Windows 11 26H2: Taskleiste oben, Privatsphäre-Dashboard ab Oktober

Neue Software bringt Widgets in die Taskleiste und erweitert Anpassungsoptionen, während Microsoft das große 26H2-Update für Oktober plant.

Drittanbieter-Software hebt die Windows-11-Oberfläche auf ein neues Niveau – noch vor dem großen Herbst-Update von Microsoft.

Seit Ende Juni 2025 drängen mehrere neue Programme auf den Markt, die langjährige Einschränkungen der Windows-11-Benutzeroberfläche beheben. Sie bieten Funktionen, die Microsoft selbst erst für die zweite Jahreshälfte angekündigt hat. Das Timing ist kein Zufall: Viele Nutzer warten ungeduldig auf mehr Flexibilität.

Widgets direkt in der Taskleiste – und mehr

Eine neue, kostenlose Anwendung, die am 25. Juni veröffentlicht wurde, ermöglicht es, Widgets direkt in die Windows-11-Taskleiste zu integrieren. Damit übertrifft das Tool die aktuellen Standardoptionen von Microsoft deutlich. Nur einen Tag zuvor erhielt Win11Debloat ein Update – ein PowerShell-Skript, das vorinstallierte Apps entfernt, Telemetrie deaktiviert und erweiterte Anpassungen der Taskleiste erlaubt.

Auch das Open-Source-Tool Winslop sorgt für Aufsehen. Es entfernt unter anderem Microsoft Copilot und andere System-Bloatware. Diese Anwendungen richten sich an Nutzer, die eine schlankere Oberfläche und mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre wünschen. Parallel dazu launchte Speechify diese Woche eine native Windows-App, die systemweit KI-gestützte Sprach-zu-Text-Funktionen mit mehreren modernen Modellen einführt.

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Microsofts Antwort: Das große Herbst-Update

Während Drittanbieter die Lücken füllen, bereitet Microsoft sein eigenes Update vor. Das Windows 11 26H2-Update – auch als Windows K2 bekannt – soll im Oktober 2025 erscheinen. Es wird als kleines Aktivierungspaket von weniger als 500 Kilobyte ausgeliefert, was eine extrem schnelle Installation ermöglicht.

Die offizielle Aktualisierung verspricht die Rückkehr mehrerer gefragter Funktionen: die Taskleiste wieder oben oder seitlich am Bildschirm zu platzieren, einen kleineren Taskleisten-Modus, eine größenveränderbare Startseite mit Ordner-Unterstützung und ein neues Privatsphäre-Dashboard. Dieses Dashboard soll eine granulare Kontrolle über Telemetrie bieten und die Option, Kontonamen aus dem Startmenü auszublenden. Für Hardware mit Snapdragon X2-Chips bleibt vorerst ein separater 26H1-Zweig in Gebrauch.

Leistungs- und Wiederherstellungsverbesserungen

Parallel zu den Oberflächenänderungen führte Microsoft mit dem Update KB5095093 die Point-in-Time-Wiederherstellung ein. Dieses Tool erstellt alle 24 Stunden vollständige System-Snapshots von Betriebssystem, Anwendungen und persönlichen Dateien und bewahrt sie für 72 Stunden auf. Das gleiche Update enthält eine Kalenderfunktion, um Systemupdates für bis zu 35 Tage zu pausieren, und wechselt den integrierten GIF-Anbieter zu GIPHY.

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Das Update behebt zudem technische Probleme, darunter die Bluetooth-Synchronisation für verschiedene High-End-Kopfhörer und Stabilitätsverbesserungen für Low Energy (LE) Audio. Diese Verfeinerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft am 25. Juni seine Surface-Kaufberatung aktualisierte und darin feststellte, dass 8 Gigabyte RAM für den Alltag ausreichen. Diese Behauptung stieß bei Branchenbeobachtern auf Widerstand – sie verweisen auf den steigenden Ressourcenbedarf der Windows-11-Umgebung.