WhatsApp testet ein optionales Kontopasswort für mehr Sicherheit. Die neue Funktion soll Nutzer besser vor Angriffen wie SIM-Swapping schützen und ergänzt die bestehenden Schutzmechanismen. Aktuell ist das Feature nur für ausgewählte Beta-Tester verfügbar.
So funktioniert das neue Sicherheits-Schloss
Das „Account Password“ ist als zusätzliche Hürde gedacht. Nach dem SMS-Verifizierungscode oder der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) fragt die App dann das persönliche Passwort ab. Dieses muss zwischen sechs und 20 Zeichen lang sein und mindestens einen Buchstaben sowie eine Zahl enthalten. Damit entsteht eine dreifache Absicherung für besonders sensible Konten.
Viele Android-Nutzer übersehen grundlegende Sicherheitsmaßnahmen, die weit über ein App-Passwort hinausgehen. Dieser Gratis-Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie WhatsApp, Online-Banking und Co. effektiv vor Datendieben schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Die Funktion reagiert auf raffinierte Angriffsmethoden. Selbst wenn Kriminelle den SMS-Code abfangen, stoppen sie am persönlichen Passwort. Für Experten ist dieser Schritt längst überfällig im Kampf gegen Konten-Übernahmen.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt das Herzstück
Die Basis-Sicherheit liefert weiterhin die standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Sie stellt sicher, dass nur Sender und Empfänger Nachrichten lesen können – nicht einmal WhatsApp selbst hat Zugriff. Diese Technologie schützt alle Chats, Anrufe und geteilten Medien.
Zusätzliche Privatsphäre-Tools geben Nutzern mehr Kontrolle. Dazu gehören selbst-löschende Nachrichten und Medien zur Einmalansicht. Nutzer bestimmen so selbst, wie lange ihre Inhalte sichtbar bleiben.
Diese Sicherheits-Werkzeuge sollten Sie aktivieren
Neben dem neuen Passwort bietet WhatsApp weitere wichtige Schutzfunktionen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) mit einem sechsstelligen PIN ist ein absolutes Muss. Sie verhindert unbefugten Zugriff selbst dann, wenn jemand Ihre SIM-Karte übernimmt.
Für maximale Privatsphäre gibt es die „Strikten Kontoeinstellungen“. Dieser Ein-Klick-Modus aktiviert die restriktivsten Einstellungen: Er blockiert Medien von Unbekannten und schaltet deren Anrufe stumm. Zusätzlich lässt sich feinjustieren, wer Profilbild, Status oder „Zuletzt online“-Informationen sieht.
Besonders sensible Chats können mit der „Chat-Sperre“ in einen separaten, passwortgeschützten Ordner verschoben werden. Hier schützen biometrische Daten oder ein Gerätepasswort die intimsten Konversationen.
Das Wettrüsten um die sicherste App
Die neuen Features sind eine direkte Antwort auf immer raffiniertere Cyberangriffe. Betrug in Gruppenchats oder „Ghost Pairing“, bei dem Konten über verknüpfte Geräte gekapert werden, zwingen WhatsApp zum Handeln. Das Passwort soll die Telefonnummer als alleiniges Authentifizierungsmerkmal absichern.
Wenn Ihnen die Datensammlung bei herkömmlichen Messengern zu weit geht, bietet dieser kostenlose PDF-Report eine sichere Alternative. Erfahren Sie in einer leicht verständlichen Anleitung, wie Sie in wenigen Minuten zu Telegram wechseln und anonym chatten. Kostenlosen Telegram-Guide als PDF sichern
Gleichzeitig treibt der Wettbewerb mit Signal, Telegram und Googles RCS-Standard die Innovation voran. Während die Nachrichten-Verschlüsselung als stark gilt, bleibt die Sammlung von Metadaten – wer kommuniziert wann mit wem – ein Kritikpunkt. Die neuen Funktionen konzentrieren sich daher vor allem auf den Kontozugang.
Was kommt als Nächstes?
Nach der Beta-Phase soll das Passwort-Feature global ausgerollt werden. Parallel testet WhatsApp weitere Funktionen wie geplante Nachrichten oder eine Spoiler-Warnung. Die Entwicklung zeigt: Das Sicherheits-Arsenal wächst stetig.
Doch die effektivste Technik nützt nichts, wenn sie nicht genutzt wird. Sicherheitsexperten betonen die Eigenverantwortung der Nutzer. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte sofort aktiviert werden – und gesunder Misstrauen gegenüber verdächtigen Links bleibt unverzichtbar.





