WhatsApp testet Nachrichtenplanung: Versand bis zu zwei Wochen im Voraus

In Beta-Versionen erprobt WhatsApp zeitgesteuerte Mitteilungen, lokale Anrufer-Transkription und weitere Änderungen an der Benutzeroberfläche.

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Die zum Meta-Konzern gehörende Kommunikationsplattform WhatsApp erprobt in aktuellen Beta-Versionen für Android und iOS mehrere funktionale Neuerungen.

Wie Berichte vom 25. Oktober 2026 zeigen, stehen dabei insbesondere Werkzeuge für zeitversetzt versendete Mitteilungen sowie ein mehrstufiges Filtersystem zur Erkennung unbekannter Anrufer im Mittelpunkt der Tests. Ein Veröffentlichungsdatum für die allgemeine Verfügbarkeit der Funktionen liegt bisher nicht vor.

Zeitversetzter Versand mit festem Vorlauf

Die geplante Nachrichtenübermittlung erlaubt es Nutzern, Mitteilungen mit einer zeitlichen Verzögerung abzusenden. Das vorgesehene Zeitfenster reicht von mindestens 10 Minuten bis zu maximal 2 Wochen im Voraus.

Nach vorliegenden Berichten arbeitet das System sowohl in Einzelchats als auch in Gruppenunterhaltungen. Die Zustellung soll auch dann erfolgen, wenn die Anwendung geschlossen ist oder das Endgerät im fraglichen Moment über keine Netzverbindung verfügt.

Inhaltlich deckt die Funktion Text, Web-Links, Fotos sowie Videos ab. Für Multimediadateien gilt die Vorgabe, dass pro programmierter Nachricht nur ein einzelnes Element versendet werden kann; mehrere Fotos oder Videos müssen separat terminiert werden. Die Bedienung erfolgt über ein langes Gedrückthalten des Senden-Symbols im Chat, woraufhin Datum und Uhrzeit bestimmt und über eine grüne Schaltfläche bestätigt werden.

Noch ausstehende Mitteilungen lassen sich im Bereich der Chat- oder Gruppeninformationen einsehen und vor dem Versand entfernen. Löscht der Absender eine geplante Nachricht vorzeitig, erhält die Gegenseite darüber keinen Hinweis.

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Wie Berichte vom 26. Oktober 2026 hervorheben, bleiben auch terminierte Übertragungen vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt; die Bestätigung über die Planung sieht ausschließlich die absendende Person. In Gruppenunterhaltungen gilt die Einschränkung, dass geplante Beiträge nur jene Mitglieder erreichen, die zum Zeitpunkt der Programmierung bereits in der Gruppe anwesend waren.

Die technische Erprobung der Nachrichtenplanung läuft bereits seit Februar. Nach anfänglichen Tests in der Android-Beta 2.26.40.7 Anfang Oktober folgte die Einbindung in die iOS-Betaversion 26.42.10.19 über das TestFlight-Programm.

Lokale Transkription zur Filterung unbekannter Nummern

Parallel dazu entwickelt WhatsApp einen Filter für eingehende Anrufe von nicht gespeicherten Nummern, der laut Berichten über drei Wahlmöglichkeiten verfügt: Die Option Nie schaltet die Filterung ab, während die Einstellung Stumm Anrufe lautlos stellt, diese aber weiterhin in der Anrufliste und den Benachrichtigungen aufführt.

Im Modus Automatische Antwort erfragt die Plattform beim Anrufer den Grund des Kontakts. Die gesprochene Antwort wird lokal auf dem Gerät über das bestehende System für Sprachpakete transkribiert. Da keine Daten an externe Server übertragen werden, bleibt der Schutz der Verschlüsselung gewahrt.

Ziel der Maßnahme ist es, Spam und betrügerische Anrufe auszusortieren, ohne legitime Kontaktaufnahmen zu blockieren. Die angerufene Person kann nach Durchsicht des generierten Textes entscheiden, ob das Gespräch entgegengenommen wird. Das Vorgehen weist funktionale Parallelen zu Call Screening in iOS 26 von Apple sowie Call Screen auf Google-Pixel-Geräten auf.

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Die Anruffilterung wird derzeit in der Android-Beta 2.26.41.4 vorbereitet und steht noch nicht für aktive Tests zur Verfügung; über eine entsprechende Version für iOS liegen noch keine gesicherten Angaben vor.

Weitere Anpassungen an der Benutzeroberfläche

Neben den beiden Hauptfunktionen erforscht WhatsApp weitere Anpassungen am Bedienkonzept. Dazu zählt ein optionaler Filter für Erwähnungen und direkte Antworten in Chatfenstern, der sich bei Bedarf in ein separates Menü verschieben lässt.

Berichte vom 26. Oktober 2026 verweisen zudem auf eine adaptive untere Navigationsleiste in der Android-Testumgebung, die sich an die Scrollrichtung der Nutzer anpasst. Für Apple-Endgeräte enthält die iOS-Beta 26.41.10.72 wiederum einen integrierten Browser, der nun sämtliche Links direkt in der Anwendung öffnet und nicht mehr auf geschäftliche Weiterleitungen beschränkt ist.

Da sich sämtliche Werkzeuge in Entwicklungs- und Testphasen befinden, können bis zu einer regulären Veröffentlichung funktionale Änderungen erfolgen.