Windows 11 26H2: Microsoft aktiviert Einstellungs-Backup standardmäßig

Das Update sichert Windows-Konfigurationen standardmäßig auf geeigneten Unternehmensgeräten; persönliche Dateien bleiben davon unberührt.

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Am 29. September 2026 hat Microsoft mit der Veröffentlichung von Windows 11 26H2 eine grundlegende Umstellung für Unternehmensrechner vorgenommen. Das System aktiviert die Sicherung von Windows-Einstellungen nun standardmäßig auf berechtigten Arbeitsgeräten, die an Microsoft Entra oder hybrid angebunden sind.

Voraussetzung für diese automatische Aktivierung ist, dass Systemadministratoren zuvor keine explizite Backup-Richtlinie für die betroffenen Systeme hinterlegt haben.

Die Neuerung markiert einen Wechsel von einem reinen Anmeldeverfahren zu einer voreingestellten Ausfallsicherheitsfunktion, wie Microsoft bereits im Juli ankündigte.

Strikte Voraussetzungen und regionale Ausnahmen

Die standardmäßige Aktivierung der Sicherungsfunktion greift nach Herstellerangaben nicht universell, sondern ist an vier konkrete Bedingungen gekoppelt. Neben der installierten Betriebssystemversion Windows 11 26H2 und der entsprechenden Entra- oder Hybrid-Einbindung greift der Standard nur, wenn Administratoren die Richtlinie bislang unkonfiguriert ließen.

Zudem greift der Automatismus nicht für Geräte in Regionen, die dem Digital Markets Act der Europäischen Union unterliegen, sowie auf Systemen in souveränen oder eingeschränkten Cloud-Umgebungen und in China.

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Für Organisationen außerhalb dieser Ausnahmeregelungen laufen die automatischen Datensicherungen künftig etwa alle acht Tage im Hintergrund ab. Früher wurde das Werkzeug unter der Bezeichnung Windows Backup for Organizations geführt, das Microsoft ursprünglich im August 2025 eingeführt hatte.

Umfang der Datensicherung und Kontrolloptionen

Die integrierte Sicherungsfunktion erstellt kein vollständiges Abbild des Systems und dient nicht als Dateibackup. Sie erfasst ausschließlich Windows-Einstellungen, individuelle Präferenzen sowie die Anwendungsliste aus dem Microsoft Store.

Persönliche Benutzerdateien oder klassische Win32-Programme verbleiben außerhalb dieses Mechanismus. Microsoft macht zudem keine Angaben zum genauen Speicherort sowie zur Aufbewahrungsdauer der gesicherten Daten.

Die Wiederherstellung der gesicherten Konfigurationen bleibt weiterhin standardmäßig deaktiviert und erfordert zwingend eine separate Freigabe durch die IT-Administration. Administratoren behalten die volle Kontrolle über Gruppenrichtlinien, Mobile-Device-Management oder Microsoft Intune.

Bestehende Richtlinien zur gezielten Aktivierung oder Deaktivierung werden vom System nicht überschrieben. In Intune lässt sich die Funktion über den Pfad für administrative Vorlagen unter Windows-Komponenten und Einstellungs-Synchronisierung steuern.

Rollout und weitere Systemanpassungen

Windows 11 26H2 ist als allgemeines Update verfügbar und wird phasenweise verteilt. Da es dieselbe Plattform wie die Vorgängerversionen 24H2 und 25H2 nutzt, erfolgt die Bereitstellung für kompatible Rechner über ein kompaktes Aktivierungspaket mit einer Dateigröße von rund 174 Kilobyte, das lediglich einen Neustart erfordert.

Voraussetzung hierfür ist das Update KB5124010 vom 22. September 2026. Geräte, die auf der Version 26H1 laufen, können das Update aufgrund abweichender Plattformstände derzeit nicht direkt installieren.

Ab dem 29. September 2026 erhalten die Editionen Home und Pro 24 Monate lang Sicherheits- und Feature-Updates, während kommerzielle Editionen wie Enterprise und Education für 36 Monate unterstützt werden. Für die Version 24H2 endet der Support in den Editionen Home und Pro am 13. Oktober 2026.

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Sicherheitsseitig entzieht das System quersignierten Treibern nach einer 100-stündigen Audit-Phase und drei Systemneustarts künftig das standardmäßige Vertrauen. Das Update bringt zudem visuelle Überarbeitungen für Komponenten wie den Datei-Explorer, die automatische Wiedergabe und das Startmenü.

Die Taskleiste lässt sich wieder wahlweise oben, links oder rechts positionieren und um kompakte Symbole ergänzen. Zudem wurden systemspezifische Datenschutzsteuerungen für Kameras, Mikrofone und Standorte integriert sowie Optimierungen für Rechner mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher vorgenommen.

Am 3. Oktober 2026 listete das herstellereigene Dashboard bereits Behebungen für Probleme mit USB-Audio-Geräten, Credential-Guard-Umgebungen und virtuellen Desktops.