WhatsApp rüstet sich für die zweite Jahreshälfte 2026 mit einem umfassenden Update-Paket. Der Messaging-Dienst verbessert nicht nur die Steuerungsmöglichkeiten für Nutzer, sondern treibt auch die Integration über Desktop, Web und mobile Geräte voran. Für Millionen Nutzer in Deutschland bedeutet das mehr Flexibilität – und weniger Spam im Posteingang.
Neue Update-Kanäle für Mac-Nutzer
Nach dem Ende des TestFlight-Programms für den Mac verteilt WhatsApp Beta-Versionen nun direkt über eigene Server. Eine neue Sektion „App-Updates“ in der Mac-Beta-App gibt Testern dabei mehr Kontrolle über die Stabilität ihrer Software.
Nutzer können zwischen zwei Kanälen wählen: Die Option „Neueste Version“ liefert tägliche Builds mit den frischesten Neuerungen, während die „Stabile Wochenversion“ nur einmal pro Woche aktualisiert wird. Ein manueller Update-Button und die Anzeige der aktuellen Versionsnummer runden das Paket ab. Der schrittweise Rollout markiert einen Abschied von früheren Verteilmethoden – hin zu einer eigenständigen Software-Wartung.
„Liquid Glass“: Neues Design für den Desktop
Der Mac-Client erhält mit „Liquid Glass“ eine optische Auffrischung. Das Design, das auf iOS bereits seit fast einem Jahr läuft, bringt eine überarbeitete Seitenleiste und einen eigenen Bereich für „Gesperrte Chats“ mit Face-ID- oder Passcode-Schutz. Auch Communities bekommen in der Seitenleiste mehr Raum.
Während neue Design-Features die Bedienung komfortabler machen, bleibt die Sicherheit der eigenen Konten das wichtigste Thema. Ein kostenloser Report zeigt jetzt, wie Sie die neue Passkey-Technologie bei WhatsApp sofort einrichten und sich so ohne Passwort-Stress vor Hacker-Angriffen schützen. Passkey-Ratgeber für WhatsApp kostenlos anfordern
Parallel dazu wächst die Web-Version: WhatsApp Web unterstützt seit Anfang August Audio- und Videoanrufe direkt im Browser – etwa in Chrome, Edge und Firefox. Die Funktionen im Überblick:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Einzel- und Gruppenanrufe
- Bildschirmübertragung und Rauschunterdrückung
- „QuickHD“-Modus für sofortige HD-Qualität
- Anrufübergabe zwischen Geräten ohne Unterbrechung
- „Warteraum“-Funktion zur Verwaltung von Gruppenanrufen
Android: Mehr Ordnung im Speicher
Auf Android führt WhatsApp neue Werkzeuge zur Speicherverwaltung ein. Ein Aufräum-Tool sortiert Dateien nach Größe und Alter und erlaubt die Massenlöschung weitergeleiteter Dateien über 5 MB.
Zudem erweitert der Dienst seine automatischen Löschoptionen: Nachrichten können nun nach 24 Stunden, 7 oder 90 Tagen verschwinden. Für Kanäle testet WhatsApp ein eigenes Aufräum-Tool, das Medien nach Typ organisiert und löscht.
Wer die neuen Funktionen auf seinem Android-Gerät sicher nutzen möchte, sollte auch den Schutz des gesamten Betriebssystems im Blick behalten. Dieser gratis PDF-Ratgeber liefert fünf einfache Sofort-Maßnahmen, um Ihr Smartphone effektiv gegen Viren und Datenmissbrauch abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen für Android-Smartphones jetzt entdecken
Schluss mit Werbe-Flut im Posteingang
Ein neuer Ordner „Angebote & Updates“ soll die wachsende Flut an Unternehmensnachrichten eindämmen. Nachrichten großer Firmen – etwa von Fluggesellschaften, Banken oder Händlern – wandern nach 24 Stunden automatisch aus dem Hauptposteingang in diesen separaten Ordner. Nutzer können den Ordner zwar deaktivieren, die 24-Stunden-Frist bleibt jedoch fest eingestellt.
iPad, Auto und Musik: Die Plattform wächst
WhatsApp, das laut Aufzeichnungen aus dem Mai 2016 die Marke von einer Milliarde monatlicher Nutzer überschritt, erweitert seine Plattform-Präsenz weiter. Eine unabhängige iPad-Registrierung erlaubt es nun, das Tablet per Telefonnummer zu verifizieren – ohne dauerhafte Verbindung zum Smartphone.
Auch im Auto wird WhatsApp integrativer: CarPlay und Android Auto können Nachrichten vorlesen, Sprachbefehle entgegennehmen und Anrufverläufe anzeigen. Dazu kommen neue Funktionen wie das Teilen von Musik von Apple Music oder Spotify direkt in Status-Updates sowie erweiterte PDF-Bearbeitung für Web- und Desktop-Nutzer.

