Microsoft hat neue Release-Preview-Builds für Windows 11 ausgerollt: Build 26100.9539 für Version 24H2 und Build 26200.9539 für Version 25H2, beide zusammengefasst unter der Kennung KB5124010. Wie Microsofts Stephen Lines mitteilte, erfolgt die Verteilung im Release-Preview-Ring in zwei Phasen als schrittweiser Rollout.
Die Builds gelten laut Berichten als letzter Qualitäts-Checkpoint vor der allgemeinen Verfügbarkeit von Windows 11 24H2 und 25H2 – bekannte Probleme wurden nicht dokumentiert. Ein vollständiges Changelog hat Microsoft bislang nicht veröffentlicht.
Neue Emojis und angepasste Copilot-Taste
Die Builds bringen den Emoji-17.0-Standard in den Emoji-Picker von Windows, darunter Motive wie ein verzerrtes Gesicht, eine Kampfwolke und eine haarige Kreatur, die an Bigfoot erinnert. Aufrufbar ist der Picker weiterhin über die Tastenkombination Windows-Taste plus Punkt.
Zudem lässt sich die Copilot-Taste künftig umbelegen: Nutzer können ihr über die Einstellungen unter Bluetooth & Geräte > Tastatur die Funktion der rechten Strg-Taste oder der Kontextmenü-Taste zuweisen.
Überarbeiteter Explorer und Bluetooth-Fixes
Der Datei-Explorer erhält mehrere Anpassungen: Heruntergeladene HTML-Dateien lassen sich über eine „Trotzdem anzeigen“-Funktion in der Vorschau öffnen, PDFs werden automatisch angezeigt, die Home-Ansicht merkt sich künftig den Status einzelner Sektionen, und Cloud-Dateien erhalten Thumbnail-Vorschauen.
Die Wiederherstellungsumgebung WinRE nutzt nun gespeicherte WLAN-Profile, um sich automatisch mit bekannten Netzwerken zu verbinden. Im Gegenzug entfernt Microsoft die PC-zu-PC-Migrationsfunktion und verweist stattdessen auf Windows Backup und OneDrive.
Eine umfassende Überarbeitung der Bluetooth-Zuverlässigkeit soll Audio-Abstürze und fehlerhafte Verbindungszustände beheben, darunter ein Absturz mit dem Fehlercode 0x139. Weitere Änderungen betreffen unter anderem das Tipps-Widget, DIB-Desktophintergründe, eine Diashow über mehrere virtuelle Desktops hinweg, das maximierte Öffnen von Apps, eine Überarbeitung der Lupe, verbesserte Touchpad-Gesten, ein Kamerarollen-Backup über OneDrive, den Ebrima-Font für bestimmte Sprachvarianten sowie deaktivierte Kiosk-Tastenkombinationen. Die vorangegangenen Builds von Mitte August waren zuletzt als stabile Version über den Patch Tuesday ausgerollt worden.
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Cloud Rebuild als neue Wiederherstellungsoption
Parallel dazu testet Microsoft im Insider-Beta-Kanal mit Build 26220.9343 eine Funktion namens Cloud Rebuild, die eine vollständige Neuinstallation von Windows über die Cloud ermöglicht – selbst wenn die bestehende Installation defekt oder nicht mehr startfähig ist.
Zugänglich ist die Funktion über WinRE unter Problembehandlung > Wiederherstellung und Deinstallation > Cloud Rebuild. Dabei lädt das System sowohl das Windows-Abbild als auch benötigte Treiber direkt über Windows Update, ohne dass ein USB-Stick oder ein separates Wiederherstellungsabbild notwendig ist.
Die Funktion löscht dabei jedoch das komplette C:-Laufwerk inklusive Dateien, Benutzerkonten, Apps und Einstellungen, weshalb ein vorheriges Backup zwingend erforderlich ist. Über OneDrive gesicherte Daten bleiben von der Löschung unberührt.
Da neue Systemfunktionen wie Cloud Rebuild oft eine Internetverbindung und spezifische Voraussetzungen erfordern, ist ein physisches Rettungsmedium weiterhin eine wichtige Absicherung. In diesem Gratis-Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie einen Windows-11-Boot-Stick für Notfälle korrekt erstellen. Kostenlose Anleitung für Windows-11-Boot-Stick sichern
Voraussetzung ist eine funktionierende WinRE-Umgebung mit Internetverbindung, ausreichender Hardwareausstattung und einem kompatiblen Netzwerktreiber, dessen Status sich über den Befehl reagentc /info prüfen lässt. WinRE greift dabei auf gespeicherte WLAN-Profile mit WPA2/WPA3- oder zertifikatsbasierter Authentifizierung zurück.
Bekannte Fehlercodes sind 0x800704C6, der auf eine fehlende Netzwerkverbindung hinweist, sowie 0xc1900200, der signalisiert, dass Mindestanforderungen wie das TPM nicht erfüllt sind. Für Unternehmen ist eine Remote-Bereitstellung über Intune für später angekündigt, während Intune, Autopilot, Backup for Organizations und OneDrive Cloud Rebuild auf verwalteten Geräten bereits unterstützen sollen.
Cloud Rebuild befindet sich derzeit noch in der Preview-Phase. Eine breitere Freigabe in stabilen Windows-11-Versionen wird für den späteren Jahresverlauf 2026 erwartet, konkrete Termine für die allgemeine Verfügbarkeit nannte Microsoft bislang nicht. In einem separaten Insider-Build, 28120.2912, treten derzeit noch Probleme mit Spielen auf, die Easy Anti-Cheat nutzen und den Fehler 0xc000007b auslösen.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Windows 11 can now reinstall itself from the cloud — Cloud Rebuild revives dead systems without secondary …“

