Während Windows 11-Nutzer von neuen Wiederherstellungswerkzeugen profitieren, kämpfen Outlook-Anwender auf dem Mac mit verlorenen E-Mail-Verläufen.
Windows 11: Neues Update bringt Zeitreise-Funktion
Am 23. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft das Vorschau-Update KB5095093 für Windows 11 Versionen 24H2 und 25H2. Die zentrale Neuerung: die Point-in-Time-Wiederherstellung. Damit lassen sich Betriebssystem, Anwendungen und Dateien auf bestimmte Wiederherstellungspunkte zurücksetzen – und zwar innerhalb eines 72-Stunden-Fensters.
Das Update behebt zudem mehrere Benutzeroberflächen-Probleme. So zeigte der Papierkorb bisher interne Dateinamen anstatt der nutzerfreundlichen Bezeichnungen – ein Bug, der nun der Vergangenheit angehört. Für alle, die System-Updates aufschieben möchten, gibt es eine Kalender-Pause-Funktion: Updates lassen sich damit bis zu 35 Tage zurückstellen.
Weitere Verbesserungen betreffen die Bluetooth-Audio-Stabilität, schnellere Wiederverbindung von Peripheriegeräten wie AirPods sowie eine synchronisierte Mikrofon-Stummschaltung.
Outlook für Mac: Update löscht E-Mail-Verläufe
Seit dem 16. Juni 2026 sorgt Version 16.110 von Outlook für Mac für Frust. Der Build 26061317 enthält einen Fehler, der den gesamten E-Mail-Verlauf verschwinden lässt, sobald ein Nutzer auf eine Nachricht antwortet oder sie weiterleitet.
Microsoft arbeitet an einer Lösung, doch ein konkreter Zeitplan für den Fix steht noch nicht fest. Betroffene sollten vorerst auf Version 16.109.3 zurückwechseln und automatische Updates deaktivieren. Besonders ärgerlich: Im Oktober 2026 stellt Microsoft den Support für die alte Outlook-Version für Mac komplett ein.
Stopp für geteilte Kalender: Administratoren in der Zwickmühle
Das neue Windows 11-Update bringt eine 72-Stunden-Zeitreise-Funktion – doch Outlook-Nutzer kämpfen mit gelöschten E-Mail-Verläufen. Erfahren Sie in diesem Leitfaden, wie Sie die Point-in-Time-Wiederherstellung Schritt für Schritt einsetzen, Updates bis zu 35 Tage pausieren und einen Notfallplan für Outlook-Datenverlust umsetzen. Jetzt kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
IT-Administratoren hat Microsoft angewiesen, die Einführung verbesserter Funktionen für geteilte Outlook-Kalender zu stoppen. Grund sind hartnäckige Fehler, die Stellvertreter und Microsoft 365-Gruppen betreffen.
Konkret: Stellvertreter können keine Anhänge von Besprechungen öffnen. Und Serientermine in M365-Gruppenkalendern synchronisieren nicht richtig – Termine erscheinen doppelt oder verschwinden ganz. Microsoft empfiehlt, die Funktion nur in kleinen Pilotgruppen zu testen, die weder auf Stellvertreterzugriff noch auf Serientermine angewiesen sind. Wann ein Fix kommt? Unklar.
Neues Outlook: Zugangsprobleme und Datenkonvertierung
Auch der „New Outlook“ für Windows bereitet Sorgen. Anfang der Woche berichteten Nutzer von plötzlichen Ausfällen – die App verweigerte schlicht den Dienst und verwehrte den Zugriff auf E-Mails und Ordner.
Erste Abhilfe: Web-Zugriff prüfen und die App zurücksetzen. Doch viele Nutzer sorgen sich um die Konvertierung ihrer Offline-Datendateien. Ein Problem, das Microsoft dringend lösen sollte.
Excel-Nutzer aufgepasst: Frist für Sicherheitsupdate
Für Organisationen, die Excel 2021 Version 21.08 nutzen, tickt eine Uhr. Bis zum 24. Juli 2026 müssen sie auf Build 16.0.14334.20754 oder neuer aktualisieren. Sonst verlieren ältere Versionen die Fähigkeit, sich mit Organisationskonten über Entra ID zu authentifizieren. Wer sich also nicht rechtzeitig updatet, steht plötzlich ohne Zugriff da.
IT-Profis aufgepasst: Das KB5095093-Update für Windows 11 bietet eine Point-in-Time-Wiederherstellung – aber Outlook für Mac löscht seit Version 16.110 E-Mail-Verläufe. Sichern Sie sich eine Checkliste für die Update-Pause und einen Notfallplan für Outlook-Daten. Leitfaden jetzt sichern
Ausblick: Offline-Anhänge für New Outlook in Planung
Die Entwicklung des New Outlook für Windows geht weiter. Berichten zufolge arbeitet Microsoft an einer lang erwarteten Funktion: dem Hinzufügen von Anhängen im Offline-Modus. Das würde die web-basierte Architektur des New Outlook endlich näher an die Funktionalität der klassischen Desktop-Version bringen. Ein Datum für die Einführung steht allerdings noch aus.

