Windows 11 26H2: Schlankes Update in unter fünf Minuten

Microsoft veröffentlicht Windows-11-Update als kleines Paket, bringt neue Surface-Modelle mit KI-Chips und sieht sich einer Sammelklage gegenüber.

Der Software-Riese setzt auf schlanke Updates und treibt seine KI-Offensive mit neuer Hardware voran – doch Aktionäre klagen.

Windows 11 26H2 kommt als „Enablement Package“ – ein schlankes Update, das bereits vorhandene Funktionen aktiviert. Am 19. Juni veröffentlichte technische Details zeigen: Die Aktualisierung ist weniger als 200 Megabyte groß, lässt sich in unter fünf Minuten installieren und benötigt nur einen einzigen Neustart.

Anzeige

Windows 11 macht Probleme? Diese 5 Fehler können Sie ab sofort selbst beheben. Ein kostenloser Report zeigt Ihnen, wie Sie Update-Fehler und andere System-Hürden ganz ohne IT-Techniker lösen. Kostenlosen Erste-Hilfe-Report herunterladen

Die neue Version teilt sich einen Wartungszweig mit dem bestehenden 25H2-Update. Beide erhalten künftig identische kumulative Updates. Neue Hardware-Anforderungen gibt es nicht – die Voraussetzungen bleiben identisch zu früheren Windows-11-Versionen. Der Support läuft für Home- und Pro-Editionen 24 Monate, Enterprise- und Education-Kunden erhalten 36 Monate.

Neue Surface-Geräte mit KI-Power

Bereits am 16. Juni kamen die Surface Pro 12 und Surface Laptop 8 auf den Markt. Angetrieben von der Snapdragon-X2-Plattform, bieten sie NPUs mit bis zu 80 Billionen Operationen pro Sekunde – ein deutlicher Sprung für lokale KI-Aufgaben.

Der Surface Laptop 8 startet bei 1.599 Euro für das 13,8-Zoll-Modell und soll bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit erreichen. Das Surface Pro 12 beginnt bei 1.499 Euro und bietet optional ein 120-Hertz-OLED-Display. Enterprise-Versionen beider Geräte werden für Mitte Juli erwartet. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Rund 30 Prozent der Geschäfts-PCs laufen noch auf Windows 10 – dessen Support endet im Oktober 2025.

Einheitliche KI-Standards für x86-Prozessoren

Um die Fragmentierung im KI-PC-Markt zu beenden, hat Microsoft mit AMD und Intel die x86 AI Compute Extensions (ACE) entwickelt. Diese Spezifikation vereinheitlicht Matrix-Multiplikation und reduzierte Präzisionsformate über alle x86-Prozessoren hinweg. Das nächste große Windows-Update mit dem Codenamen „Hudson Valley“ soll ACE-kompatible Treiber enthalten.

Anzeige

Während Microsoft neue KI-Standards einführt, zögern viele Nutzer beim Wechsel auf Windows 11. Dieser kostenlose Expertenreport zeigt, wie Ihnen der Umstieg auf das moderne Betriebssystem ohne Risiko und Datenverlust gelingt. Jetzt Windows 11 Starterpaket gratis sichern

Auch Nvidia mischt mit: Der RTX Spark „Superchip“ kombiniert einen 20-Kern-Grace-Arm-Prozessor mit Blackwell-Grafik und erreicht bis zu einem Petaflop KI-Leistung. Microsoft plant gemeinsam mit Dell und Lenovo Systeme auf dieser Basis für Ende 2026.

Milliarden-Investitionen und Aktionärsklage

Die Zahlen sind beeindruckend: Microsofts jährliche KI-Umsatzrate liegt bei 37 Milliarden Euro – ein Wachstum von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um 21 Prozent gefallen. Am 19. Juni reichten Aktionäre eine Sammelklage ein. Sie werfen dem Konzern vor, Milliarden in Copilot und Cloud-Infrastruktur gesteckt zu haben – auf Kosten der Anleger.

Intern gibt es zudem Anerkennung der Konkurrenz: Microsofts KI-Führung räumte ein, dass Anthropic bei Code- und Unternehmenssoftware-Modellen die Nase vorn hat. Als Reaktion arbeitet der Konzern an einem neuen Reasoning-Modell, das mit Anthropics neuesten Angeboten konkurrieren soll.

CEO Satya Nadella warnte am 14. Juni öffentlich vor einer politischen Gegenreaktion auf die Konzentration von KI-Macht. Er plädierte für „verteilte KI“ und Multi-Modell-Orchestrierung – ein Signal, dass Microsoft seine langfristige Marktstrategie überdenkt.