Win11Debloat-Skript: Bootzeit sinkt von 65 auf 25 Sekunden

Mehrere Anleitungen zeigen, wie Nutzer Windows-11-Telemetrie, Suchvorschläge und Taskbar-Elemente per Einstellungen, Registry oder Skript reduzieren.

Mehrere technische Ratgeber, die zeitnah erschienen sind, greifen ein Thema auf, das viele Windows-11-Nutzer beschäftigt: die umfangreiche Datenerfassung des Betriebssystems und Wege, sie einzudämmen. Im Zentrum steht eine seit Windows 10 bestehende Funktion namens „Inking & typing personalization“, die seit über einem Jahrzehnt Tippdaten an Microsoft übermittelt.

Tippdaten-Erfassung seit Windows 10

Laut den Anleitungen von xda-developers.com lässt sich die Funktion über den Pfad Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Inking & typing personalization deaktivieren. Microsoft gibt an, die gesammelten Daten würden anonymisiert und enthielten weder Passwörter noch E-Mail-Adressen.

Die Guides weisen jedoch darauf hin, dass die Datensammlung standardmäßig aktiv ist und vielen Nutzern nicht bewusst sein dürfte, dass sie bereits seit der Vorgängerversion des Betriebssystems läuft.

Suchfunktionen und Registry-Eingriffe

Neben der Tipp-Telemetrie widmen sich die Anleitungen der Suchintegration in Windows 11. Auf win10set.com wird beschrieben, wie sich Such-Highlights und Bing-Vorschläge über einen Eingriff in die Registry deaktivieren lassen: Im Pfad HKCUSoftwarePoliciesMicrosoftWindowsExplorer muss dafür der Wert DisableSearchBoxSuggestions auf 1 gesetzt werden. Alternativ kann das Suchfeld in der Taskleiste einfach per Rechtsklick über die Option „Suche“ und die Auswahl „Ausgeblendet“ entfernt werden.

Ergänzend beschreibt makeuseof.com in einem Bericht, wie sich weitere Taskbar-Elemente wie Suche, Task View, Widgets und Resume über Einstellungen > Personalisierung > Taskbar abschalten lassen. Auch die Empfehlungen im Startmenü können über Einstellungen > Personalisierung > Start deaktiviert werden.

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Skript-Lösungen als Alternative

Für Nutzer, die tiefergehende Anpassungen ohne manuelle Einzelschritte vornehmen möchten, verweisen die Berichte auf zwei Open-Source-Werkzeuge. Das PowerShell-Skript Win11Debloat deaktiviert laut jsqmd.com Telemetriefunktionen, entfernt vorinstallierte Zusatzsoftware und soll die Systemleistung spürbar verbessern: Die Bootzeit sinke demnach von 65 Sekunden auf 25 Sekunden, die RAM-Nutzung von 3,1 Gigabyte auf 1,3 Gigabyte, zudem würden zwischen 18 und 25 Gigabyte Speicherplatz freigegeben. Das Skript lässt sich per PowerShell-Befehl installieren und funktioniert sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11.

Als zweite Option nennen die Berichte von landian.news und sapo.pt das von Microsoft selbst bereitgestellte Open-Source-Skript „Windows Developer Config“, das auf GitHub verfügbar ist. Es soll eine Erfahrung replizieren, die unter dem Namen „Project Zenith“ bekannt ist: Es deaktiviert Start-Vorschläge, Websuche und Widgets und installiert stattdessen Entwickler-Tools. Laut sapo.pt setzt die volle Funktionalität des Skripts jedoch Windows 11 Pro voraus, da der Remote-Desktop-Server diese Version voraussetzt.

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Einordnung für Nutzer

Die parallel erschienenen Anleitungen verdeutlichen, dass die Deaktivierung von Telemetrie- und Suchfunktionen in Windows 11 keine triviale Ein-Klick-Lösung ist, sondern je nach gewünschtem Umfang manuelle Einstellungsänderungen, Registry-Eingriffe oder den Einsatz von Drittanbieter- beziehungsweise Microsoft-eigenen Skripten erfordert.

Wer lediglich einzelne Funktionen wie die Suchvorschläge abschalten möchte, kommt mit den in den Einstellungen verfügbaren Optionen aus. Für weitergehende Anpassungen, etwa zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, verweisen die Berichte auf spezialisierte Skripte, deren Einsatz allerdings technisches Verständnis voraussetzt.