Kompatible Computer mit Windows 10 können ab sofort ohne Zwischenschritte auf Windows 11 Version 26H2 aktualisiert werden. Wie Microsoft am 28. Oktober 2026 bestätigte, entfällt für berechtigte Systeme die Notwendigkeit, zuvor eine ältere Ausgabe von Windows 11 aufzuspielen. Der Wechsel lässt sich direkt über den regulären Update-Pfad in den Systemeinstellungen anstoßen.
Hardware-Anforderungen und Bereitstellung für Windows 10
Für den direkten Versionssprung setzt Microsoft die bekannten Mindestanforderungen von Windows 11 voraus. Neben einem freigegebenen Prozessor verlangt das System mindestens 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Speicherplatz sowie TPM 2.0, UEFI und Secure Boot. Nutzer können die Kompatibilität ihres Computers über die PC-Integritätsprüfung oder den Windows 11 Installationsassistenten ermitteln.
Der reguläre Support für Windows 10 endete bereits am 14. Oktober 2025, seither stellt das Unternehmen Sicherheitsaktualisierungen ausschließlich über den erweiterten Support bereit. Nun steht das Versions-Upgrade auch für Geräte in dieser Support-Phase bereit.
Während für bereits bestehende Installationen von Windows 11 24H2 und 25H2 ein 174 KB kleines Enablement-Paket (KB5121794) bereitsteht, das den Build-Wechsel auf 26300 mit einem einzigen Neustart in unter fünf Minuten abschließt, gilt dieses Verfahren nicht für Windows 10. Für eine vollständige Neuinstallation stellt Microsoft das ISO-Abbild KB5127648 über das Media Creation Tool bereit.
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Gestaffelter Rollout und Leistungsverbesserungen
Der Rollout von Windows 11 26H2 begann phasenweise am 29. September 2026, zunächst für Geräte mit den Versionen 24H2 and 25H2, auf denen die Option für den vorzeitigen Erhalt neuester Updates aktiviert war.
Seit dem 28. Oktober 2026 ist das Update allgemein für alle berechtigten Systeme freigegeben. Da die Verteilung gestaffelt erfolgt, kann sich die Anzeige auf einzelnen Geräten verzögern. Über die Update-Einstellungen lässt sich der Vorgang bei Bedarf um bis zu 35 Tage pausieren.
Die Version 26H2 bündelt die Neuerungen aus 24H2 sowie 25H2 und wird über Servicing-Technologie eingespielt. Microsoft stellt durch die Aktualisierung unter anderem einen verringerten Speicherverbrauch sowie eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit des Gesamtsystems in Aussicht.
Cloud-basierte Neuinstallation bei Systemproblemen
Zeitgleich mit der breiteren Verfügbarkeit hat Microsoft am 28. Oktober 2026 das optionale Vorschau-Update KB5127936 für die Windows-11-Versionen 25H2 und 26H2 (Builds 26200.9818 und 26300.9818) veröffentlicht.
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Darin ist eine neue Funktion zur Systemwiederherstellung aus der Cloud enthalten, die auf der Ignite im November 2025 angekündigt und seit Juli im Insider-Programm getestet wurde. Die Version 26H1 erhielt am selben Tag das separate Update KB5127653 ohne dieses Werkzeug.
Die neue Funktion ermöglicht es, Windows 11 über ein frisches Systemabbild und Treiber direkt aus Windows Update neu aufzusetzen. Das Verfahren greift auch dann, wenn das Betriebssystem nicht mehr startet, vorausgesetzt, die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) ist funktionsfähig.
Anders als beim bisherigen Zurücksetzen lädt das System auch Gerätetreiber neu herunter; ein Ordner für alte Windows-Dateien wird nicht angelegt. Da das Systemlaufwerk formatiert wird, gehen lokale Dateien, Programme und Einstellungen verloren, sofern sie nicht mit Microsoft OneDrive abgeglichen sind.
Für die Wiederherstellung sind neben einer intakten WinRE und aktivem TPM im UEFI eine Netzwerkverbindung sowie ein kompatibler Netzwerktreiber des Herstellers über Windows Update erforderlich; fehlt dieser, bricht der Vorgang mit dem Fehlercode 0xc1900224 ab. In Unternehmensumgebungen können Systemadministratoren die Neuinstallation auch per Fernzugriff über Intune steuern.
Mehr zum Thema bei Neowin: „Microsoft confirms supported Windows 10 PCs can now directly update to Windows 11 26H2“

