Microsoft hält für Windows 11 an einem jährlichen Haupt-Update-Zyklus fest, der sich maßgeblich an den Rückmeldungen der Anwender orientieren soll. Gleichzeitig geraten zentrale Oberflächenelemente des Betriebssystems jedoch erneut in die Diskussion.
Ausgerechnet der frühere Windows-Chef Mikhail Parakhin, der den Konzern 2024 verließ und heute als Chief Technology Officer bei Shopify tätig ist, übte deutliche Kritik an den bestehenden und neu geplanten Funktionen der Taskleiste.
Nach der Installation des anstehenden Updates 26H2 bemängelte Parakhin das Verhalten der Taskleiste. Er erklärte, dass das automatische Ausblenden nicht funktioniere und sich die Größe der Leiste nicht wie vorgesehen anpassen lasse. Zudem stufte er das Element in diesem Zustand als noch nicht nutzbar ein.
Technische Hürden bei der Taskleisten-Positionierung
Derzeit ist die Funktion zum automatischen Ausblenden technisch darauf beschränkt, dass sich die Taskleiste am unteren Bildschirmrand befindet. Bei einer vertikalen Anordnung bewirkt die Größenoption lediglich eine Verkleinerung der Programmsymbole, nicht jedoch der Leiste selbst.
Microsoft begründete die bestehenden Einschränkungen am 21. Oktober 2026 damit, dass ein Wechsel der Position nur von einem sehr kleinen Teil der Nutzerschaft verwendet werde und eine grundlegende Neuentwicklung zu aufwendig sei.
Für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms steht die freie Positionierung der Taskleiste im sogenannten Experimental-Kanal bereits seit Mai 2025 zur Verfügung. Seit September 2026 erfolgt eine schrittweise Ausspielung für die Versionen Windows 11 24H2 und 25H2. Eine direkte Verschiebung per Ziehen und Ablegen, wie sie aus Windows 10 bekannt war, fehlt allerdings weiterhin.
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In einer aktuellen Testversion entdeckten Beobachter ein noch unfertiges und von Microsoft bisher unangekündigtes Kontextmenü, das Optionen für die Positionierung an allen vier Bildschirmrändern bereithält.
Der Fehler bezüglich des fehlenden automatischen Ausblendens an den Seiten oder der Oberkante blieb jedoch auch am 21. Oktober 2026 ungepatcht. Berichten zufolge prüft Microsoft derzeit zudem Optionen für getrennte Platzierungen pro Monitor.
Arbeiten am Design und Überlegungen zur Windows-Taste
Neben der Taskleiste steht auch die Konsistenz der Bedienoberfläche im Fokus. Diego Baca, Vizepräsident für Design bei Microsoft, räumte auf der Plattform X ein, dass das Betriebssystem seit seinem Start im Jahr 2021 unter einem uneinheitlichen Design leide.
Das Schaffen einheitlicher Modulstrukturen sei Gegenstand einer laufenden Arbeitsphase, bei der das Unternehmen auch künstliche Intelligenz einsetze, um visuelle Mängel schneller zu beseitigen.
Parallel dazu untersucht das Unternehmen Anpassungen bei der Tastatursteuerung. Tali Roth, Leiterin für Shell-Erfahrungen bei Windows, erklärte mit Blick auf die Nutzergewohnheiten, man prüfe das künftige Verhalten der Windows-Taste.
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Hintergrund ist eine unabhängig vom Startmenü neu entwickelte Suchoberfläche, die unter anderem das Abschalten von Bing-Suchergebnissen sowie Schnellaktionen wie das Umschalten von Bluetooth oder den Versand von E-Mails ermöglichen soll. Vorerst öffnet das Startmenü jedoch weiterhin die bekannte Suchmaske; eine entsprechende Umstellung wird für 2027 erwartet.
Update-Fahrplan und Support-Zeiträume
Für die technische Basis künftiger Aktualisierungen setzt Microsoft auf Kontinuität. Die Versionen Windows 11 25H2 und 26H2 teilen sich denselben Systemkern und identische Systemdateien.
Für Endverbraucher in den Editionen Home und Pro gilt ein Support-Zeitraum von 24 Monaten, während Enterprise- und Education-Varianten 36 Monate lang unterstützt werden.
Das Supportende für die Version 25H2 ist für den 12. Oktober 2027 bei Privatkunden sowie für den 10. Oktober 2028 im Unternehmensbereich angesetzt. Für 26H2 enden die Sicherheitsaktualisierungen am 10. Oktober 2028 beziehungsweise am 9. Oktober 2029. Microsoft hatte die kontrollierte Bereitstellung von 26H2 am 29. September 2026 angekündigt.
Das Paket umfasst neben neuen Menü-Kategorien und veränderbaren Größen auch Taskleisten-Optionen, während tiefere Sicherheitsfunktionen wie Sysmon und der Administratorkontenschutz standardmäßig deaktiviert bleiben.
Mehr zum Thema bei Golem.de: „Microsoft: Verstecktes Menü verschiebt Taskleiste in Windows 11“

