Windows 10 und 11: Microsoft erklärt gespeicherte USB-Spuren in der Registry

Windows speichert Gerätekennungen angeschlossener USB-Speicher; Microsoft erläutert den Zweck und nennt Möglichkeiten zum Entfernen der Einträge.

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Microsoft hat auf Datenschutzbedenken reagiert, wonach Windows 10 und Windows 11 auch nach dem Trennen von USB-Speichergeräten weiterhin Registry-Einträge zu diesen Geräten vorhalten.

Das Unternehmen erklärte, das Betriebssystem lege beim Anschließen eines USB-Speichergeräts einen sogenannten USBSTOR-Eintrag in der Registry an, der auch nach dem physischen Entfernen erhalten bleibe. Solche Geräte werden intern als „nicht vorhandene Geräte“ oder „Geistergeräte“ bezeichnet.

Plug-and-Play statt Überwachung

Laut Microsoft dient die Speicherung der schnellen Wiedererkennung im Rahmen von Plug-and-Play und nicht der Überwachung von Nutzern. Verwaltet wird der Eintrag vom Treiber Usbstor.sys, der ausschließlich Massenspeichergeräte erfasst – Tastaturen, Kameras oder Mikrofone fallen demnach nicht darunter.

Zu den gespeicherten Angaben zählen Gerätename, Hardware-Identifikator, Instanz-Identifikator sowie der Zeitpunkt der Erstinstallation, des letzten Anschließens und des letzten Entfernens. Dateiinhalte würden dabei nach Angaben von Microsoft nicht aufgezeichnet.

Das Unternehmen verwies zudem darauf, dass dieses Verhalten seit 2012 in offizieller technischer Dokumentation beschrieben sei – es handelt sich demnach nicht um eine neue Funktion. Microsoft betonte außerdem, dass vergleichbare Mechanismen zur Speicherung von Geräteinformationen auch bei Linux über udev und bei macOS über IOKit existierten.

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Löschung durch Reset oder manuelle Eingriffe

Nach Angaben von Microsoft werden die betreffenden Einträge in der Regel gelöscht, wenn ein System vollständig zurückgesetzt oder neu installiert wird.

Wer die Einträge unabhängig davon einsehen möchte, kann sie im Geräte-Manager über die Option „Ausgeblendete Geräte anzeigen“ sichtbar machen; die dann grau dargestellten Einträge lassen sich per Rechtsklick deinstallieren. IT-Administratoren steht laut Microsoft zudem das Tool DevNodeClean zur gebündelten Bereinigung mehrerer Systeme zur Verfügung.

Darüber hinaus kursieren Anleitungen für eine manuelle Löschung: Dabei wird die Umgebungsvariable devmgr_shownonpresent_devices auf den Wert 1 gesetzt, um anschließend die betreffenden Einträge unter den Kategorien „Laufwerke“ und „Speichervolumes“ im Geräte-Manager zu deinstallieren. Ergänzend sollen die Wechseldatenträger-Einträge in der Computerverwaltung gelöscht und die Umgebungsvariable danach wieder entfernt werden.

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Für eine tiefergehende Bereinigung wird auf Registry-Ebene das Löschen der Unterschlüssel unter HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMControlSet001, ControlSet002, ControlSet003 sowie unter CurrentControlSetEnumUSBSTOR beschrieben.

Für eine vollständige Entfernung müssten unter dem USB-Unterschlüssel sämtliche Einträge mit Ausnahme von ROOT_HUB und ROOT_HUB20 gelöscht sowie Unterschlüssel unter DeviceClasses mit „usb“ im Namen entfernt werden. Nach dem Löschen der USBSTOR-Unterschlüssel könnten gängige Programme zur Prüfung der Vertraulichkeit die entsprechenden Einträge in der Regel nicht mehr auslesen.

Für Nutzer, die aus Datenschutzgründen keine Spuren angeschlossener USB-Speichergeräte hinterlassen möchten, stehen damit sowohl die von Microsoft bereitgestellten Bordmittel als auch weitergehende manuelle Eingriffe in die Registry zur Verfügung – letztere erfordern jedoch Vorsicht, da Änderungen an den genannten Systempfaden bei fehlerhafter Ausführung die Funktionsfähigkeit angeschlossener USB-Geräte beeinträchtigen können.