Windows 11 Build 26220.9757: Microsoft überarbeitet das Explorer-Menü

Microsoft vereinfacht das Datei-Explorer-Menü und ergänzt Anpassungsoptionen; bei Recall auf manchen Copilot+-PCs bestehen weiterhin Probleme.

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Microsoft hat für Teilnehmer des Windows-Insider-Programms im Beta-Kanal die Windows 11 Insider Preview Build 26220.9757 (Version 25H2) freigegeben. Die Bereitstellung erfolgt über ein sogenanntes Enablement Package unter der vollständigen Build-Nummer 10.0.26220.9757.ge_release_svc_betaflt_prod1.261015-1911. Neben einer umfassenden Überarbeitung des Kontextmenüs im Datei-Explorer geht mit der Veröffentlichung jedoch auch ein bekanntes Problem bei der Funktion Recall einher.

Startschwierigkeiten bei Recall auf Copilot+-PCs

Wie aus Berichten hervorgeht, kann die Funktion Recall auf einigen Copilot+-Geräten fehlen oder sich nach einer sauberen Neuinstallation des aktuellen Builds nicht öffnen lassen. Microsoft arbeite bereits an einer Behebung des Fehlers, has bislang jedoch keinen konkreten Zeitplan für ein entsprechendes Update genannt.

Parallel zur Verteilung der Version 25H2 erhielt auch der 26H1-Entwicklungszweig am selben Tag mit Build 28020.3292 Aktualisierungen, darunter die Unterstützung für den Textstandard Unicode 17.0 mit 4.803 neuen Zeichen sowie vier neuen Schriftarten: Beria Erfe, Sidetic, Tai Yo und Tolong Siki.

Schlankeres Kontextmenü und Entlastung für das System

Das im aktuellen Beta-Build integrierte, überarbeitete Kontextmenü des Datei-Explorers ist Teil der sogenannten Windows-K2-Initiative und war bereits am 17. August 2026 erstmals für den experimentellen Kanal dokumentiert worden.

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Laut Microsofts Buildbeschreibung vom 23. Oktober 2026 neigte das bisherige Kontextmenü zur Überlastung, da Drittanbieter-Anwendungen fortlaufend eigene Befehle ergänzten. Dieser Verarbeitungsprozess führte in der Vergangenheit spürbar zu Verzögerungen beim Öffnen des Menüs.

Die neue Strukturierung reduziert daher die Einträge auf der obersten Menüebene, hält aber häufig genutzte Aktionen weiterhin direkt erreichbar. Neu ist zudem ein Erstnutzungs-Hinweis, der Nutzer bei der Bedienung der überarbeiteten Oberfläche unterstützen soll. Berichten zufolge sollen ab Mitte November zudem acht OneDrive-basierte Copilot-Aktionen aus dem Rechtsklickmenü entfernt werden.

Erweiterte Personalisierung und Leistungsanpassungen

Nutzer erhalten über den Pfad Einstellungen, Personalisierung und Kontextmenü eine neue Option zur manuellen Menüanpassung. Dort lässt sich festlegen, ob Erweiterungen von Drittanbieter-Programmen direkt im Hauptmenü verbleiben, in ein Untermenü verschoben oder komplett ausgeblendet werden sollen.

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Funktionen wie das Senden an Empfänger oder das Erstellen von Verknüpfungen lassen sich wahlweise an- oder abschalten, während die Option zum Drucken – zuvor im Windows-11-Menü nicht verfügbar – aktiviert werden kann.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, grundlegende Befehle wie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen, Löschen und Teilen als Text statt als Symbole anzeigen zu lassen. Eigenschaften lassen sich ans Ende der Menüstruktur setzen sowie ein- oder ausblenden. Auch der klassische Zugriff auf ältere Optionen bleibt über eine Konfiguration wiederherstellbar.

Abseits des Explorers meldet Microsoft Performance-Verbesserungen auf der Startseite der Systemeinstellungen, die in bestimmten Anwendungsszenarien zu kürzeren Ladezeiten führen sollen; konkrete Benchmark-Werte nannte das Unternehmen hierzu nicht. Der Rollout von Build 26220.9757 erfolgt schrittweise, ein Veröffentlichungstermin für die allgemeine, stabile Fassung von Windows 11 steht noch aus.

Mehr zum Thema bei Windows Central: „Microsoft is testing a cleaner, faster File Explorer context menu for Windows 11“