Die neuen Pakete sollen die Systemwiederherstellung und Installationsprozesse optimieren – und bringen gleichzeitig neue Funktionen für mehr Kontrolle über Updates mit.
Neue Bausteine für Wiederherstellung und Installation
Die aktuellen Updates, die über Windows Update ausgeliefert werden, enthalten verbesserte „Safe OS“- und Wiederherstellungsumgebungs-Komponenten (WinRE). Für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2 steht das Paket KB5094149 bereit, das die Wiederherstellungsumgebung auf Version 10.0.26100.8655 bringt. Nutzer von Windows 11 Version 23H2 erhalten KB5094156 für Safe OS und KB5095971 für den Setup-Prozess.
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Auch ältere und kommende Versionen bleiben nicht außen vor: Windows 11 Version 26H1 bekam KB5095185, während mehrere Updates (KB5098815, KB5094154, KB5094153, KB5094152) für verschiedene Windows-10-Versionen von 1607 bis 22H2 ausgerollt wurden – inklusive Server 2016 und 2019. Die dynamischen Updates stellen sicher, dass Installations- und Wiederherstellungswerkzeuge mit den neuesten Sicherheits- und Leistungsverbesserungen kompatibel bleiben.
Neue Wiederherstellungs- und Update-Steuerung
Bereits gestern führte Microsoft die Release-Preview-Builds 26100.8728 und 26200.8728 ein. Sie enthalten eine Funktion namens Point-in-Time Restore, die mithilfe des Volume Shadow Copy Service Snapshots von Anwendungen, lokalen Dateien und Systemeinstellungen erstellt. Diese Wiederherstellungspunkte bleiben maximal 72 Stunden auf dem Gerät und benötigen mindestens 2 GB Speicherplatz. Automatische Snapshots erfolgen alle vier bis 24 Stunden.
Gleichzeitig testet Microsoft flexiblere Update-Optionen: Neue kalenderbasierte Steuerungen erlauben es, Updates für bis zu 35 Tage auszusetzen. Ein experimenteller Build (26300.8687) von Anfang der Woche zielt darauf ab, Systemunterbrechungen zu reduzieren, indem Treiber-, .NET- und Firmware-Updates mit den monatlichen Qualitätsupdates koordiniert werden. Ziel der Initiative: Nur noch ein einziger Neustart pro Monat.
Sicherheitslücke aus dem Jahr 2003 geschlossen
Die aktuellen Updates beheben zudem hartnäckige Sicherheitslücken und Installationsfehler. Am gestrigen Freitag löste Microsoft ein Problem, bei dem der Windows Update Standalone Installer (WUSA) von Netzwerkfreigaben aus mit einer Pfadnamen-Fehlermeldung scheiterte. Die Korrektur ist in den kumulativen Updates vom Juni 2026 für Windows 11 und Server 2025 enthalten.
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Bereits am 9. Juni verschärfte Microsoft mit KB5094126 die Sicherheitsvorkehrungen für Desktop-Konfigurationsdateien. Das System ignoriert nun desktop.ini-Dateien aus nicht vertrauenswürdigen Quellen – etwa aus Internet-Downloads oder unklassifizierten Netzwerkpfaden. Branchenberichten zufolge schließt diese Änderung eine Shell-Sicherheitslücke, die seit 2003 existierte und in gezielten Cyberangriffen ausgenutzt wurde. Die Maßnahme kann dazu führen, dass benutzerdefinierte Ordnersymbole und lokalisierte Namen aus nicht vertrauenswürdigen Quellen verschwinden. Microsoft empfiehlt Administratoren, vertrauenswürdige Quellen über Gruppenrichtlinien zu definieren, anstatt den Schutz zu deaktivieren.
Leistungsschub für AMD-Grafikkarten
Parallel zu den Setup- und Wiederherstellungsverbesserungen veröffentlichte Microsoft gestern Advanced Shader Delivery (ASD) für Windows 11. Die Funktion wird derzeit von AMD-GPUs der RDNA-1- bis RDNA-4-Generation mit dem Adrenalin-26.6.1-Treiber unterstützt. ASD liefert vorab kompilierte Shader bereits beim ersten Download unterstützter Software. Erste Tests zeigen, dass die Technologie die anfänglichen Ladezeiten drastisch verkürzen kann – in manchen Fällen um bis zu 90 Prozent – und gleichzeitig Leistungseinbrüche während der Ausführung beseitigt. Voraussetzung ist Windows 11 Version 24H2 oder höher sowie bestimmte Versionen der Xbox Gaming Services.

