Wildcat Lake Refresh: Intel plant vier schnelle Kerne und 35 Watt

Durchgesickerte Angaben beschreiben mehr Leistung bei Wildcat Lake Refresh und eine sparsame Moon-Lake-Serie; Intel bestätigt die Details bislang nicht.

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Der Halbleiterhersteller Intel bereitet offenbar eine umfassende Erweiterung seines Portfolios im Einstiegssegment vor. Nach Informationen des Branchenbeobachters Jaykihn vom 28. Oktober 2026 plant das Unternehmen neben einer überarbeiteten Version namens Wildcat Lake Refresh auch eine komplett neue, darunter angesiedelte Serie mit dem Codenamen Moon Lake. Beide Prozessorfamilien sollen auf dem Fertigungsverfahren Intel 18A basieren und auf dem Package BGA1516 aufbauen.

Mehr Rechenleistung mit Wildcat Lake Refresh

Bei Wildcat Lake Refresh handelt es sich den vorliegenden Daten zufolge um eine direkte Weiterentwicklung der bisherigen Einsteiger-Plattform Wildcat Lake, die für Anfang 2026 vorgesehen ist.

Während das ursprüngliche Design der Serie bis zu zwei Cougar-Cove-Performance-Kerne und vier Darkmont-Low-Power-Efficient-Kerne (LP-E) bot, soll die Neuauflage die Zahl der schnellen Kerne erhöhen. Vorgesehen sind demnach vier Cougar-Cove-Kerne in Kombination mit unverändert vier Darkmont-LP-E-Kernen.

Mit der veränderten Kernkonfiguration steigen auch die thermischen Grenzwerte: Die konfigurierbare thermische Verlustleistung (cTDP) reicht laut den durchgesickerten Spezifikationen bis zu 35 W, verglichen mit 28 W bei der ersten Generation von Wildcat Lake.

Die reguläre Basisleistung liegt bei 15 W, lässt sich jedoch flexibel zwischen 10 und 35 W konfigurieren. Neben der Unterstützung von Intel vPro soll das Compute-Tile auf Intel 18A gefertigt sein und bis zu zwei Xe3-Grafikeinheiten beherbergen.

Moon Lake als Nachfolger für sehr sparsame Systeme

Unterhalb von Wildcat Lake plant Intel dem Leak zufolge mit Moon Lake eine Prozessorserie, die als potenzieller Nachfolger der Intel-N-Serie (Alder Lake-N) für besonders preisgünstige Mobilrechner und ultrakompakte Rechner konzipiert ist. Moon Lake soll vollständig auf klassische Performance-Kerne verzichten und stattdessen ausschließlich auf bis zu vier Darkmont-LP-E-Kerne setzen.

Das System arbeitet laut den Angaben mit einer Basisleistung von 6 W, die auf bis zu 15 W skaliert werden kann. Dieser Wert beschreibt rein die CPU-Basisleistung und nicht den Gesamtenergiebedarf eines Endgeräts. Gefertigt wird der Hauptchip im Multi-Tile-Design auf Intel 18A, wobei die sparsamen Kerne auf dem Compute-Tile in einem sogenannten Low-Power-Island untergebracht sind.

Berechnungen auf Basis eines Die-Shots von Semianalysis deuten darauf hin, dass der Chip theoretisch etwa 17 % kleiner ausfällt als Wildcat Lake; zudem steht eine schmalere Speicheranbindung von möglicherweise 32 Bit im Raum. Bei der Grafikeinheit wird ein Xe3-Grafikchip mit bis zu zwei Kernen erwartet, was die Hälfte der Ausstattung herkömmlicher Wildcat-Lake-Chips darstellen würde.

Zeitplan und Preise bleiben vorerst unbestätigt

Über das offizielle Erscheinen von Moon Lake liegen noch keine gesicherten Termine vor. Eine unbestätigte Roadmap von DigiTimes führt den Codenamen für das Jahr 2028 auf, während Hinweise aus dem Umfeld von ifeng.com das Jahr 2027 oder eine Präsentation zur CES 2027 ins Spiel bringen.

Spekulativen Schätzungen der Hardwareseite Wccftech zufolge könnten Notebooks mit Moon Lake, ausgestattet mit 8 bis 16 GB Arbeitsspeicher, für unter 300 bis 400 US-Dollar angeboten werden; ifeng.com sieht Einstiegs-PCs im Preisbereich von 2000 bis 3000 Renminbi als Ziel.

Intel hat Moon Lake bislang nicht offiziell angekündigt. Die finalen Spezifikationen, offizielle Modellbezeichnungen sowie Preise, Leistungsdaten und der Verkaufsstart sind bisher vonseiten des Unternehmens unbestätigt.