Windows 11 26H2: Cloud-Wiederherstellung testet sichere Datenlöschung

Windows 11 erhält neue Wiederherstellungsoptionen; zugleich treten bei Industrieprojekten Validierungsfehler auf und mehrere Supportfristen rücken näher.

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Microsoft integriert in kommenden Versionen von Windows 11 erweiterte Funktionen zur Systemsicherheit und Datenbereinigung. Während Anwender von neuen Cloud-Wiederherstellungsoptionen profitieren, stehen industrielle Nutzer vor technischen Herausforderungen bei der Validierung spezifischer Softwareprojekte unter neueren System-Builds. Parallel dazu konkretisieren sich die Zeitpläne für das Support-Ende mehrerer Betriebssystem-Editionen.

Cloud-Wiederherstellung und sichere Datenlöschung

In der Version 26H2 von Windows 11 erprobt Microsoft eine neue Funktion innerhalb der Cloud-Wiederherstellung. Diese ermöglicht eine experimentelle, sichere Datenlöschung, bei der Informationen mithilfe der Speicherhardware unwiederbringlich entfernt werden sollen.

Da dieser Vorgang nicht rückgängig gemacht werden kann, befindet sich die Funktion derzeit noch in einer Vorschauphase. Für fortgeschrittene Anwender wird in diesem Zusammenhang das Kommandozeilenwerkzeug DataSanitization.exe bereitgestellt.

Zusätzlich sollen zwei neue Updates die Cloud-Wiederherstellung dahingehend verbessern, dass eine Neuinstallation des Betriebssystems ohne physische Medien wie USB-Sticks möglich wird. Dabei besteht die Option, persönliche Dateien beizubehalten. Konkrete Kennungen für diese Updates wurden bislang nicht spezifiziert.

Validierungsfehler in der Industrieumgebung

Berichte weisen auf Komplikationen bei der Nutzung der Industriesoftware Connected Components Workbench (CCW) hin. Die Versionen 20.x bis 23.x können Projekte für PanelView 800 unter Windows 11 24H2 (Build 26100.x) nicht validieren. Bei diesem Vorgang trete der Fehlercode 0x80020101 auf, was auf eine Abhängigkeit von der veralteten Legacy-JScript-Engine zurückzuführen sei.

Betroffen ist die PanelView-800-Firmware in den Versionen 5.x bis 12.x, wobei die Firmware selbst nicht als Ursache gilt. Systeme mit Windows 11 23H2 oder Windows 10 gelten als nicht betroffen. Als Workaround wird empfohlen, den Registry-Wert JscriptReplacement im Pfad HKCU auf 0 zu setzen und die Software anschließend neu zu starten.

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Auslaufender Support für Windows 11 24H2 und Server 2022

Microsoft bereitet das Ende des regulären Supports für mehrere Produkte vor. Am 13. Oktober 2026 endet die Bereitstellung monatlicher Sicherheitsupdates für Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro.

Nicht von IT-Administratoren verwaltete Geräte sollen in diesem Zuge automatisch auf die Version 25H2 aktualisiert werden, wobei Nutzer den Zeitpunkt des Neustarts beeinflussen können. Die Editionen Enterprise und Education von 24H2 verbleiben hingegen bis Oktober 2027 im Mainstream-Support.

Ebenfalls am 13. Oktober 2026 erreicht der Mainstream-Support für Windows Server 2022 sowie das Support-Ende für Windows 10 Enterprise LTSB 2016 sein Datum. Während der erweiterte Support für den Windows Server bis zum 14. Oktober 2031 läuft, wurde der Zeitraum für kostenpflichtige Windows-10-Sicherheitsupdates (ESU) für Privatanwender bis Oktober 2027 verlängert.

Systemsicherheit und Leistungsoptimierung

Zur Erhöhung der Sicherheit kann die Funktion Smart App Control (SAC) eingesetzt werden, um nicht vertrauenswürdige Anwendungen zu blockieren. Entwicklern wird empfohlen, ihre Applikationen über Signaturen oder eine Aufnahme in den Microsoft-App-Katalog zu validieren.

Unbestätigte Berichte aus China erwähnen eine temporäre Freigabezeit von 300 Sekunden für solche Anwendungen, während eine Katalogprüfung mehrere Arbeitstage in Anspruch nehmen könne.

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Für die Systemleistung spielt der Dienst SysMain eine zentrale Rolle. Der Dienst, der vor dem Windows-10-Update 1809 als Superfetch bekannt war, lädt häufig genutzte App-Daten vorab in den Arbeitsspeicher. Microsoft rät dazu, diesen Dienst aktiviert zu lassen, um Programmstarts zu beschleunigen, auch wenn die Hintergrundaktivität auf älteren Systemen mit mechanischen Festplatten auffallen könne.

Weitere Optimierungsmöglichkeiten bestehen in der Anpassung der Zwischenablage, die bis zu 25 zuletzt kopierte Elemente sichern kann. Zudem lassen sich durch die Konfiguration „Aktive Stunden“ automatische Neustarts während der Nutzungszeit verhindern. Bei der Wahl des Energieprofils „Beste Leistung“ wird jedoch auf einen potenziell höheren Energieverbrauch hingewiesen.