Microsoft plant für das kommende Update auf Windows 11 26H2 eine signifikante Änderung der systeminternen Datensicherung. Wie Ende August bekannt wurde, soll die Funktion „Point-in-Time Restore“ künftig standardmäßig aktiviert sein. Diese Neuerung zielt darauf ab, die Ausfallsicherheit des Betriebssystems durch automatisierte Schnappschüsse zu erhöhen, stellt jedoch gleichzeitig spezifische Anforderungen an die Hardwarekapazitäten der Anwender.
Technische Voraussetzungen und Funktionsweise der Snapshot-Sicherung
Die neue Wiederherstellungsfunktion basiert auf dem Volume Shadow Copy Service (VSS). Das System erstellt dabei in regelmäßigen Abständen Snapshots, die es ermöglichen, das Betriebssystem auf einen früheren Zustand zurückzusetzen. Diese Sicherungspunkte werden für einen Zeitraum von bis zu 72 Stunden vorgehalten.
Für die Nutzung dieser standardmäßig aktiven Funktion gelten bestimmte Systemvoraussetzungen. Das Systemlaufwerk muss eine Mindestgröße von 200 GB aufweisen, da der Dienst für die Speicherung der Snapshots bis zu 50 GB Speicherplatz beansprucht. Nutzer behalten jedoch die Kontrolle über das Feature: In den Systemeinstellungen unter dem Punkt Wiederherstellung lässt sich die Funktion bei Bedarf manuell konfigurieren oder deaktivieren.
Release-Zyklus und verlängerter Support für Unternehmen
Das Update auf die Version 26H2 wird als sogenanntes Enablement-Paket bereitgestellt. Dies bedeutet, dass die Funktionen bereits in vorangegangenen Builds (wie 24H2 oder 25H2) angelegt sind und durch das Update lediglich freigeschaltet werden. In der aktuellen Release Preview wird die Version unter der Build-Nummer 26300 geführt.
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Ein wesentlicher Aspekt der Version 26H2 ist die Verlängerung des Support-Lebenszyklus. Microsoft sieht für dieses Release eine Unterstützung bis zum Jahr 2028 vor. Damit dient das Update primär der langfristigen Stabilität des Betriebssystems.
Der offizielle Rollout für die breite Nutzerschaft wird für Ende September oder Anfang Oktober 2026 erwartet. Derzeit befinden sich zudem die entsprechenden ISO-Dateien sowie das Media Creation Tool in der Testphase, um eine saubere Neuinstallation zu ermöglichen.
Weitere Anpassungen an Benutzeroberfläche und Sicherheit
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Neben der Wiederherstellungsfunktion umfasst das Update 26H2 weitere funktionale Erweiterungen. So ist die Anwendung „Windows Backup“ künftig standardmäßig aktiviert, um die Cloud-basierte Sicherung von Nutzerdaten zu forcieren. Der Datei-Explorer erhält Leistungsverbesserungen und die Taskleiste wird um neue App-Aktionen erweitert, wobei letztere primär für Nutzer von Microsoft 365 Enterprise zur Verfügung stehen sollen.
Im Rahmen begleitender Vorschau-Updates (KB5120998) testet Microsoft zudem weitreichende Anpassungen der Benutzeroberfläche. Dazu gehören eine frei wählbare Position der Taskleiste sowie Optionen für eine verkleinerte Darstellung der Leiste und Anpassungen der Startmenü-Größe.
Im Sicherheitsbereich wird die sogenannte „Administrator Protection“ eingeführt und der Verschlüsselungsstandard TLS um ML-KEM ergänzt. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Konsolidierung des Systems voran: Das Kommandozeilen-Tool WMIC soll ab August 2026 schrittweise aus dem Betriebssystem entfernt werden.

