Beta-Versionen für Android zeigen fortschrittliche Werkzeuge zur Speicherverwaltung und neue Optionen für flüchtige Nachrichten. Die Entwicklung fällt in eine Phase intensiver regulatorischer und technischer Herausforderungen für den Social-Media-Konzern.
Neue Speicherkontrolle für Status-Updates
Die Beta-Version 2.26.20.6 für Android enthält eine Funktion, die speziell für die Verwaltung von Status-Updates entwickelt wurde. Nutzer können damit Fotos und Videos aus Statusmeldungen identifizieren und gezielt löschen, um Speicherplatz auf ihren Geräten freizugeben. Das dürfte besonders für Teilnehmer aktiver Gruppen eine willkommene Neuerung sein.
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Parallel dazu testet Meta eine „Nach dem Lesen“-Funktion für vorübergehende Nachrichten. Die Funktion, die sowohl für Android als auch iOS in der Beta-Phase ist, bietet verschiedene Zeitintervalle für die automatische Löschung: fünf Minuten, eine Stunde oder zwölf Stunden. Bleibt eine Nachricht ungelesen, wird sie nach 24 Stunden automatisch gelöscht.
Ein weiterer Test betrifft die Sichtbarkeit von Status-Updates. Am 20. Mai untersuchte Meta in einem begrenzten Versuch, ob Statusmeldungen auch für Personen sichtbar sein könnten, die nicht in der Kontaktliste gespeichert sind. Das Unternehmen betonte jedoch, dass die bestehenden Privatsphäre-Einstellungen mit der Option „Nur Kontakte“ für die überwiegende Mehrheit der Nutzer weiterhin die primäre Kontrolle darstellen.
Zugeständnisse an EU-Regulierer
Die neuen Funktionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Meta versucht, einen Streit mit EU-Regulierern zum Digital Markets Act (DMA) beizulegen. Vor der Frist am 18. Mai reichte Meta einen Vorschlag bei der Europäischen Kommission ein, der rivalisierenden KI-Chatbots – darunter OpenAI, Perplexity und Anthropic – begrenzten kostenlosen Zugang zur WhatsApp-Plattform gewähren würde.
Nach diesem dritten Vorschlag könnten KI-Systeme von Drittanbietern bis zu einem bestimmten Nutzungslimit kostenlos mit Nutzern interagieren. Danach würden Gebühren pro Nachricht anfallen. Zuvor hatte Meta einen kompletten Bann von Konkurrenten und einen Gebührenvorschlag von 0,0625 Dollar pro Nachricht vorgelegt – beide wurden abgelehnt. Kleinere Wettbewerber kritisieren den neuen Vorschlag bereits als potenziell diskriminierend. Die Entscheidung der EU wird in den kommenden Monaten erwartet.
Globale Ausfälle und Sicherheitsprobleme
Die strategischen Entwicklungen wurden kurzzeitig von technischen Problemen überschattet. Am 20. Mai kam es zu einem weltweiten Ausfall von WhatsApp Web. Nutzer in den USA, Indien und Südostasien wurden unerwartet auf Facebook-Loginseiten umgeleitet. Fast die Hälfte der gemeldeten Probleme betraf die Web-Funktionalität, auch die mobile App und der Login-Prozess waren betroffen. Analysten vermuten einen Fehler in der gemeinsamen Authentifizierungsinfrastruktur von Meta.
In Pakistan blockierte die Telekommunikationsbehörde am selben Tag WhatsApp-Konten, die mit inaktiven oder nicht registrierten SIM-Karten verbunden waren. Zudem wurde ein Verkaufsverbot für neue SIM-Karten zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens verhängt.
iOS 26.5: Sicherheitsupdate mit Nebenwirkungen
Während Meta seine Dienste aktualisiert, kämpft Apple mit den Folgen von iOS 26.5. Das am 11. Mai veröffentlichte Update benötigt 8,73 GB Speicherplatz und schließt 52 Sicherheitslücken, darunter die kritische Schwachstelle CVE-2026-28950. Seit dem 19. Mai signiert Apple die Vorgängerversion iOS 26.4.2 nicht mehr, was ein Downgrade unmöglich macht.
Nach dem Update auf die neueste Version ist Vorsicht geboten, da viele iPhone-Nutzer oft kritische Einstellungen übersehen, die ihre Daten gefährden könnten. Ein Apple-Experte erklärt in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr Gerät nach einem iOS-Update mit wenigen Klicks wirklich sicher konfigurieren. So installieren Sie iOS-Updates sicher
Doch das Update hat ungelöste Probleme. Ein hartnäckiger Fehler in der Kalendersuche betrifft seit September 2025 rund 77 Prozent der Nutzer. Zudem wird iOS 26.5 mit Netzwerkstörungen und App-Abstürzen in Verbindung gebracht. Besonders Besitzer des iPhone 17 Air klagen über „Kein Netz“-Fehler. Die Ursache liegt offenbar in einer Kombination aus Firmware-Fehlern und Hardware-Problemen im SIM-Karten-Slot. Reparaturen an eSIM-Komponenten können bis zu 600 Euro kosten.
Branchenberichte deuten darauf hin, dass künftige Netzwerk-Stacks selbstheilende Funktionen enthalten könnten. Betroffenen Nutzern wird vorerst geraten, die Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen oder VPN-Dienste zu deaktivieren.
Ausblick auf die WWDC 2026
Die Technologiebranche richtet den Blick nun auf die Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026. Apple wird voraussichtlich iOS 27 vorstellen, das eine große KI-Offensive unter dem Namen „Apple Intelligence“ bringen soll. Das neue Betriebssystem wird vermutlich leistungsstarke Hardware erfordern – mindestens ein iPhone 15 Pro oder neuer. Gerüchten zufolge wird iOS 27 die Unterstützung für ältere Modelle wie die iPhone-11-Serie und das iPhone SE der zweiten Generation einstellen.
Zu den geplanten Neuerungen gehören KI-gesteuerte Sprachbefehle für die Bedienungshilfe Voice Control, automatische Videountertitel, verbesserte Schreibwerkzeuge mit Grammatikprüfung, ein Barrierefreiheits-Reader für Webinhalte sowie erweiterte Satellitenkommunikation.
iPhone Ultra: Das Falt-Handy der Superlative
Neben Software-Gerüchten halten sich Spekulationen über ein High-End-Gerät namens „iPhone Ultra“. Das Falt-Handy soll ein 7,8-Zoll-Display, einen A20-Prozessor und ein Gehäuse aus „Liquid Metal“ erhalten. Marktbeobachter erwarten einen Preis von rund 2.000 Euro.
Ob verbesserte Speichertools bei WhatsApp oder der Durchbruch von KI-Betriebssystemen – die kommenden Monate werden die nächste Generation der mobilen Kommunikation prägen. Die Branche bewegt sich unaufhaltsam in Richtung automatisierterer und ressourcenintensiverer Nutzererfahrungen.

