Z3, Z4 oder Z5 müssen umsteigen. Weitere betroffene Geräte: OnePlus One und OnePlus 2, Honor 4, 6 und 7 sowie die Asus Zenfone 2-Serie.

Technologische Notwendigkeit oder geplante Obsoleszenz?

Moderne Messaging-Apps nutzen komplexe Programmierschnittstellen (APIs), die in alten Android-Versionen schlicht fehlen. Während sich das Android-Ökosystem bereits Richtung Version 17 bewegt, wird die Wartung von Code für uralte Systeme zunehmend ineffizient.

Ein wesentlicher Punkt: Fortschrittliche Verschlüsselung und KI-basierte Funktionen brauchen Rechenleistung, die Hardware aus der Lollipop-Ära nicht stabil liefern kann. Meta garantiert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – dafür muss auch das Betriebssystem ein gewisses Sicherheitsniveau bieten.

Besonders hart trifft es Schwellenländer

Die stärksten Auswirkungen erwarten Analysten in Indien, Brasilien, Pakistan sowie Teilen Südostasiens und Afrikas. Dort sind ältere Android-Geräte oft das primäre Kommunikations- und Arbeitsmittel. Der Wegfall von WhatsApp könnte hier zu digitalen Teilhabeproblemen führen.

Für Apple-Nutzer ändert sich wenig: Hier gilt weiterhin iOS 15.1 als Mindestvoraussetzung. Das iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind bereits seit einer früheren Umstellung nicht mehr kompatibel.

Jetzt handeln: So sichert ihr eure Daten

Wer eine Warnmeldung sieht, sollte schnell ein vollständiges Backup erstellen. WhatsApp bietet die Integration von Google Drive an – damit lassen sich Nachrichten, Bilder und Dokumente in der Cloud sichern. Alternativ geht eine lokale Sicherung auf dem Gerätespeicher.

Bietet das Smartphone kein Update auf Android 6.0, bleibt nur der Hardware-Wechsel. Als Übergangslösung empfehlen Experten WhatsApp Web über mobile Browser – allerdings ohne Garantie auf Stabilität.

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Was bringt die Zukunft?

Die Anhebung der Mindestanforderungen ist Teil eines regelmäßigen Turnus. Da KI-Funktionen und Business-Tools weiter voranschreiten, könnten die Support-Zyklen kürzer werden. Branchenexperten rechnen damit, dass bald auch Android 6.0 und 7.0 wegfallen.

Für Verbraucher bedeutet das: Beim nächsten Smartphone-Kauf auf garantierte Update-Versorgung achten. Nur so bleibt die langfristige Nutzung essenzieller Apps wie WhatsApp sichergestellt.