WhatsApp: Textnachrichten verschwinden nach dem Lesen

WhatsApp führt View Once für Textnachrichten und ein Benutzernamensystem ein. Ein neues Backup-Tool und optische Updates verbessern die Nutzererfahrung.

Der Messenger-Dienst treibt die Entwicklung zahlreicher Neuerungen voran, die Nutzerdaten besser schützen und die Bedienung vereinfachen sollen.

„View Once“ jetzt auch für Textnachrichten

WhatsApp testet eine Funktion, die Textnachrichten nach dem Lesen automatisch verschwinden lässt. Ähnlich wie bei Fotos und Videos können Nutzer künftig auch bei schriftlichen Botschaften den „Einmal ansehen“-Modus aktivieren. Dazu genügt ein langer Druck auf den Senden-Button. Der Empfänger kann die Nachricht dann weder kopieren, weiterleiten noch einen Screenshot davon anfertigen. Die Funktion wird derzeit für Einzel- und Gruppenchats entwickelt, nicht jedoch für Broadcast-Kanäle.

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Benutzernamen statt Telefonnummern

Seit April 2026 rollt WhatsApp sein neues Benutzernamensystem aus. Jeder Nutzer kann sich einen eindeutigen Namen sowie einen optionalen vierstelligen Code zulegen. Das macht die Weitergabe der eigenen Telefonnummer überflüssig – ein Gewinn für die Privatsphäre. iPhone-Nutzer können zudem seit Ende März zwei Accounts auf einem Gerät verwalten, was zuvor nur auf Android möglich war.

Frischer Look für das Profil

Für Android-Nutzer hat WhatsApp die „Info“-Seite neu gestaltet. Die aktualisierte Oberfläche zeigt eine Live-Vorschau, wie das Profil für andere in Chats erscheint. Zudem lassen sich die Privatsphäre-Einstellungen direkt von dort aus steuern – ohne lästiges Menü-Hopping.

Ein weiteres optisches Update: Statt des Textes „Online“ erscheint bei Android-Testern seit dem 20. Juni ein kleiner grüner Punkt auf dem Profilbild des Kontakts. Wer das nicht möchte, kann die Anzeige wie gewohnt in den Privatsphäre-Einstellungen deaktivieren.

Für iOS-Nutzer gibt es eine neue Nachrichten-Animation: Eingehende Texte gleiten mit einem sanften Einblend-Effekt ein. Wer darauf verzichten möchte, schaltet die Animation einfach in den Chat-Einstellungen aus.

Schluss mit überquellenden Backups

WhatsApp geht ein langjähriges Nutzerproblem an: die Verwaltung von Backups. Ein neues Tool für Android hilft dabei, alte Sicherungskopien anzuzeigen und zu löschen, um Speicherplatz freizugeben. Bereits Mitte Juni hatte Google systemweite Backup-Steuerung für WhatsApp in seine Play Services integriert.

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Weitere Neuerungen im Überblick

  • Gruppenanrufe im Browser: WhatsApp erweitert seine Web-Version um Gruppenanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern. Die Anrufe bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt und unterstützen Funktionen wie Einladungslinks und Bildschirmfreigabe.
  • Sprachnachrichten-Widget: Ein neues 3×1-Widget für den Android-Startbildschirm ist in Entwicklung. Es erlaubt das Aufnehmen und Versenden von Sprachnotizen an mehrere Kontakte, ohne die App öffnen zu müssen.
  • Überarbeitete Gruppeninfo: Der Gruppeninformationsbildschirm wird umstrukturiert und erhält eigene Kategorien für „Einstellungen“ und „Privatsphäre“. Das erleichtert Administratoren die Verwaltung großer Gruppen.

Viele dieser Funktionen befinden sich noch in der Beta-Phase oder internen Tests. Doch die Richtung ist klar: WhatsApp setzt für den Rest des Jahres 2026 auf mehr Anpassungsmöglichkeiten und Datenschutz – und reagiert damit auf die wachsenden Erwartungen der Nutzer.