In Windows 11 lassen sich Smartphone-Anwendungen künftig ohne Umwege über das Suchfeld der Taskleiste finden und starten. Microsoft testet eine Funktion, die installierte Android-Apps direkt in den Suchergebnissen des Betriebssystems auflistet und per Streaming über den Dienst Phone Link auf dem Computerbildschirm öffnet.
Bislang mussten Nutzer für das Spiegeln von mobilen Anwendungen stets manuell das separate Programm Phone Link aufrufen. In aktuellen Tests genügt nun die Eingabe des Anwendungsnamens in die Windows-Suche: Bei der Suche nach der Netzwerk-App Bluesky auf einem Surface Laptop 7th Edition, der mit einem Samsung Galaxy A26 unter Android 16 gekoppelt war, erschien der entsprechende Treffer als mobile App unmittelbar an erster Stelle.
Streaming statt nativer Ausführung
Die technische Grundlage der Funktion bleibt das sogenannte Mirroring: Eine native Ausführung des mobilen Codes auf dem Windows-Rechner findet nicht statt. Die Anwendung läuft weiterhin vollständig auf dem verbundenen Smartphone. Der PC übernimmt dabei lediglich die Ein- und Ausgabe über Bildschirm, Maus und Tastatur.
Damit die Verknüpfung funktioniert, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Das Smartphone muss mit Phone Link gekoppelt und die gewünschte App auf dem Mobilgerät installiert sein. Zudem müssen sich beide Geräte im selben Wi-Fi-Netzwerk befinden.
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Hinsichtlich der Gerätekompatibilität nennt Microsoft ausgewählte Modelle der Hersteller Samsung, HONOR, OPPO, ASUS, vivo und Xiaomi, die mindestens mit Android 10 betrieben werden. In ergänzenden Berichten werden abweichend Android 11 als Mindestversion sowie zusätzliche kompatible Geräte der Marken iQOO und realme aufgeführt.
Erweiterung der Systemsuche im Testkanal
Eine offizielle Ankündigung für das direkte Starten von Smartphone-Apps über die Suche gibt es bisher nicht, ebenso wenig einen Termin für eine breite Verteilung an alle Nutzer. Die Neuerung fügt sich jedoch in eine Reihe weiterer Funktionen ein, die Microsoft schrittweise erprobt.
Am 30. Oktober 2026 bestätigte der Konzern für das Build 26340.9843 im experimentellen Kanal bereits die Möglichkeit, Telefonanrufe, SMS und den Modus „Nicht stören“ direkt über die Windows-Suche zu steuern, beispielsweise über Befehle mit Kontaktnamen oder kurzen Steuerphrasen. Während Android hierbei direkt unterstützt wird, ist die Unterstützung für iPhones für Anfang 2027 vorgesehen.
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Die betreffende Testversion wird unter den Versionsnummern 26340.9767 (26H2) sowie 26340.9843 geführt und vor einem größeren Rollout zunächst in begrenztem Rahmen geprüft.
Neben den Smartphone-Verknüpfungen umfasst das Build zusätzliche Steuerungsregler für Lautstärke, Helligkeit und Cursorgröße, eine integrierte Dateivorschau, beschleunigte Web-Antworten sowie neue Filter nach Dateien, Einstellungen und Aktionen. Zudem lassen sich Windows-11-Rechner über das gekoppelte Smartphone aus der Ferne herunterfahren oder mit Systemaktualisierungen versorgen.

