Windows 11 26H2: Rufus-Installation senkt Leerlaufbedarf auf 2,5 GB RAM

Ein Rufus-Nutzer maß 2,5 GB Speicherverbrauch im Leerlauf; Vergleichstests zeigen jedoch stark abweichende Werte.

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Eine angepasste Installation des Betriebssystems Windows 11 Version 26H2 kann den Speicherbedarf im Leerlauf drastisch senken. Wie der Nutzer @soyaakinohara6 am 6. Oktober 2026 auf der Plattform X dokumentierte, benötigte das System nach einer Einrichtung über das Werkzeug Rufus 4.15 mit der Funktion zur Verbesserung der Nutzererfahrung lediglich rund 2,5 GB RAM.

Getestet wurde dies auf einem Desktop-Rechner mit einem AMD Ryzen 5 3500 auf Zen-2-Basis und 16 GB Arbeitsspeicher in einer Konfiguration von zwei 8-GB-Modulen des Typs DDR4-2133. Rund 2,1 GB verblieben dabei im Cache.

Der gemessene Wert von 2,5 GB entspricht im Ruhezustand einer Auslastung von 16 Prozent des gesamten Arbeitsspeichers. Allerdings lieferte der Nutzer keine Vergleichswerte vor der Bereinigung und machte keine detaillierten Angaben dazu, welche vorinstallierten Anwendungen während des Prozesses entfernt wurden.

Das Hilfsprogramm Rufus bietet standardmäßig die Möglichkeit, bestimmte Komponenten direkt aus dem Windows-Installationsabbild zu löschen und zugleich offizielle Hardwareanforderungen wie TPM 2.0 oder Secure Boot zu umgehen.

Uneinheitliche Messergebnisse und Microsofts Anpassungen

Bereits Ende Juli 2026 bestätigte Microsoft allgemeine Optimierungen an der Speicherverwaltung, die vor allem Systemen mit 8 GB RAM oder mehr zugutekommen sollen. Die offizielle Mindestanforderung des Konzerns verbleibt derweil unverändert bei 4 GB.

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Zugleich führt Microsoft die Reduzierung des Arbeitsspeichers nicht explizit als Neuerung von Windows 11 26H2 auf. Bei dieser Version handelt es sich wie bei 24H2 und 25H2 um ein Aktivierungspaket, das zuvor bereits über Systemaktualisierungen eingespielte Funktionen freischaltet.

Messungen verschiedener Tester zeichnen ein differenziertes Bild des tatsächlichen Speicherbedarfs. Ein Test von Windows-Latest auf einem drei Jahre alten Notebook mit 16 GB Arbeitsspeicher und Windows 11 26H2 ergab einen Verbrauch von 7,0 GB beziehungsweise 45 Prozent, während 4 GB im Cache lagen und 8,8 GB frei blieben; zuvor hatte der Bedarf teils über 10 GB betragen.

Weitere Nutzerberichte zeigen auf einem System mit 48 GB RAM eine Einsparung von etwa 2 GB beim Systemstart, während der Wert auf einem Rechner mit 32 GB RAM von 9,1 auf 7,5 GB sank. Auf einem PC mit lediglich 8 GB RAM verharrte die Auslastung dagegen unverändert bei 96 Prozent.

Einordnung der Messwerte

Branchenberichte weisen darauf hin, dass die Beobachtung des X-Nutzers auf einem Einzelfall ohne standardisierten Benchmark basiert. Bislang fehlt eine direkte Vergleichsmessung mit einem unveränderten Microsoft-Installationsmedium auf derselben Hardware.

Auch Angaben zur Reproduzierbarkeit, zum Einfluss installierter Gerätetreiber oder zum Verhalten unter realer Arbeitslast liegen nicht vor. Inwiefern die Ersparnis auf die Bereinigung durch Rufus oder auf Microsofts interne Anpassungen zurückzuführen ist, bleibt daher unklar. Zudem variieren die Werte stark je nach deaktivierten Hintergrundprozessen und Treibern.

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Für alternative Installationswege existieren ebenfalls Hilfsmittel: So kann das Werkzeug Ventoy die Hardwarevorgaben für Windows 11 26H2 umgehen, hebelt Vorgaben zu Netzwerkanbindung und Microsoft-Konten jedoch unter Umständen nicht aus. Neben reduziertem Speicherbedarf verweisen erste Nutzerberichte zudem auf eine verbesserte Reaktivität des Systems.

Eine Funktion namens Low Latency Profile hebt die Prozessorfrequenz bei Aktionen wie dem Öffnen des Startmenüs, der Suche, dem Info-Center oder App-Starts für eine bis mehrere Sekunden an, bevor der Prozessor wieder in den Ruhezustand zurückkehrt.

Mehr zum Thema bei Neowin: „Windows 11 26H2 reportedly uses shockingly low RAM with a Rufus installation trick“