WhatsApp startet die globale Beta-Testphase für eine der meistgefragten Privatsphäre-Funktionen: Nutzer können sich künftig über einen eindeutigen Nutzernamen finden und kontaktieren – ganz ohne Austausch von Telefonnummern. Diese strukturelle Wende für den Meta-Dienst markiert einen strategischen Schritt hin zu einem moderneren, datenschutzfreundlicheren Identitätsmodell.
Ein neues Modell für private Kontakte
Der Kern der Neuerung liegt in einem einzigartigen alphanumerischen Nutzernamen, der als primärer öffentlicher Identifier dient. Wie aus dem Beta-Update 2.26.1.32 vom 8. Januar hervorgeht, können Nutzer einen persönlichen Handle einrichten. Ist dieser gesetzt, wird er – abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen – im globalen Verzeichnis der App suchbar.
Diese Mechanik soll Verbindungen zwischen Menschen erleichtern, die ihre privaten Telefonnummern nicht teilen möchten, etwa in Geschäftskontakten oder Community-Gruppen. Die Oberfläche bietet Optionen, Telefonnummern vor neuen Kontakten komplett zu verbergen; in der Chat-Info wird dann nur noch der Nutzername angezeigt.
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Besonders beachtet wird von Sicherheitsexperten die Einführung sogenannter „Username Keys“. Diese zweite Datenschutzebene fungiert als Zugangskontrolle: Um eine Unterhaltung mit einem geschützten Account zu beginnen, wird ein spezifischer Schlüssel benötigt. Das soll unerwünschte Nachrichten verhindern.
Globale Beta-Phase läuft an
Nachdem Hinweise auf Nutzernamen seit Monaten im Code auftauchten, ist mit dieser Woche die erste kohärente globale Testphase der Suchfunktion im Beta-Kanal gestartet. Die Testgruppe umfasst nun Nutzer in mehreren Regionen, weit über die früheren internen Meta-Tests hinaus.
Technische Berichte bestätigen, dass die Infrastruktur zur Reservierung und Indexierung von Nutzernamen im Backend für Beta-Tester aktiv ist. Das System unterstützt alphanumerische Zeichen und bestimmte Sonderzeichen, wobei Standard-Protokolle zur Identitätsverifikation Missbrauch vorbeugen sollen.
Der Rollout ist aktuell für einen Teil der Nutzer im Google Play Beta Program zugänglich, parallele Tests laufen auf iOS. Analysten deuten die simultane Entwicklung für beide große Mobile-Betriebssysteme als Hinweis auf eine vereinheitlichte Launch-Strategie noch 2026.
Folgen für Unternehmen und WhatsApp Business
Die Umstellung auf Nutzernamen hat erhebliche Auswirkungen auf das WhatsApp Business-Ökosystem. Dokumentationen zufolge haben Unternehmen bis Juni 2026 Zeit, ihre CRM- und API-Integrationen für die nutzernamenbasierte Identifikation anzupassen. Die aktuelle Testphase ist entscheidend, um diese kommerziellen Workflows zu validieren.
Für Marken verspricht die Funktion vereinfachtes Kunden-Engagement: Statt einer Telefonnummer können sie einen wiedererkennbaren Nutzernamen teilen. Das könnte die Hürde für Verbraucher senken, die ihre eigenen Kontaktdaten nicht in Geschäfts-Datenbanken preisgeben möchten. Die Tests sollen klären, wie diese geschäftlichen IDs mit privaten Nutzerkonten interagieren, insbesondere bei Blockier- und Melde-Funktionen.
Strategische Neuausrichtung im Wettbewerb
Die Ankündigung folgt auf eine arbeitsreiche Woche für WhatsApp, in der am 7. Januar bereits neue Gruppenchat-Tools wie „Mitglieder-Tags“ und „Event-Erinnerungen“ ausgerollt wurden. Die schnelle Abfolge der Updates deutet auf einen aggressiven Modernisierungskurs von Meta zu Beginn des Jahres hin.
Marktbeobachter stellen fest, dass WhatsApp damit zu Konkurrenten wie Telegram und Signal aufschließt, die seit langem nutzernamenbasierte Suche anbieten. Durch die Entkopplung der Account-Identität von der Telefonnummer reagiert der Dienst auf eine langjährige Datenschutzkritik. Gleichzeitig bereitet er die Plattform auf ein flexibleres, sozialnetzwerk-ähnliches Interaktionsmodell vor.
Ausblick: Wann kommt die Funktion für alle?
Während die globalen Tests laufen, wird die Funktion vor einer stabilen öffentlichen Veröffentlichung noch mehrere Wochen der Verfeinerung durchlaufen. Der aktuelle Zeitplan legt eine allgemeine Verfügbarkeit bis Mitte 2026 nahe – was mit den operationellen Deadlines für Geschäftspartner übereinstimmen würde.
Beta-Tester können in den kommenden Wochen mit häufigen Updates rechnen, während die Ingenieure Suchalgorithmen und Datenschutzkontrollen optimieren. Nutzer sollten die offiziellen Release-Kanäle im Auge behalten: Die Möglichkeit, bevorzugte Nutzernamen zu reservieren, wird voraussichtlich etappenweise eingeführt, um „Squatting“ bei begehrten Handles zu verhindern. Die erfolgreiche Implementierung dieses Systems wird den seit über einem Jahrzehnt definierten Standard-Workflow „Kontakt hinzufügen“ fundamental verändern.
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