Windows 11 auf MSI: TPM 2.0 im BIOS für AMD und Intel aktivieren

MSI-Nutzer können TPM 2.0 je nach Prozessor im BIOS einschalten; der Dragon Center Lan Manager kann ein Upgrade blockieren.

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Beim Wechsel auf das Betriebssystem Windows 11 sehen sich zahlreiche Nutzer mit spezifischen Hardware-Voraussetzungen konfrontiert. Eine der zentralen Bedingungen für die Installation ist die Unterstützung des Sicherheitsstandards TPM 2.0 (Trusted Platform Module).

Auf vielen Hauptplatinen des Herstellers MSI ist dieses Sicherheitsfeature in den Werkseinstellungen jedoch nicht standardmäßig eingeschaltet. Infolgedessen suchen Anwender vermehrt nach Anleitungen, um das Modul direkt im BIOS der Hauptplatine manuell freizuschalten und so die offiziellen Systemanforderungen für das Betriebssystem zu erfüllen.

Schrittweise Aktivierung auf AMD-Systemen

Für Besitzer eines MSI-Mainboards mit AMD-Prozessor erfordert die Aktivierung einen gezielten Eingriff in die Firmware-Einstellungen. Der Ablauf beginnt mit einem Neustart des Computers. Während des Startvorgangs muss wiederholt die Entf-Taste (DEL) oder alternativ die Taste F2 gedrückt werden, um das BIOS aufzurufen.

Standardmäßig öffnet sich häufig zunächst eine einfache Übersicht; über die Taste F7 gelangen Nutzer in den erweiterten Modus (Advanced Mode), der Zugriff auf weiterführende Konfigurationsoptionen bietet.

Innerhalb des erweiterten Menüs navigieren Anwender anschließend über den Menüpunkt „Settings“ in den Bereich „Security“ und wählen dort den Eintrag „Trusted Computing“ aus. An dieser Stelle befindet sich die maßgebliche Einstellung zur Aktivierung: Der sogenannte „AMD TPM switch“ muss von der bisherigen Belegung auf den Wert „AMD CPU TPM“ umgestellt werden. Damit greift das System auf das im Prozessor integrierte Firmware-Modul zurück.

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Vorgehensweise bei Systemen mit Intel-Prozessoren

Auf MSI-Platinen, die für Prozessoren von Intel ausgelegt sind, weicht der Pfad innerhalb der Menüführung leicht ab. Der Einstieg in die Konfigurationsoberfläche erfolgt ebenfalls durch das Drücken der Entf-Taste unmittelbar nach dem Einschalten oder Neustarten des Rechners. Auch hier führt der Druck auf die Taste F7 in die erweiterten Einstellungen.

Dort führt die Navigation über den Eintrag „Setting“ zum Untermenü „Security“ und schließlich zum Punkt „Trusted Computing“. Im Unterschied zur AMD-Konfiguration müssen hier zwei spezifische Parameter angepasst werden: Zunächst ist die Option „Security Device Support“ auf den Zustand „Enabled“ zu setzen, um die Unterstützung von Sicherheitsmodulen grundsätzlich freizugeben.

Anschließend wird bei der Funktion „TPM Device Selection“ der Eintrag „PTT“ (Platform Trust Technology) ausgewählt. Zum Abschluss müssen die vorgenommenen Änderungen dauerhaft gesichert werden. Dies geschieht durch Drücken der Taste F10, womit die Einstellungen gespeichert werden und das BIOS verlassen wird.

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Mögliche Upgrade-Blockaden durch Begleitsoftware

Neben der Firmware-Konfiguration kann es beim Upgrade auf Windows 11 zu weiteren Fehlern auf MSI-Systemen kommen. Beim Aktualisierungsvorgang melden manche Systeme Hinweise oder Abbrüche. Als Ursache für die Blockade des Installationsprozesses gilt Berichten zufolge der MSI Dragon Center Lan Manager.

Wird diese Netzwerkkomponente vor dem Upgrade deinstalliert, lässt sich die Aktualisierung auf Windows 11 anschließend fehlerfrei und auf regulärem Weg durchführen.