Windows 11: AMD-Grafikkarten laden Spiele 95% schneller

Microsoft rüstet Windows 11 mit KI-Features und Grafik-Beschleunigung auf. Nvidia und Sega kooperieren bei neuem Superchip für lokale KI-Anwendungen.

Im Fokus: schnellere Spiele, leistungsfähigere lokale KI und neue Hardware-Partnerschaften.

AMD-Grafikkarten profitieren von schnellerer Shader-Technologie

Microsoft hat seine Advanced Shader Delivery (ASD) für alle AMD Radeon-GPUs ab der RX-5000-Serie freigegeben. Die Technologie verkürzt Ladezeiten in Spielen drastisch. Interne Tests zeigen eine Reduzierung um bis zu 95 Prozent – bei „Forza Horizon 6″ sank die Wartezeit von anderthalb Minuten auf wenige Sekunden.

Voraussetzung ist Windows 11 Version 24H2 oder neuer, dazu passende Versionen der Xbox Gaming Services und der AMD-Adrenalin-Treiber. Aktuell läuft ASD über die Xbox-PC-App. Andere Hersteller haben Interesse angemeldet, öffentliche Treiber-Unterstützung steht aber noch aus.

Nvidia und Sega: Gemeinsame Zukunft mit KI-Superchip

Eine ungewöhnliche Allianz: Nvidia und Sega arbeiten künftig zusammen. Im Zentrum steht der RTX Spark-Superchip, der eine 20-Kern-Grace-CPU mit einer Blackwell-GPU kombiniert. Die Rechenleistung: ein Petaflop für lokale KI- und Gaming-Anwendungen.

Optimiert werden sollen kommende Sega-Titel – darunter „Virtua Fighter Crossroads“ (geplant für 2027) sowie Spiele aus den Reihen Yakuza und Persona. Hersteller wie Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI wollen entsprechende PCs auf den Markt bringen.

Die Partnerschaft hat auch eine historische Note: Segas Fünf-Millionen-Dollar-Investition im Jahr 1996 half Nvidia damals maßgeblich durch eine schwierige Phase.

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KI-Modelle laufen künftig auf integrierten Grafikeinheiten

Ultralytics und Intel haben YOLO26-KI-Modelle für Intels integrierte Grafik und neuronale Prozessoren (NPUs) optimiert. Mit dem OpenVINO-Toolkit ist Echtzeit-KI auf Windows-Geräten ohne separate Grafikkarte möglich – interessant vor allem für Industrie, Einzelhandel und Überwachungstechnik.

AMD liefert zeitgleich seine KI-Referenzsoftware Version 2.2 aus. Sie unterstützt mehrere Beschleuniger gleichzeitig und läuft auf Modellen wie Gemma-4-31B und Llama-3.1-8B. Die Hardware-Palette reicht von Instinct-GPUs (MI355X) über EPYC-Prozessoren bis zu Radeon-Pro-Karten.

Juli-Update: Sicherheit und Stabilität im Fokus

Das aktuelle Patch-Day-Update KB5101650 bringt zahlreiche Verbesserungen. Microsoft hat das Speichermanagement für KI-Modelle optimiert und eine Point-in-Time-Wiederherstellung eingeführt. Das System erstellt alle vier bis 24 Stunden Snapshots und behält sie drei Tage lang.

Die Sicherheitslücke des Monats: 621 Schwachstellen wurden geschlossen, 63 davon als kritisch eingestuft. Zwei Lücken wurden bereits aktiv ausgenutzt: CVE-2026-56164 (SharePoint Server) und CVE-2026-56155 (AD FS-Rechteausweitung). Auch eine Hyper-V-Escape-Lücke (CVE-2026-57092) wurde gestopft.

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Nicht alles lief rund: Microsoft blockierte das Update vorübergehend auf bestimmten Dell-Systemen mit Intel-Prozessoren. Ein Treiberkonflikt hatte unerwartete Abstürze und erhöhten Akkuverbrauch verursacht. Zudem wurde ein hartnäckiger Bug behoben, bei dem eine Datenbankdatei bis zu 500 Gigabyte Speicher belegte.

Marktanteil sinkt – Hardware wird teurer

Der Windows-Marktanteil ist zwischen Mai und Juni 2026 von 76 auf 72 Prozent gefallen. Gleichzeitig prognostiziert Gartner steigende PC-Preise: bis zu 17 Prozent mehr bis Jahresende. Grund dafür sind erwartete Kostensteigerungen von 130 Prozent bei DRAM- und SSD-Komponenten.

Das könnte die Verbreitung von „Copilot+“-fähigen PCs bremsen – sie benötigen spezielle NPU-Hardware für erweiterte KI-Funktionen direkt auf dem Gerät.