Das Update kommt am 14. Juli 2026.
Microsoft hat umfangreiche Neuerungen für Windows 11 vorgestellt. Im Fokus stehen eine verbesserte Systemwiederherstellung, flexiblere Update-Optionen und erweiterte Barrierefreiheit. Das Sicherheitsupdate erscheint am 14. Juli 2026 für die Versionen 24H2 und 25H2.
Automatische Rettungspunkte nach Update-Pannen
Das neue „Point-in-time Restore“ soll Systemabstürze nach fehlgeschlagenen Updates verhindern. Die Funktion erstellt automatisch alle 24 Stunden System-Snapshots und bewahrt diese bis zu 72 Stunden auf. Schlägt ein Update fehl, greift das System auf diese Wiederherstellungspunkte zurück – und das direkt über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE).
Für Heimanwender und Pro-Nutzer ist das Feature standardmäßig aktiviert. Voraussetzung: mindestens 200 Gigabyte freier Speicher auf der Systempartition. In Unternehmen können Administratoren das Intervall zwischen vier und 24 Stunden einstellen und die Speichergrenze festlegen – standardmäßig bei zwei Prozent des Laufwerks.
Auch die Update-Steuerung wird komfortabler: Eine neue Kalenderfunktion in den Windows-Update-Einstellungen erlaubt es, Updates für bis zu 35 Tage auszusetzen. Ein dauerhaftes Deaktivieren ist nicht möglich – nach Ablauf der Frist installiert das System die ausstehenden Patches.
Neue Testversionen und Version 26H2
Ab 14. Juli 2026 schützt Sie die neue Point-in-Time-Restore-Funktion automatisch vor Update-Pannen. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, wie Sie die Snapshots konfigurieren und im Ernstfall Ihr System in Sekunden wiederherstellen. Praxis-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern
Bereits am 26. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft mehrere Test-Builds. Build 28020.2366 erreichte den Beta-Kanal und integriert die Mobilgeräteverwaltung direkt in die Bluetooth- und Geräte-Einstellungen. Zudem wechselt das Emoji-Panel zu GIPHY als primärem GIF-Anbieter.
Parallel dazu testet Build 29617.1000 im Experimental-Kanal einen vereinheitlichten Update-Ansatz für Treiber, .NET und Firmware. Ziel: maximal ein Neustart pro Monat. Hinzu kommen Barrierefreiheits-Features wie ein „Screen Tint“-Overlay gegen Augenbelastung und präzisere Zoom-Steuerung in der Bildschirmlupe.
Die für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartete Version 26H2 kommt als sogenanntes „Enablement Package“ für Nutzer der Versionen 24H2 oder 25H2. Das Paket ist gerade einmal 174 Kilobyte groß – ein Vollupdate von Version 23H2 verschlingt dagegen rund 6,5 Gigabyte. Ein lang geforderter Wunsch wird endlich Realität: Nutzer können die Websuche in der systemeigenen Suche vollständig deaktivieren – Schluss mit ungefragten Bing-Ergebnissen.
Windows 10: Microsoft verlängert Sicherheits-Updates
Systemabsturz nach Update? Mit den neuen Windows-11-Funktionen gehört das der Vergangenheit an. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die automatischen Rettungspunkte nutzen und Updates per Kalender bis zu 35 Tage aussetzen – für maximale Kontrolle. Jetzt Leitfaden sichern
Trotz des Vorstoßes bei Windows 11 gibt Microsoft Windows 10-Nutzern mehr Zeit. Das kostenlose Extended Security Updates (ESU) -Programm läuft nun bis zum 12. Oktober 2027 – ein Jahr länger als ursprünglich geplant. Die Anmeldung erfolgt über Windows Backup oder mit 1.000 Microsoft-Rewards-Punkten.
Laut Branchendaten vom Mai 2026 nutzen noch 26 Prozent aller Windows-Anwender das Vorgängersystem. Für Unternehmen wird der Umstieg teuer: Die Migration eines 50-Nutzer-Umfelds kostet Schätzungen zufolge zwischen 14.000 und 29.000 Euro – vor allem wegen neuer Hardware, da Prozessoren ab Intel der 8. Generation oder AMD Ryzen 2000 Pflicht sind.

