Der Technologiekonzern Meta hat am 28. Juli 2026 eine weitreichende Aktualisierung für die Browser-Version seines Messengerdienstes WhatsApp angekündigt. Mit der Einführung von Sprach- und Videoanrufen direkt über WhatsApp Web entfällt künftig die Notwendigkeit, eine separate Desktop-Applikation zu installieren. Diese strategische Erweiterung umfasst auch Gruppenanrufe und zielt darauf ab, die Plattform stärker im Bereich der Videokommunikation zu etablieren.
Integration von Anruffunktionen ohne App-Download
Die neuen Web-Anrufe ermöglichen es Nutzern, Gespräche unmittelbar über die Adresse web.whatsapp.com zu führen. Die Verknüpfung erfolgt wie gewohnt über einen QR-Code mit dem Mobiltelefon. Laut Unternehmensangaben ist die Funktion mit den gängigen Browsern Chrome, Edge und Firefox kompatibel. Zur Veranschaulichung der neuen Möglichkeiten teilte Kunal Shah Ende Juli einen Screenshot, der einen Videoanruf mit Mark Zuckerberg über die neue Web-Schnittstelle dokumentierte.
Technisch sind die Anrufe laut Meta Ende-zu-Ende-verschlüsselt, kostenlos und unterliegen keinen zeitlichen Beschränkungen. Neben der reinen Telefonie wurden zahlreiche Zusatzfunktionen integriert, die bisher primär aus der Desktop-App oder von Konkurrenzprodukten bekannt waren. Dazu gehören eine Rauschunterdrückung, eine Bildschirmfreigabe sowie die Möglichkeit, während eines Gesprächs Emoji-Reaktionen zu nutzen. Ein neu eingeführter „Anruf-Tab“ soll zudem die Verwaltung der Kommunikation erleichtern. Weitere Funktionen wie eine Anrufübertragung, ein Wartezimmer und die Option „QuickHD“ ergänzen das Portfolio.
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Weltweite Ausrollung und Wettbewerbssituation
Die schrittweise weltweite Einführung der Web-Anruffunktionen begann am 31. Juli 2026, wobei Mexiko zu den ersten Regionen gehörte, in denen der Rollout startete. Seit dem 1. August 2026 steht die Videoanruf-Funktion auch Nutzern in Indien zur Verfügung. Voraussetzung für die Nutzung am Computer sind neben einer stabilen Internetverbindung lediglich eine funktionierende Kamera und ein Mikrofon.
Branchenbeobachter bewerten diesen Schritt als direkten Angriff auf etablierte Videokonferenz-Anbieter wie Zoom oder Google Meet. Durch die Einbettung in den Browser wird die Einstiegshürde für Nutzer gesenkt, die WhatsApp nun auch für professionelle oder längere Gespräche am Arbeitsplatz nutzen können, ohne zusätzliche Software verwalten zu müssen.
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Technische Schwierigkeiten und Störungsmeldungen
Überschattet wurde die Einführung der neuen Funktionen durch technische Probleme am 1. August 2026. Tausende Anwender meldeten zu diesem Zeitpunkt Login-Fehler sowie erhebliche Lade- und Synchronisierungsprobleme bei WhatsApp Web. Daten der Plattform Downdetector bestätigten einen deutlichen Anstieg der Beschwerderaten. Eine offizielle Stellungnahme von Meta zu diesen spezifischen Störungen lag am Folgetag zunächst nicht vor.
Zusätzlich berichteten Nutzer der Smartphone-Modelle Samsung Galaxy S24 Ultra und S25 Ultra über kritische Hardware-Probleme nach einem Software-Update im Juli 2026. In Foren und sozialen Netzwerken wurde von einer massiven Batterieentladung und Überhitzung der Geräte berichtet. In einem Fall sank der Ladestand innerhalb einer Nacht von 85 Prozent auf lediglich 5 Prozent. Ein Nutzer des S25 Ultra gab an, dass das Gerät im Leerlauf zwischen 5 und 7 Prozent Akku pro Stunde verliere.
Als mögliche Ursache für diese Probleme wird ein fehlerhafter WhatsApp-Backup-Prozess vermutet, der in Verbindung mit der Firmware-Version „CZG3“ steht und den Prozessor dauerhaft belastet. Fachleute raten betroffenen Anwendern, den Backup-Prozess von WhatsApp vorübergehend zu deaktivieren, um die Akkulaufzeit zu stabilisieren. Seitens Samsung gibt es bisher keine offizielle Reaktion auf diese Berichte.

