Windows 11 25H2: Beta-Build bringt Cloud-Rebuild und 4.803 neue Zeichen

Microsoft ergänzt Windows 11 25H2 um Wiederherstellungsoptionen und neue Schriftzeichen; im Test lag das System 15 Prozent hinter Ubuntu.

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Microsoft hat für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms im Beta-Kanal den Build 26220.9587 für Windows 11 25H2 bereitgestellt. Die Aktualisierung bringt funktionale Anpassungen am Betriebssystem, darunter eine Beschleunigung der Einstellungen-Startseite unter bestimmten Nutzungsszenarien sowie eine neu integrierte Einstiegsoption für die Cloud-Wiederherstellung.

Zudem erweitert das Update den Zeichensatz des Systems durch die Unterstützung des Unicode-Standards 17.0, wodurch 4.803 neue Zeichen und vier zusätzliche Schriftsysteme – Beria Erfe, Sidetic, Tai Yo und Tolong Siki – zur Verfügung stehen.

Neuer Cloud-Rebuild und parallele Experimental-Builds

Ein zentrales Element der jüngsten Entwicklungsarbeiten betrifft die Systemwiederherstellung. Microsoft platziert den Cloud-Rebuild-Einstieg direkt unter Einstellungen, System und Wiederherstellung.

Parallel zu der Beta-Version verteilt das Unternehmen im Experimental-Kanal den Build 29680.1000. Dieser ermöglicht es Nutzern, Favoriten im systemweiten Teilen-Menü anzuheften, und führt Versionsnummern für verpackte Anwendungen ein. Hinzu kommen Nachbesserungen an der Vorschau und Fehlerbehebungen im Datei-Explorer sowie Korrekturen für Microsoft Family Safety, die Taskleiste, USB-Audio und Remote-Desktop-Verbindungen.

Ergänzend dazu gewährt der für Windows 11 26H1 vorgesehene Experimental-Build 28120.3151 Einblicke in tiefergehende Administrationswerkzeuge. Dort stellt die Cloud-Rebuild-Funktion zwei Optionen bereit: Dateien entfernen sowie Dateien entfernen und bereinigen. Die zweite Variante greift vor der Neuinstallation auf hardwarebasierte Löschfunktionen des Speichers zurück.

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Für IT-Verantwortliche besteht die Möglichkeit, den Wiederherstellungsprozess über den Recovery Configuration Service Provider (CSP) aus der Ferne anzustoßen und dabei festzulegen, ob die aktuelle oder eine alternative unterstützte Windows-Version eingespielt werden soll.

Für Barrierefreiheit und Bedienkomfort bringt dieser Build zudem feinstufige Zoomwerte und Voreinstellungen zwischen 5 % und 400 % in der Bildschirmlupe mit, während der Datei-Explorer Sortierungen, Symbolgrößen und spezielle Pfade zuverlässiger verarbeiten soll.

Bekannte Probleme und Leistungsvergleiche

Für den aktuellen Beta-Build 26220.9587 führt Microsoft auch bestehende Einschränkungen an. Zu den dokumentierten Fehlern gehören ein Leistungsabfall des Systems bei längerer Nutzung sowie Abstürze mit grünem Bildschirm in VMware-Umgebungen.

Fragen zur Performance begleiten die Version 25H2 ohnehin: In einer Testreihe der Plattform Phoronix auf einem AMD Ryzen 9 9950X wurden Windows 24H2 und 25H2 mit den Linux-Distributionen Ubuntu 24.04 und 25.10 verglichen.

Über 41 Teiltests hinweg, darunter Anwendungen wie LuxCoreRender, Embree, Intel Open Image Denoise, OSPRay und IndigoBench, lag Windows insgesamt 15 % hinter Ubuntu zurück. Version 25H2 konnte gegenüber 24H2 keinen messbaren Leistungsvorteil erzielen und schnitt in Einzelfällen sogar schwächer ab.

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Auslieferung und Hardware-Untersuchungen

In einem Vertriebs- und Download-Angebot wird Windows 11 25H2 mit einem ursprünglichen Veröffentlichungsdatum vom 30. September 2025 geführt, wobei das entsprechende ISO-Abbild am 27. August 2026 aktualisiert wurde.

Jenes Paket enthält den Build 26200.9278 für verschiedene Ausgaben wie Home, Pro und Enterprise und umfasst Funktionen wie Recall, Click to Do sowie Überarbeitungen am Startmenü und den Passkeys. Dem Anbieter zufolge teilen sich 24H2 und 25H2 weitgehend dieselbe Codebasis, Neuerungen werden jedoch vorrangig für 25H2 freigeschaltet.

Zuletzt aufgekommene Berichte über Speicherprobleme wies Microsoft zurück: Ausfälle von SSDs stünden in keinem direkten Zusammenhang mit dem vorausgegangenen August-Update. Der Controller-Hersteller Phison konnte Fehler nach 4.500 Teststunden ebenfalls nicht bestätigen.

Zwar gelang es taiwanesischen Medien, Ausfälle auf Laufwerken mit den Phison-Controllern E16 und E26 nachzustellen; laut Phison betraf dieses Verhalten jedoch ausschließlich Laufwerke mit experimenteller Vorab-Firmware und keine im Handel erhältlichen Modelle mit finaler Firmware.