Der Fan-Entwickler elliotttate hat eine inoffizielle PC-Version des Spieleklassikers The Legend of Zelda: The Wind Waker unter dem Namen „Wind Waker Recomp“ via GitHub veröffentlicht.
Das Projekt basiert auf einer statischen Rekompilierung des ursprünglichen GameCube-Codes in nativen Programmcode für Windows- und Mac-Systeme. Im Gegensatz zur herkömmlichen Emulation wird der PowerPC-Code dabei vorab in native x86-64- und arm64-Binärdateien übersetzt.
Technische Umsetzung und Systemanforderungen
Die technische Basis für das Rendering bilden Direct3D 12 unter Windows sowie Metal auf Apple-Geräten, wobei das Projekt den Hardware-Layer des Emulators Dolphin nutzt. Für den Betrieb unter Windows wird mindestens Windows 10 oder 11 (64-Bit) in Kombination mit einer AVX2-fähigen CPU sowie einer D3D12-Grafikkarte vorausgesetzt.
Mac-Nutzer benötigen ein System mit M1-Chip oder neuer sowie mindestens macOS 15. Eine Ausführung auf iPhone oder iPad ist laut Projektangaben nur möglich, wenn die Anwendung zuvor auf einem Mac selbst erstellt wurde.
Anfang Oktober wurden verschiedene Versionen bereitgestellt, darunter die Version 0.2.0 für den Mac sowie die Version 0.2.2 für Windows, die spezifische Fehlerbehebungen enthält. Als rechtliche Voraussetzung für die Nutzung wird ein rechtmäßig erworbenes Speicherabbild der US-amerikanischen GameCube-Version (GZLE01 Revision 0) genannt. Die spätere HD-Version für die Wii U wird nicht unterstützt.
Funktionsumfang und grafische Erweiterungen
„Wind Waker Recomp“ bietet zahlreiche Modernisierungen gegenüber dem Original. Dazu gehören eine Frame-Interpolation, die die ursprüngliche Basis von 30 Bildern pro Sekunde (FPS) auf 60 oder 120 FPS anhebt. Auf entsprechender Windows-Hardware sind bis zu 240 FPS möglich. Zudem integriert die Software eine experimentelle 60Hz-Logik, die jedoch zu einer Beschleunigung von Animationen und Dialogen führen kann.
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Grafisch unterstützt das Projekt Auflösungen bis zu 4K sowie Bildformate wie 16:9 und 16:10. Nutzer können zudem 16-faches anisotropes Filtern aktivieren und HD-Texturpakete für Dolphin einbinden.
Zu den Komfortfunktionen zählen ein schnelleres Segel, eine beschleunigte Textausgabe sowie verkürzte Ladezeiten bei Szenenwechseln. Die Steuerung wurde um Unterstützung für Tastatur, Maus und Controller sowie eine modernisierte Kameraführung und eigene Tasten für Sprinten und Springen erweitert.
Kritik und Entwicklungsrahmen
Das Projekt, das als Abspaltung (Fork) von Bluewake entstand, wurde unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz entwickelt. Dies führte in der Entwicklerszene zu Diskussionen. Der Entwickler Dario, bekannt für Projekte wie „Zelda: Recompiled“, kritisierte die Qualität KI-generierter Rekompilierungen und bezeichnete diese als minderwertig.
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In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass der Entwickler TheFl0w die Szene aufgrund der Zunahme solcher Projekte verlassen habe. Zudem gibt es Berichte über Performance-Probleme bei der aktuellen Veröffentlichung von elliotttate.
Parallel zu diesem Projekt arbeitet LagoLunatic an einer manuellen Dekompilierung von The Legend of Zelda: The Wind Waker, die laut Berichten einen Fortschritt von 78,76 Prozent erreicht hat.
Weitere Entwicklungen im Bereich Fan-Ports
Neben dem Zelda-Projekt wurden Anfang Oktober weitere inoffizielle Portierungen bekannt. Der Entwickler bnunu veröffentlichte mit „halo-ce-universal“ einen Community-Port von Halo: Combat Evolved für Windows, Linux, Android und PlayStation 4/5. Zudem stellte der Entwickler Mitchell Hynes eine Browser-Version des Original-Xbox-Spiels vor. Diese verzeichnete kurz nach der Veröffentlichung knapp 20.000 Spiele bei einer durchschnittlichen Bildrate von 94 FPS, obwohl die Webseite zwischenzeitlich von Sicherheitsdiensten fälschlicherweise als verdächtig eingestuft wurde.

