Windows 10: Microsoft verlängert Support bis Oktober 2027

Microsoft reagiert auf die schleppende Windows-11-Verbreitung und verlängert Sicherheitsupdates für Windows 10 bis 2027.

Viele Rechner erfüllen die strengen Hardware-Anforderungen nicht.

Microsoft hat sein Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) für Windows 10 offiziell bis zum 12. Oktober 2027 verlängert. Ursprünglich sollte der Support am 14. Oktober 2025 auslaufen. Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die stockende Migration zu Windows 11, die vor allem an den hohen Hardware-Hürden scheitert.

Hardware-Hürden bremsen Windows-11-Wechsel

Die strikten Vorgaben für TPM 2.0 und Secure Boot machen vielen älteren, aber funktionsfähigen Rechnern einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kommen gestiegene RAM-Preise, die Hardware-Upgrades zusätzlich verteuern. Zwar hat Windows 11 Windows 10 im Juli 2025 als meistgenutztes Desktop-Betriebssystem überholt, doch aktuelle Daten zeigen: Rund 30 Prozent aller HP-Rechner laufen noch mit dem Vorgänger.

Privatnutzer können das ESU-Programm kostenlos mit einem Microsoft-Konto oder über 1.000 Rewards-Punkte aktivieren. Alternativ gibt es eine 30-Euro-Option, die bis zu zehn Geräte abdeckt. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Microsoft das Programm bei anhaltend schleppender Adoption womöglich sogar bis 2028 verlängern könnte.

Linux-Ökosystem setzt auf Effizienz

Während Windows-Nutzer vor Hardware-Problemen stehen, arbeitet die Linux-Community an Optimierungen für ältere Systeme. Die Valve-Entwicklerin Natalie Fog hat einen „VRAM Management“-Patch für den Linux-Kernel veröffentlicht, der speziell AMD- und Intel-GPUs unterstützt. Das Update verbessert die Spieleleistung auf Grafikkarten mit acht Gigabyte VRAM oder weniger.

Interne Tests mit einer RX 6600-GPU zeigten deutliche Fortschritte: In Cyberpunk 2077 auf 1080p stieg der „1% Low“-Leistungswert von 55 auf 77 Bilder pro Sekunde. Die Optimierungen sind über das „KCHOS“-Tool in der KDE-Plasma-Oberfläche zugänglich.

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Auch SteamOS 3.8 macht Fortschritte und bietet nun bessere Kompatibilität für Intel- und AMD-Hardware. Offizielle Nvidia-Unterstützung für SteamOS ist 2026 zwar nicht zu erwarten, doch das Fedora-basierte Projekt „Bazzite“ bietet eine Alternative: Es liefert ein SteamOS-ähnliches Erlebnis mit bestehender Unterstützung für Intel und Nvidia im Dual-Boot-Betrieb.

Desktop-Verbesserungen und Kernel-Innovationen

Die Desktop-Entwickler arbeiten ebenfalls an Stabilitätsverbesserungen. Das kommende KDE Plasma 6.7.2, für Juli 2026 geplant, behebt KWin-Abstürze auf Multi-Monitor-Setups mit variablen Bildwiederholraten sowie Info-Center-Probleme auf Nvidia-Systemen. Plasma 6.8 wird komplett auf Wayland setzen und Triple Buffering für Nvidia-Hardware standardmäßig aktivieren.

Auf Kernel-Ebene schlägt ByteDance-Ingenieur Qi Zheng eine „Reserved THP“-Funktion (Transparent Huge Pages) vor. Sie soll die Vorteile von HugeTLB mit der Swap-Unterstützung von THP kombinieren. Das Ziel: Speicherverschwendung bei „Hot-Upgrades“ von Prozessen reduzieren, bei denen große RAM-Mengen reserviert, aber nicht genutzt werden.

Günstigere Hardware-Alternativen

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Die schwankenden Komponentenpreise treiben auch den Markt für günstige Hardware um. Cytron bietet eine „Special Value“-Version des Raspberry Pi 4 für umgerechnet rund 80 Euro an – der Standardpreis liegt bei etwa 100 Euro. Der Preisnachlass hat seinen Preis: Die CPU taktet nur mit 1,25 statt 1,8 Gigahertz.

Der Hersteller verweist auf gestiegene RAM-Preise, die auch die Standard-Boards verteuert haben. Die langsameren Boards büßen bei rechenintensiven Aufgaben bis zu 30 Prozent Leistung ein, bleiben aber voll kompatibel mit dem Raspberry Pi OS und HAT-Erweiterungen. Sie richten sich an Embedded-Projekte, bei denen maximale Taktraten nicht im Vordergrund stehen.