WhatsApp testet Scam Alert: KI warnt vor verdächtigen Nachrichten

WhatsApp führt für iOS-Nutzer Systemmeldungen zu angehefteten Nachrichten ein und testet eine lokale KI-Funktion gegen Betrugsversuche.

Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hat mit der Verteilung einer neuen Aktualisierung für iOS-Nutzer begonnen, die den Umgang mit hervorgehobenen Inhalten in Chats verbessert.

Seit dem 13. August 2026 wird die Version 26.31.74 schrittweise ausgerollt, die erstmals Systembenachrichtigungen für angeheftete Nachrichten einführt. Diese Funktion soll sicherstellen, dass wichtige Informationen innerhalb von Einzel- oder Gruppenkonversationen für die Teilnehmer unmittelbar sichtbar werden.

Verbesserte Interaktion mit angehefteten Inhalten

Die neue Funktion ermöglicht es Nutzern, eine Benachrichtigung inklusive einer Vorschau der angehefteten Nachricht direkt auf ihrem Sperrbildschirm oder in der Mitteilungszentrale zu erhalten. Durch ein Tippen auf die Benachrichtigung öffnet sich der entsprechende Chat, wobei die betreffende Nachricht automatisch hervorgehoben wird.

Nach Angaben aus Branchenkreisen steht diese Neuerung sowohl für private Einzelchats als auch für Gruppenunterhaltungen zur Verfügung. Eine Einschränkung besteht jedoch für Konversationen, die vom Nutzer stummgeschaltet wurden: In diesen Fällen erfolgt keine gesonderte Benachrichtigung über neu angeheftete Inhalte.

Der Rollout der Version erfolgt sukzessiv, sodass die Funktion im Laufe der kommenden Tage für alle Anwender der aktuellen iOS-Version verfügbar sein wird.

Künstliche Intelligenz zur Betrugserkennung im Testbetrieb

Parallel zur Aktualisierung der Benachrichtigungsfunktionen testet WhatsApp eine neue Sicherheitsfunktion namens Scam Alert. Diese optionale Funktion nutzt maschinelles Lernen direkt auf dem Endgerät, um verdächtige Nachrichten von unbekannten Absendern zu identifizieren. Ein wesentlicher Aspekt dieser Technologie ist der Datenschutz, da die Analyse der Nachrichteninhalte lokal erfolgt und keine Daten das Gerät verlassen.

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Empfänger solcher als verdächtig eingestuften Nachrichten erhalten eine Warnung, die nur für sie sichtbar ist. Über diese Schnittstelle können Nutzer den Absender blockieren, die Nachricht melden oder sie explizit als vertrauenswürdig markieren. Die Funktion befindet sich derzeit in einem begrenzten Betatest.

Neue Strukturen für Kontaktverwaltung und Design

Eine weitere Änderung betrifft die Kontaktverwaltung innerhalb der Anwendung. Seit Mitte August wird ein neues Feld für Benutzernamen beim Hinzufügen von Kontakten eingeführt. Dieses Feld ist zwischen den Namensangaben und der Telefonnummer platziert.

Aktuellen Berichten zufolge ist diese Neuerung bereits für einige Nutzer der Beta- sowie der stabilen Versionen unter iPhone und Android sichtbar. Die vollständige Implementierung von Benutzernamen steht zwar noch aus, doch soll das Feld künftig automatisch ausgefüllt werden, sobald die Funktion breiter verfügbar ist.

Im Bereich der optischen Gestaltung experimentiert das Unternehmen zudem in der iOS-Beta 26.31.10.74 mit animierten Chat-Hintergründen. Die Testversion enthält drei Themen-Kategorien: Featured mit Animationen, Doodle und Minimal.

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Nutzer haben in dieser Testphase die Möglichkeit, sowohl den Hintergrund als auch die Farben der Sprechblasen individuell anzupassen. Ein konkreter Termin für die Veröffentlichung dieser Design-Optionen für die breite Nutzerschaft ist bisher nicht bekannt.

Erweiterte Anpassungsmöglichkeiten für Reaktionen

Für die Zukunft bereitet WhatsApp zudem eine Erweiterung der Reaktionsmöglichkeiten vor. In der iOS-Beta 26.32.10.16 befinden sich Funktionen in der Entwicklung, die es Abonnenten von WhatsApp Plus ermöglichen sollen, die sechs Standard-Emoji-Reaktionen individuell zu ersetzen.

Diese Einstellung unter dem Namen Default reactions würde es erlauben, die vorgegebenen Symbole durch beliebige andere Emojis auszutauschen. Während sich diese Funktion für das iPhone noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und noch nicht für Beta-Tester freigeschaltet wurde, gibt es Hinweise darauf, dass eine entsprechende Umsetzung für Android-Systeme ebenfalls in Arbeit ist.