WhatsApp testet automatisierte Begrüßungen in Gruppen-Chats

WhatsApp testet automatisierte Gruppen-Begrüßungen und startet ein Premium-Abo für iOS-Nutzer in Europa.

Der Messenger-Dienst führt eine neue Funktion für Gruppen-Administratoren ein – und startet parallel ein kostenpflichtiges Abo für iOS-Nutzer.

Derzeit testet WhatsApp in seiner Android-Beta-Version 2.26.19.2 eine automatisierte Gruppen-Begrüßung. Administratoren können künftig vorformulierte Nachrichten hinterlegen, die neuen Mitgliedern beim Beitritt automatisch angezeigt werden. Die Funktion soll den Einstieg in große Gruppen erleichtern und ist Teil einer Reihe von Neuerungen, die der Meta-Konzern derzeit für seine Messaging-Plattform entwickelt.

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Premium-Abo für iOS gestartet

Zeitgleich mit den Android-Tests hat WhatsApp am 11. Mai ein kostenpflichtiges Abonnement für iPhone-Nutzer eingeführt. Der Dienst namens WhatsApp Plus ist zunächst in Europa und Mexiko verfügbar. In Europa kostet das Abo 2,49 Euro pro Monat. Die Premium-Mitgliedschaft bietet vor allem optische Aufwertungen:

  • 18 Akzentfarben für die Benutzeroberfläche
  • 14 exklusive App-Symbole
  • Premium-Sticker mit erweiterten Animationen
  • 10 zusätzliche Klingeltöne für Anrufe
  • Bis zu 20 Chats können oben fixiert werden (bisher deutlich weniger)

Eine kostenlose Testphase von einer Woche bis zu einem Monat soll erste Nutzer überzeugen. Branchenbeobachter sehen in dem Abo einen strategischen Schritt: Während Kernfunktionen wie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kostenlos bleiben, setzt Meta auf optionale Kosmetik-Upgrades zur Monetarisierung der Milliarden-Nutzerbasis.

Neue Oberfläche für Desktop und Mobil

Auch die Desktop-Version von WhatsApp erhält ein Update. Entwickler testen derzeit 39 Chat-Designs für die Web-Anwendung. Nutzer können Hintergründe und Sprechblasen entweder global oder für einzelne Unterhaltungen anpassen. Die gewählten Designs bleiben privat – andere Teilnehmer sehen sie nicht. Acht der Designs sind speziell für helle Umgebungen optimiert.

Parallel dazu führt WhatsApp die Designsprache „Liquid Glass“ ein. Die transparente Optik wird schrittweise auf Chat-Bildschirme, Reaktionen und Kontextmenüs ausgeweitet. Wer das klassische Design bevorzugt, kann die Transparenzeffekte in den iOS-Einstellungen reduzieren.

Sicherheit und Verwaltung im Fokus

Die aktuellen Beta-Updates bauen auf einer Reihe von Neuerungen aus den vergangenen Monaten auf. Bereits im Mai hatte WhatsApp ein automatisches Status-Archiv eingeführt, das abgelaufene Beiträge lokal speichert. Hinzu kommen verschärfte Sicherheitseinstellungen gegen Spam, ein Geschäftsfilter für kommerzielle Nachrichten und die Funktion „Gesperrtes Archiv“, die bestimmte Chats per biometrischer Authentifizierung schützt.

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Marktumfeld bleibt dynamisch

Die WhatsApp-Updates fallen in eine Phase intensiver Entwicklung im gesamten Mobile-Sektor. Google veröffentlichte Mitte Mai neue System-Updates für Android, darunter eine KI-gestützte Betrugserkennung, die Anrufe von angeblichen Bankmitarbeitern automatisch beendet. Samsung und OnePlus arbeiten parallel an ihren nächsten Betriebssystem-Versionen.

Die Einführung von Premium-Tarifen ist dabei kein Einzelfall: Während WhatsApp auf optische Aufwertungen setzt, bieten andere Anbieter funktionale Upgrades wie größere Dateigrenzen oder Sprach-zu-Text-Transkription. Der Erfolg des WhatsApp-Plus-Abos wird zeigen, ob Nutzer bereit sind, für Kosmetik zu zahlen.

In den kommenden Wochen sollen die Liquid-Glass-Elemente flächendeckend ausgerollt werden, ebenso wie die Chat-Designs für die Web-Version. Die Einstellung älterer Funktionen wie der Avatar-Funktion Anfang Mai deutet darauf hin, dass WhatsApp seinen Code verschlankt – um Platz für die neue Generation integrierter Features zu schaffen.