Windows 11 26H2: Low-Latency-Modus beschleunigt Starts um 40%

Microsoft bestätigt Windows 11 Version 26H2 mit schnellerem Startmodus und mehr Taskleisten-Freiheit. Support-Ende für 24H2 naht.

Der nächste große Sprung für Windows 11 steht fest: Version 26H2 ist offiziell in der Entwicklung. Microsoft hat erste Test-Builds auf die neue Version umgestellt und liefert damit einen Ausblick auf das, was Nutzer im Herbst erwartet.

Redmond – Der Windows-Entwicklungszyklus läuft auf Hochtouren. Mit Build 26300.8697 hat Microsoft die experimentellen Vorschau-Builds von Version 25H2 auf 26H2 umgestellt. Das bestätigt: Der Konzern arbeitet bereits am großen Feature-Update für 2026, das pünktlich zum Auslaufen des Supports für ältere Versionen erscheinen soll.

Technische Basis: Bewährtes Fundament, schlankes Update

Die neue Version 26H2 setzt auf die bekannte „Germanium“-Plattform, die bereits bei den Vorgängern 24H2 und 25H2 zum Einsatz kommt. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Weil Kernsystem und Dateistruktur identisch sind, liefert Microsoft das Update als kompaktes Enablement-Paket von rund 200 Kilobyte aus. Die Installation soll nur einen Neustart und etwa zwei Minuten dauern – vorausgesetzt, Nutzer sind bereits auf einer kompatiblen Version.

Die Hardware-Anforderungen bleiben unverändert: Mindestens 4 GB RAM, 64 GB Speicher und ein 1 GHz Dual-Core-Prozessor mit 64 Bit sind weiterhin Pflicht. Neben klassischen x86-64-PCs wurden auch optionale Updates für Geräte mit Snapdragon X2-Chips gesichtet.

Neue Funktionen: Taskleisten-Freiheit und Tempo-Boost

Die Insider-Builds verraten bereits, welche Neuerungen auf die Nutzer zukommen. Besonders hervorzuheben:

Taskleisten-Anpassung: Eine neue Einstellung erlaubt es, zwischen Standard- und kleiner Taskleistengröße zu wechseln. Ein lang geforderter Wunsch vieler Nutzer.

Barrierefreiheit: Microsoft führt eine Bildschirmtönung ein und erweitert die Zoom-Voreinstellungen der Bildschirmlupe – künftig sind Stufen von 5 bis 400 Prozent möglich.

Leistungssprung: Ein neuer Low-Latency-Modus soll Programmstarts um bis zu 40 Prozent beschleunigen. Der Modus wird zudem in den Task-Manager integriert, sodass Nutzer die Latenz im Blick behalten können.

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Überarbeitete Einstellungen: Die Seiten für Datenschutz & Sicherheit sowie Mobile Geräte wurden neu gestaltet. Auch das Design der Akzentfarben und die Audio-Profile für den Dunkelmodus wurden verfeinert.

Multimedia-Wechsel: Der integrierte GIF-Anbieter wechselt zu GIPHY. Der bisherige „XBOX-Modus“ wurde umbenannt.

Mehr Kontrolle: KI-Komponenten und Suche abschaltbar

Ein interessanter Zug für datenschutzbewusste Nutzer: Version 26H2 erlaubt erstmals die Deinstallation bestimmter KI-Komponenten. Zudem lässt sich die Web-Suche und die Anzeige von Microsoft-Store-Ergebnissen in der Windows-Suche abschalten. Ein Schritt, der auf die wachsende Kritik an der zunehmenden KI-Integration reagieren dürfte.

Lebenszyklus: Countdown für Version 24H2

Die Ankündigung kommt nicht zufällig. Microsoft erinnert daran, dass der Support für Windows 11 Version 24H2 (Home und Pro) am 13. Oktober 2026 endet. Danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Für Unternehmen läuft der Support noch bis zum 12. Oktober 2027.

Nutzer der Version 24H2 haben zwei Optionen: Sie können auf Version 25H2 upgraden, die bis Oktober 2027 unterstützt wird, oder direkt auf 26H2 warten. Wer auf die neue Version setzt, erhält Support für Home und Pro voraussichtlich bis Oktober 2028.

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Ausblick: Herbst 2026 als Ziel

Die finalen Builds für das 2026-Update werden für den Herbst erwartet, vermutlich im Oktober – pünktlich zum Auslaufen des 24H2-Supports. Aktuelle experimentelle Builds wie 29617 und 28120.2374 testen die neuen Funktionen bereits unter Volllast. Bis zur breiten Veröffentlichung dürften also noch einige Feinjustierungen folgen.