Microsoft hat eine neue Vorabversion für das Betriebssystem Windows 11 bereitgestellt. Die Veröffentlichung von Windows 11 Insider Preview Build 26340.9882 richtet sich an Tester im sogenannten Experimental-Channel und ist der Version 26H2 zugeordnet.
Die vollständige Kennung der Ausgabe lautet 10.0.26340.9882.ge_prerelease_im.261030-1856. Der technische Umstieg auf die 26340er-Build-Serie erfolgt über das Enablement-Package KB5122776 auf Basis von Build 26300, wobei die im Systemdialog angezeigte Versionsbezeichnung weiterhin 26H2 lautet.
Flexiblere Anmeldung über Windows Hello und neue Diagnosewerkzeuge
Mit der aktualisierten Testversion überarbeitet Microsoft das Anmeldeverhalten des Authentifizierungsdienstes Windows Hello. Das System akzeptiert künftig die erste erfolgreiche Anmeldemethode, ohne zuvor auf den Abschluss der Gesichts- oder Fingerabdruck-Erkennung zu warten.
Nutzer können dadurch unmittelbar auf die PIN-Eingabe zurückgreifen. Nach einem vollständigen Systemneustart bleibt die Eingabe der PIN allerdings zunächst zwingend erforderlich.
Für IT-Administratoren bringt die Ausgabe zusätzliche Diagnosemöglichkeiten bei der Anmeldeverwaltung. Neu integriert sind die Audit-Events 4628, welche die konfigurierten Anmeldemethoden sowie die tatsächlich genutzte Methode erfassen, und 4629 zur Protokollierung fehlgeschlagener Anmeldeversuche. Darüber hinaus stehen im Protokollkanal für den Geschäftsbetrieb neue Events unter den Kennungen 5010 und 7010 bereit.
Erweiterte Barrierefreiheit und bekannte Fehler
Im Bereich der Barrierefreiheit führt das Update funktionale Erweiterungen für die integrierte Bildschirmauslese ein. Die Sprachausgabe kann mathematische Formeln nun auf Braille-Displays darstellen.
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Diese Unterstützung greift in den Anwendungen Word, PowerPoint sowie in den Webbrowsern Edge und Chrome. Zu den verarbeiteten Braille-Formaten zählen neben dem Standard Nemeth auch UEB, CMU, Vietnamesisch, Schwedisch sowie die Notationen LaTeX und ASCIIMath.
Weitere Anpassungen betreffen die Live-Untertitel, bei denen Anwender nun gezielt zwischen Systemaudio, dem Mikrofoneingang oder einer Kombination aus beiden Signalquellen wählen können. Hinweisfenster zu den Tastaturhilfen für Einrast- und Anschlagverzögerungsfunktionen lassen sich zudem dauerhaft abweisen.
In den Systemeinstellungen bindet Microsoft wiederum zusätzliche Übersichten ein, welche die Vorteile eines verknüpften Microsoft-Kontos hervorheben. Zu den bekannten Fehlern der aktuellen Vorabversion zählt ein Problem im Task-Manager: Dort aktualisiert sich die Anzeige der Prozessorgeschwindigkeit derzeit nicht mehr.
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Zusätzliche Builds und Änderungen im Update-Verfahren
Die Veröffentlichung ist Teil eines umfangreicheren Release-Schubs für das Testprogramm. Parallel dazu stellte Microsoft weitere Ausgaben bereit, darunter die Beta-Version 26320.9876, die Testversion 28020.3445 für den Kanal Beta (26H1), die Ausgabe 28120.3454 im Kanal Experimental (26H1) sowie Build 29704.1000 im Entwicklungszweig Experimental für künftige Plattformen.
Für diesen Zweig kündigte das Unternehmen künftig zusätzliche wöchentliche Zwischenversionen zwischen den regulären wöchentlichen Ausgaben an. Bei diesen Versionen handelt es sich um synthetische Aktualisierungen ohne neue Funktionen, die ausschließlich der Überprüfung von Hintergrunddiensten und Update-Prozessen dienen und ohne begleitende Veröffentlichungshinweise verteilt werden. Zudem hat Microsoft die installation von Test-Updates für Insider in Russland und Belarus blockiert.

