WhatsApp arbeitet an einer neuen Schutzfunktion gegen unerwünschte Kontaktaufnahmen. Wie Medienberichte vom 25. Oktober 2026 zeigen, testet der Messenger in einer Testversion für Android-Geräte einen automatisierten Anruffilter für unbekannte Rufnummern.
Bei eingehenden Anrufen von nicht gespeicherten Kontakten soll die Anwendung künftig automatisch das Gespräch annehmen, den Anrufgrund erfragen und diesen als Text auf dem Bildschirm anzeigen, noch bevor die angerufene Person selbst abhebt.
Drei Stufen für eingehende Verbindungen
Die geplante Erweiterung soll Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen, Betrugsversuche und Spam-Wellen einzudämmen, ohne potenziell relevante Telefonate zu verpassen. Anrufe von Lieferdiensten, medizinischen Einrichtungen oder Personalabteilungen bleiben dadurch erreichbar, während unseriöse Kontaktaufnahmen gefiltert werden können.
In den Einstellungen für die Privatsphäre sind für die Anrufverwaltung künftig drei Auswahlmöglichkeiten vorgesehen:
- Nie: Der Filter bleibt vollständig ausgeschaltet. Eingehende Anrufe von unbekannten Nummern werden wie gewohnt signalisiert.
- Stummschalten: Unbekannte Nummern werden ohne Klingelton abgewiesen, verbleiben jedoch in der Anrufliste. Diese Option hatte der Dienst bereits im Jahr 2023 eingeführt.
- Nachfragen: Das System schaltet sich automatisch vor. Die Anwendung nimmt das Telefonat entgegen, fordert den Anrufer zur Nennung seines Anliegens auf und erstellt eine schriftliche Abschrift.
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Lokale Transkription schützt die Privatsphäre
Technisch setzt die Spracherkennung nach Angaben der Berichte auf eine rein lokale Verarbeitung direkt auf dem Smartphone. Dazu greift die Anwendung auf herunterladbare Sprachpakete zurück, wobei Anwender die gewünschte Sprache selbst festlegen können. Eine Weiterleitung der Audiodaten an externe Server findet nicht statt, sodass die bestehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vollständig gewahrt bleibt.
Einige Details zur praktischen Umsetzung gelten den Berichten zufolge jedoch noch als ungeklärt. So ist bislang offen, wie lange die erstellten Transkripte auf dem Endgerät gespeichert bleiben, ob Nutzer diese manuell löschen können und wie die Texte in Datensicherungen eingebunden werden. Auch Hinweise auf eine zeitgleiche Umsetzung für das Betriebssystem iOS von Apple liegen derzeit noch nicht vor.
Testphase und Abgrenzung zu Betriebssystem-Funktionen
Entdeckt wurde die Funktion in aktuellen Testversionen für das mobile Betriebssystem Android. Die Quellberichte verweisen dabei auf unterschiedliche Versionsnummern wie 2.23.10.7 oder 2.26.41.4. Die Neuerung befindet sich noch in einer frühen Phase der Entwicklung und ist derzeit selbst für die breite Masse der Beta-Teilnehmer noch nicht freigeschaltet. Ein fester Termin für eine Veröffentlichung existiert nicht. Zunächst sei ein schrittweiser Testlauf mit ausgewählten Konten vorgesehen.
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Das Konzept ähnelt bereits etablierten Funktionen wie dem Anruffilter auf Google-Pixel-Smartphones oder der Anrufabfrage unter Apples Mobilbetriebssystem iOS 26. Im Gegensatz zu diesen systemweiten Sicherheitsmechanismen, die den regulären Mobilfunkverkehr absichern, beschränkt sich das Vorhaben bei WhatsApp ausschließlich auf Telefonate, die direkt über die Plattform geführt werden.

