Windows 10: Sicherheitsupdates bis Oktober 2027 gegen Aufpreis

Microsoft bietet bis Oktober 2027 kostenpflichtige Updates für Windows 10 an. Neue Surface-Modelle mit weniger RAM sorgen für Diskussionen.

Nutzer des Vorgängers erhalten nun bis Oktober 2027 Sicherheitsupdates – gegen Aufpreis.

Verlängerte Lebensdauer für Windows 10

Microsoft hat die Extended Security Updates für Windows 10 bis Oktober 2027 verlängert. Ursprünglich sollte der Support am 14. Oktober 2025 auslaufen. Der Schritt kommt nicht überraschend: Branchendaten zufolge läuft die Adoption von Windows 11 schleppender als erwartet. Viele Rechner erfüllen die strengen Hardware-Anforderungen des neuen Systems nicht.

In einer aktuellen Umfrage unter 321 Teilnehmern gaben 68 Prozent an, vorerst bei Windows 10 bleiben zu wollen. Die ESU-Lizenz kostet 30 Euro – einige Nutzer mit Microsoft-Konto erhalten die Updates jedoch kostenlos. Kritiker hatten zuvor gewarnt, dass ein Auslaufen des Supports rund 400 Millionen Computer vorzeitig in den Ruhestand schicken könnte. Um die Stabilität des alten Systems zu gewährleisten, setzt Microsoft eigenen Angaben zufolge auf eine KI-gesteuerte Fehlersuche.

Neue Surface-Modelle: Mehr RAM, höherer Preis

Am 29. Juni 2026 brachte Microsoft neue Versionen des Surface Pro und Surface Laptop auf den Markt. Die Einstiegsmodelle verfügen über 8 Gigabyte Arbeitsspeicher – deutlich weniger als die ursprünglichen Launch-Versionen mit 16 GB. Der Preis liegt dennoch höher, was der Konzern mit gestiegenen Halbleiterkosten begründet.

Branchenbeobachter sehen einen Wandel bei den Empfehlungen: Während lange 32 GB als optimal galten, gelten nun 8 GB für einfache Anwendungen als ausreichend. Experten warnen jedoch: Die geringe Speicherkapazität könnte die Leistung integrierter KI-Funktionen einschränken. Aktuelle Vorschau-Updates zielen daher auf eine bessere Performance für schwächere Rechner ab – mit schnelleren Netzwerkdiagnosen und reaktionsfreudigeren Speichereinstellungen.

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Windows 11 auf uralter Hardware: Ein Härtetest

Die strengen Hardware-Anforderungen von Windows 11 treiben die Enthusiasten-Szene zu immer neuen Experimenten. Am 29. Juni 2026 gelang es einem Bastler, das Betriebssystem auf einem System aus der DDR-Ära zu installieren – mit einer AGP-Grafikkarte und einem Intel Core 2 Quad Q6600. Die Kombination aus uralter CPU und einer ATI Radeon HD 4650 erreichte sogar 3D-Beschleunigung und H.264-Dekodierung – dank modifizierter Treiber.

Der erfolgreiche Betrieb auf Hardware ohne UEFI und moderne ACPI-Standards zeigt: Die offizielle Kompatibilitätsliste von Microsoft bildet die tatsächlichen technischen Möglichkeiten älterer Chipsätze nur unzureichend ab.

Italienische Kartellbehörde ermittelt gegen Microsoft

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Während Microsoft an der Hardware-Front neue Wege geht, droht juristischer Gegenwind. Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat am 26. Juni 2026 ein Verfahren gegen den Konzern eingeleitet. Im Fokus: die automatische Installation der Microsoft-365-Copilot-App auf Geschäftsgeräten, die am 15. Juni begann.

Die Behörde prüft Vorwürfe der Software-Bündelung sowie eine berichtete Preiserhöhung um 30 Prozent. Der Europäische Wirtschaftsraum ist von den automatischen Installationen bislang ausgenommen – Grund sind lokale Digitalmarktregulierungen. IT-Administratoren in anderen Regionen wurde geraten, die Rollouts über Verwaltungszentren zu steuern, bevor am 14. Juli die breite Einführung beginnt.