Windows 10: Installierte Programme finden und Speicherplatz gezielt freigeben

Anleitungen zeigen, wie Nutzer Software kontrollieren, vorinstallierte Apps löschen und mit Windows-Werkzeugen Speicherplatz neu organisieren.

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Ratgeber-Autoren technischer Fachportale wie win10set.com, purolabs.com und makeuseof.com haben praktische Leitfäden für das Betriebssystem Windows 10 zusammengestellt. Die Veröffentlichungen widmen sich Kernbereichen der Systempflege: dem schnellen Auffinden und Verwalten installierter Programme, der Kontrolle über vorinstallierte Software sowie der gezielten Bereinigung von Speicherplatz und Festplattenpartitionen.

Programme aufspüren und Installationspfade ermitteln

Für Anwender, die den Überblick über installierte Anwendungen verloren haben, führen mehrere Wege zum Ziel. Neben dem klassischen Weg über die Systemsteuerung unter dem Menüpunkt für Programme und Funktionen lässt sich der Speicherort einer Software auch direkt aus dem laufenden Betrieb ermitteln.

Einträge im Startmenü, Verknüpfungen auf dem Desktop oder Prozesse im Task-Manager und Autostart bieten über das Kontextmenü per Rechtsklick die Option, den zugehörigen Dateispeicherort im Windows-Explorer unmittelbar aufzurufen. Auch eine gezielte Suche nach dem Programmnamen über das Startmenü führt über das Kontextmenü des Treffers direkt zum Verzeichnis der ausführbaren Datei.

Um standardmäßige Installationspfade auf Systemebene nachzuvollziehen oder anzupassen, verweisen die Anleitungen auf den Windows-Registrierungs-Editor. Unter dem Pfad HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindowsCurrentVersion finden sich die Schlüssel für Standardverzeichnisse wie ProgramFilesDir sowie auf 64-Bit-Systemen zusätzlich ProgramFilesDir (x86).

Kontrolle über Softwareinstallationen und vorinstallierte Apps

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Steuerung von Installationsprozessen. Über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien, der über den Ausführen-Dialog aufgerufen wird, lässt sich in Umgebungen mit entsprechenden Berechtigungen eine generelle Sperre für Benutzerinstallationen einrichten.

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In den administrativen Vorlagen der Computerkonfiguration unter den Windows-Komponenten und dem Windows Installer kann das Verbot aktiviert werden. Da diese Richtlinie auch gewollte Installationen blockiert, sollte sie erst nach der Einrichtung aller benötigten Basisanwendungen greifen.

Zudem lässt sich das automatische Nachladen unerwünschter Apps unterbinden. Durch das Anlegen eines Registrierungsschlüssels namens CloudContent im Pfad der Windows-Richtlinien und das Setzen des 32-Bit-DWORD-Wertes DisableWindowsConsumerFeatures auf den Wert 1 wird dieses Verhalten nach einem Neustart gestoppt.

Für bereits im System vorhandene App-Pakete bieten sich administrative Befehle in der Windows PowerShell an. Mit dem Befehlsaufruf Get-AppXPackage in Verbindung mit Remove-AppxPackage lassen sich vorinstallierte Apps für das aktive Benutzerkonto, für einzelne Nutzer oder für sämtliche Konten des Rechners entfernen.

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Scheitert eine Programminstallation, wie es etwa bei Software von Adobe vorkommen kann, empfehlen Experten die nachträgliche Aktivierung älterer Schnittstellen wie des .NET Frameworks 3.5 über die Windows-Features oder das Zurücksetzen von temporären Ordnern wie dem OOBE-Verzeichnis.

Datenträgerbereinigung und Partitionsverwaltung

Zur Freigabe von Speicherkapazitäten setzen die Leitfäden auf integrierte Werkzeuge. Neben der Übersicht in den Systemeinstellungen erlaubt die Windows-Datenträgerbereinigung eine gründliche Entfernung von temporären Systemdateien und Resten früherer Systemversionen.

Für die Neuordnung des Massenspeichers stellt die über das Menü mit Windows-Taste und X erreichbare Datenträgerverwaltung grundlegende Funktionen bereit. Vorhandene Partitionen können dort über die Funktion zum Verkleinern von Volumes reduziert werden, um unzugewiesenen Speicherplatz freizugeben.

Auf diesem freien Bereich lässt sich anschließend ein neues einfaches NTFS-Volume mit eigenem Laufwerksbuchstaben anlegen, ohne dass zusätzliche Fremdsoftware zwingend erforderlich ist.