Windows 11: Cloud Rebuild ermöglicht Neuinstallation ohne Boot

Microsoft verteilt vier Windows-11-Testversionen mit Cloud-Neuinstallation, Bedienhilfen, Startmenü-Anpassungen und einer Reform des Insider-Programms.

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Microsoft hat vier neue Insider Preview Builds für Windows 11 bereitgestellt. Die Veröffentlichungen verteilen sich über mehrere Entwicklungszweige: Build 26220.9492 (25H2) im Beta-Kanal, Build 26340.9502 (26H2) im Experimental-Kanal, Build 28120.3032 für den Experimental-Zweig 26H1 sowie Build 29671.1000 im Kanal Experimental für zukünftige Plattformen. Dies ging aus Berichten vom 18. September 2026 hervor.

Neuerungen bei Wiederherstellung und Bedienhilfen

In den neuen Testversionen führt Microsoft die Funktion Cloud Rebuild ein. Das Werkzeug ermöglicht eine vollständige Neuinstallation des Betriebssystems direkt aus der Windows-Wiederherstellungsumgebung.

Das Systemabbild sowie erforderliche Gerätetreiber werden dabei über Windows Update bezogen, selbst wenn das installierte Windows nicht mehr regulär startet. Vor dem eigentlichen Installationsvorgang führt Cloud Rebuild eine Bereinigung des Datenträgers durch, um unbefugten Datenzugriff zu unterbinden.

Im Experimental Build 26340.9502 ergänzt Microsoft dies um eine erweiterte Löschoption, mit der sämtliche Dateien vor der Neuinstallation unwiederbringlich entfernt werden. Für Administratoren in Unternehmen besteht die Möglichkeit, diese Systemwiederherstellungen aus der Ferne über den Recovery CSP anzustoßen. Der Experimental Build 28120.3032 erhält die Cloud-Rebuild-Funktion ebenfalls, allerdings ohne die jüngsten Verbesserungen.

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Darüber hinaus enthalten die Builds Neuerungen im Bereich der Barrierefreiheit und Bedienung. Integriert wurde eine neue Mauszeiger-Animation, die so lange sichtbar bleibt, bis die Escape-Taste betätigt wird, sowie ein kontrastreiches Design für die Bildschirmlupe zur Vermeidung von Blendeffekten.

Die Live-Untertitel erhalten eine standardmäßig deaktivierte Option zur Erfassung der Tonausgabe von Bildschirmleseprogrammen, die auch im Beta Build 26220.9492 enthalten ist.

Überarbeitetes Startmenü und Fehlerkorrekturen

Im Build 29671.1000 testet Microsoft Anpassungen an der Benutzeroberfläche des Startmenüs. Der bisherige Bereich für Empfehlungen wird in eine Rubrik für zuletzt verwendete Inhalte umgewandelt.

Nutzer erhalten separate Schalter für angeheftete Elemente, zuletzt genutzte Inhalte und die Gesamtansicht aller Anwendungen. Zudem lässt sich die Darstellungsgröße zwischen klein, groß und automatisch wählen, während Benutzername und Profilbild bei Bedarf ausgeblendet werden können.

Parallel dazu wurden mehrere Programmfehler adressiert. Am 18. September 2026 behob Microsoft im Beta Build 26220.9492 Probleme mit dem Dateiversionsverlauf sowie der Hyper-V-Ordnerfreigabe. Build 28120.3032 korrigiert die Plan9-Ordnerfreigabe in Hyper-V und beseitigt den Fehlercode 0xc000007b im Zusammenhang mit Easy Anti-Cheat.

Build 29671.1000 behebt dieselbe Hyper-V-Ordnerfreigabe bei Linux-VMs sowie ein Einfrieren des Systems bei der Benutzerkontensteuerung. Zu den bekannten Problemen dieser Testversion zählen laut Berichten vom 18. September 2026 Leistungseinbußen, ein leeres Anzeigefenster in VMware Workstation Pro 17.6.4 sowie Systemabstürze unter VMware.

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Strukturreform im Insider-Programm

Wie am 18. September 2026 bekannt wurde, durchlaufen neue Funktionen künftig die Kette vom Experimental- über den Beta- bis zum Release-Preview-Kanal, bevor sie allgemein veröffentlicht werden.

Microsoft restrukturiert dafür das Insider-Programm: Die bisherigen Kanäle Canary und Dev werden zu einem einheitlichen Experimental-Kanal zusammengeführt. Der Beta-Kanal bleibt bestehen, während die Release Preview künftig als verdeckte Option für Unternehmenskunden geführt wird.

Gleichzeitig wird das gestaffelte Rollout von Funktionen für den Beta-Kanal deaktiviert. Tester im Experimental-Kanal erhalten stattdessen eine integrierte Einstellungsseite für Funktions-Schalter, die Drittanbieterwerkzeuge wie ViVeTool ersetzen soll.

Für Geräte mit Qualcomm Snapdragon Copilot+ dient die Schiene 26H1 als ARM-Entwicklungszweig, während der Zweig für zukünftige Plattformen für nicht im Handel erhältliche Builds reserviert ist. Die Verpflichtung zur Übermittlung von Telemetriedaten bleibt unverändert bestehen.