Windows 10 Enterprise: Support endet am 12. Januar 2027

Microsoft beendet den regulären Support für Windows 10 Enterprise LTSC 2021 im Januar 2027. Ein kostenpflichtiges ESU-Programm verlängert den Schutz bis 2030.

Microsoft hat den Zeitplan für das Ende des regulären Supports von Windows 10 Enterprise LTSC 2021 konkretisiert. Demnach wird das Betriebssystem am 12. Januar 2027 letztmalig mit regulären Sicherheitsupdates versorgt. Für Unternehmen markiert dieser Termin einen wichtigen Stichtag in der IT-Infrastrukturplanung, da nach diesem Zeitpunkt keine kostenfreien Fehlerbehebungen oder Sicherheitsaktualisierungen mehr für diese Version bereitgestellt werden.

Um den Übergang für Organisationen flexibler zu gestalten, bietet der Softwarekonzern ein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (Extended Security Updates, ESU) an. Dieses Programm soll am 1. September 2026 starten und Unternehmen die Möglichkeit bieten, den Schutz ihrer Systeme um bis zu drei Jahre zu verlängern. Die maximale Laufzeit des ESU-Angebots ist auf den 8. Januar 2030 festgesetzt.

Preismodell für den verlängerten Support

Die Inanspruchnahme der erweiterten Sicherheitsupdates ist mit einer gestaffelten Gebührenstruktur verbunden. Für das erste Jahr des ESU-Programms wurde ein Preis von 61 US-Dollar pro Gerät festgelegt. Unternehmen, die moderne Cloud-Verwaltungslösungen wie Microsoft Intune oder Windows Autopatch einsetzen, können von reduzierten Konditionen profitieren. In diesen Fällen sinkt die Gebühr auf 45 US-Dollar pro Gerät, was einem Preisnachlass von 25 Prozent gegenüber dem Standardtarif entspricht.

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Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Kosten für den verlängerten Support nicht stabil bleiben. Die Preisplanung sieht eine jährliche Verdopplung der ESU-Gebühren vor. Zudem ist das Modell kumulativ aufgebaut: Sollte eine Organisation erst im zweiten Jahr des Programms beitreten, ist eine Nachzahlung für das erste Jahr erforderlich. Diese Regelung stellt sicher, dass die Kosten für den kumulativen Wartungsaufwand der Sicherheits-Patches über den gesamten Zeitraum gedeckt sind.

Längerfristige Optionen und Migrationspfade

Während die Enterprise-Variante des Long-Term Servicing Channel (LTSC) Anfang 2027 ausläuft, gelten für andere spezialisierte Versionen abweichende Fristen. So wird Windows 10 IoT Enterprise LTSC laut Microsoft noch deutlich länger, nämlich bis zum 13. Januar 2032, unterstützt. Diese Version ist primär für zweckgebundene Geräte in der Industrie oder im medizinischen Sektor vorgesehen, die häufig längere Lebenszyklen aufweisen als klassische Büro-PCs.

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Als strategischen Nachfolger für Unternehmen, die weiterhin auf den langfristigen Wartungskanal setzen wollen, empfiehlt Microsoft den Umstieg auf Windows 11 24H2 LTSC. Mit dieser Version können Organisationen auf die aktuelle Betriebssystemgeneration migrieren und gleichzeitig die gewohnten Vorteile des LTSC-Modells nutzen. IT-Verantwortliche stehen nun vor der Aufgabe, die verbleibende Zeit bis zum Januar 2027 für die Planung der Migration oder die Budgetierung der ESU-Kosten zu nutzen, um die Sicherheit ihrer Endpunkte lückenlos zu gewährleisten.