Windows 11 26H2: Bing-Suche lässt sich jetzt per Schalter abschalten

Microsoft verteilt neue Suchoptionen; ein Enterprise-Test meldete 18 Prozent weniger CPU-Last und eine 20-fach höhere Suchgeschwindigkeit.

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Die Verwaltung von Systemressourcen und die Effizienz der lokalen Suche stehen im Mittelpunkt aktueller technischer Anpassungen in Windows 11. Mit der Version 26H2 führt Microsoft erweiterte Kontrollmöglichkeiten ein, die es Anwendern ermöglichen, die tiefe Integration von Webelementen in die Desktop-Suche zu modifizieren.

Diese Entwicklung adressiert langjährige Anforderungen von IT-Administratoren und leistungsorientierten Nutzern, die eine klare Trennung zwischen lokalen Inhalten und Cloud-basierten Diensten bevorzugen.

Integration der Bing-Websuche wird optional

Ein zentrales Merkmal der Version 26H2 ist die Einführung eines dedizierten Schalters zur Deaktivierung der Bing-Websuche innerhalb der lokalen Suchmaske. In den Systemeinstellungen unter dem Pfad Datenschutz & Sicherheit sowie dem Unterpunkt Suche findet sich die Option zur Anzeige vorgeschlagener Suchergebnisse.

Berichten vom September 2026 zufolge stehen hier zwei separate Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung, mit denen sich sowohl Web-Suchergebnisse als auch Inhalte aus dem Microsoft Store ausblenden lassen.

Diese Funktion, die ursprünglich im Insider-Build 26300.8697 debütierte, wird im Rahmen des Patch-Tuesday-Updates im September 2026 schrittweise an die reguläre Nutzerschaft verteilt. Bisher war für eine vergleichbare Deaktivierung der Bing-Integration ein manueller Eingriff in die Registrierungsdatenbank oder die Konfiguration über Gruppenrichtlinien erforderlich.

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Microsoft gab dazu an, dass die Bing-Suche standardmäßig aktiviert bleibe, der neue Toggle jedoch eine offizielle Schnittstelle zur Individualisierung biete. Ein Nebeneffekt der Deaktivierung ist das Entfernen des Copilot-Eintrags aus dem Suchpanel, während die Einstellungen für den Suchverlauf hiervon unberührt bleiben.

Auswirkungen auf Systemressourcen und Prozessorlast

Die Optimierung der Suchfunktion hat unmittelbare Auswirkungen auf die Systemleistung. Analysen aus dem September 2026 zeigen, dass die herkömmliche Windows-Suche eine dauerhafte CPU-Last von 15 % bis 25 % verursachen kann, was insbesondere auf weniger leistungsstarker Hardware zu spürbaren Verzögerungen führt. Als Hauptursachen gelten die Erstindizierung, die Einbindung externer Laufwerke sowie beschädigte Indexdatenbanken.

In einem dokumentierten Enterprise-Szenario, bei dem die Suchoptimierung auf 200 Geräten implementiert wurde, sank die durchschnittliche CPU-Last um 18 %. Gleichzeitig wurde eine Steigerung der Suchgeschwindigkeit um das 20-Fache registriert, was zu einem Rückgang der Support-Tickets um 35 % führte.

Reviewer beobachteten nach dem Abschalten der Webintegration spürbare Geschwindigkeitsgewinne, wobei Microsoft zusätzlich einen Modus mit geringer Latenz (Low-Latency-Modus) anführt. Für eine dauerhafte Deaktivierung der Dienste in Unternehmen wird weiterhin der Weg über die Gruppenrichtlinien in den administrativen Vorlagen empfohlen.

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Optimierungen im Datei-Explorer und alternative Suchwerkzeuge

Neben der zentralen Suche erfährt auch der Datei-Explorer strukturelle Verbesserungen. Laut Berichten aus dem Frühjahr und Sommer 2026 wurde der Startprozess des Explorers optimiert, um ohne das bisherige „Preloading“ auszukommen. Dieses Verfahren beanspruchte zuvor dauerhaft Arbeitsspeicher im Bereich von bis zu über 100 MB sowie CPU-Zyklen.

Die Auslieferung dieser nativen Beschleunigung wurde für ein optionales Update im Juni 2026 geplant. Marcus Ash, verantwortlich für Windows & Devices Design und Research, kündigte bereits im Juli an, die Suchleistung und Relevanz im Bereich „Dieser PC“ signifikant zu steigern.

Für Anwender mit extrem hohen Datenmengen zeigen Vergleiche die Effizienz spezialisierter Drittanbieter-Lösungen auf. Während die integrierte Windows-Suche für die Indizierung von 200 GB Daten rund 40 Minuten benötigt und dabei etwa 150 MB RAM belegt, erledigen spezialisierte Werkzeuge wie „Everything“ dieselbe Aufgabe in circa 90 Sekunden bei einem Speicherbedarf von 30 MB.

Als integrierte Alternative testet Microsoft zudem die sogenannten PowerToys mit einer Command Palette, die über den Hotkey Win+Alt+Space aktiviert wird. Diese bietet unter anderem Teilwort-Treffer, Live-Werte für Systemressourcen pro Monitor und eine sofortige Dateisuche ohne Web-Vorschläge.