Nutzer von Windows 10 berichten weiterhin über vielfältige Schwierigkeiten mit dem Update-System des Betriebssystems. Betroffen sind fehlgeschlagene Installationen, Systeminstabilität nach Updates sowie die Frage, wie sich automatische Update-Prozesse dauerhaft abschalten lassen. Zahlreiche Anleitungen und Ratgeber kursieren mittlerweile zu den einzelnen Fehlerbildern und möglichen Lösungswegen.
Fehlgeschlagene Updates und Deinstallation
Ein wiederkehrendes Problem sind Updates, die beim Herunterfahren des Systems wiederholt fehlschlagen. Als Lösung wird empfohlen, den Windows-Update-Dienst über die Dienste-Verwaltung auf den Starttyp „Deaktiviert“ zu setzen oder die automatischen Updates über Gruppenrichtlinien zu unterbinden.
Bei der Fehlermeldung „Konfiguration fehlgeschlagen, Änderungen werden rückgängig gemacht“ wird zusätzlich der Start mit der „Letzten als funktionierend bekannten Konfiguration“ genannt. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass ein dauerhaftes Abschalten des Update-Dienstes auch Sicherheitsupdates blockiert.
Lässt sich ein bereits installiertes Update nicht mehr sauber betreiben, können Nutzer es über die Systemsteuerung unter Windows Update → Updateverlauf anzeigen → Installierte Updates per Rechtsklick deinstallieren.
Scheitert auch dieser Schritt, wird empfohlen, Windows Update per Gruppenrichtlinie zu deaktivieren, die Dateien im Ordner C:WindowsSoftwareDistributionDataStore sowie gegebenenfalls im Download-Unterordner zu löschen und die automatischen Updates anschließend wieder zu aktivieren.
Typische Fehlercodes und ihre Ursachen
Als häufige Symptome werden lange Wartezeiten, festhängende Downloads, Fehlercodes und Rollbacks genannt. Für Aktualisierungen auf aktuelle Versionen werden mindestens 20 GB freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk C: empfohlen, wobei ältere Versionen wie 1809 oder früher als anfälliger für Probleme gelten.
Vorgeschlagen werden unter anderem Netzwerk- und Update-Dienst-Resets, die Systemtools DISM und SFC sowie der Einsatz des Update-Assistenten oder des Media Creation Tools.
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Konkrete Fehlercodes lassen sich dabei bestimmten Ursachen zuordnen: Der Code 0x80070002 verweist auf fehlende oder beschädigte Dateien, 0x80073712 auf einen beschädigten Komponentenspeicher, 0x80070070 auf zu wenig Speicherplatz, 0x80240034 auf einen Dienstkonflikt und 0x800F0922 auf einen möglichen Treiberkonflikt.
Festhängende Installationen und Asus-spezifische Probleme
Bleibt ein Update bei „Vorbereitung der Installation“ hängen, wird zunächst empfohlen abzuwarten oder den Dienst wuauserv über den Task-Manager neu zu starten.
Weitere Schritte umfassen die Aktualisierung oder vorübergehende Deaktivierung von Windows Defender, die Prüfung von Netzwerk und Systemzeit sowie das vorübergehende Schließen von Drittanbieter-Antivirensoftware. Bei anhaltenden Fehlern wird geraten, den Update-Dienst zu stoppen, temporäre Dateien im SoftwareDistribution-Ordner zu löschen und den Dienst neu zu starten.
Speziell bei Asus-Rechnern, die wiederholt die Meldung „Konfiguration fehlgeschlagen, Änderungen werden rückgängig gemacht“ zeigen, wird empfohlen, den Updateverlauf zu prüfen, Windows Update anzuhalten, fehlgeschlagene temporäre Update-Dateien zu löschen und den Dienst neu zu starten.
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Als mögliche Ursache wird auch Drittanbieter-Sicherheitssoftware genannt. Startet das System danach nicht mehr, kommen die Windows-Wiederherstellungsumgebung, die Rückkehr zur vorherigen Version oder das Zurücksetzen des PCs infrage – letzteres kann jedoch zum Verlust von Daten führen.
Weitere Werkzeuge zur Update-Steuerung
Bei Installationen, die bei einem bestimmten Fortschritt hängen bleiben, etwa bei 67 Prozent, wird empfohlen, die Dienste Automatic Updates, Background Intelligent Transfer Service und Windows Installer zu überprüfen. Ist nur ein einzelnes Update betroffen, kann laut den Anleitungen dessen Deinstallation und erneute Installation helfen.
Für Nutzer, die automatische Updates grundsätzlich vermeiden wollen, werden verschiedene Wege beschrieben: das Deaktivieren des Update-Dienstes, die Nutzung von Gruppenrichtlinien, das gezielte Ausblenden einzelner Updates über Microsofts Werkzeug „Show or Hide Updates“ sowie das Pausieren von Updates in den Einstellungen.
Eine Anleitung behauptet zudem, dass Windows 10 Home Updates nicht dauerhaft vermeiden könne, während Pro-Versionen sie um mehrere Monate aufschieben könnten und Enterprise-Versionen unbegrenzt. Insgesamt zeigt die Häufung der Ratgeber, dass das Update-Management bei Windows 10 für viele Nutzer weiterhin eine wiederkehrende technische Herausforderung darstellt.

