Mit der Microsoft 365 E7 Frontier Suite und dem neuen Agent 365-Tarif reagiert der Konzern auf den wachsenden Bedarf an KI-gestützten Arbeitsabläufen. Gleichzeitig steigen die Preise für bestehende Abonnements.
Neue Tarife und Preisanpassungen
Die E7 Frontier Suite steht künftig an der Spitze der Enterprise-Lizenzhierarchie – zum Preis von umgerechnet rund 99 Euro pro Nutzer und Monat. Sie liegt damit deutlich über der bisherigen Spitzenlizenz E5, deren Preis zum 1. Juli 2026 auf etwa 60 Euro steigt.
Auch die anderen Abonnements werden zum Juli teurer:
– Business Basic: rund 7 Euro
– Business Standard: rund 14 Euro
– Office 365 E3: rund 39 Euro
Neu im Portfolio ist Agent 365 für etwa 15 Euro pro Nutzer und Monat. Dieser Tarif zielt auf autonome und Multi-Agenten-Koordination ab – ein Bereich, den Branchenkenner als „agentische KI“ bezeichnen. Unternehmen, die eigene KI-Lösungen entwickeln möchten, können weiterhin auf Copilot Studio zurückgreifen, das ab etwa 200 Euro pro Monat startet.
Für den Copilot for Business gilt weiterhin ein Aktionspreis von rund 18 Euro pro Nutzer und Monat bei Jahresabschluss. Microsoft hat diesen Rabatt bis zum 30. September 2026 verlängert. Der reguläre Preis liegt bei 21 Euro, die Premium-Enterprise-Version kostet rund 30 Euro.
Copilot bekommt Finanz-Know-how
Erst Ende Juni hat Microsoft die KI-Funktionen in seinen Kernanwendungen deutlich erweitert. Der Excel Copilot kann nun spezielle Finanzaufgaben übernehmen – etwa Discounted-Cashflow-Modelle oder Abweichungsanalysen. Besonders spannend: Die KI greift auf externe Daten von Anbietern wie Moody’s, CB Insights, Morningstar und PitchBook zu. Aktuell sind diese Funktionen nur im Insider-Programm verfügbar, sollen aber im Juli für alle Nutzer freigeschaltet werden.
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Für Entwickler hat Microsoft am 26. Juni das MAI-Code-1-Flash-Modell vorgestellt. Es steht GitHub-Copilot-Nutzern der Business- und Enterprise-Tarife zur Verfügung und ist auf besonders schnelle Code-Generierung optimiert.
Windows 11: Copilot wird eigenständig
Seit dem 28. Juni 2026 verändert Microsoft die Integration von Copilot in Windows 11 grundlegend. Die KI ist nicht länger fest im Betriebssystem verankert, sondern wird als eigenständige Anwendung über den Microsoft Store ausgeliefert. Das erleichtert die Deinstallation und erfordert ein Microsoft-Konto.
Für die neuen Copilot+ PCs gilt eine klare Hardware-Vorgabe: Sie müssen über eine Neural Processing Unit (NPU) mit mindestens 40 TOPS Rechenleistung verfügen.
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Partnerschaft mit Wix
Bereits Anfang Juni hat Microsoft eine Partnerschaft mit dem Website-Baukasten-Anbieter Wix bekannt gegeben. Dessen Tool Wix Harmony ist nun direkt in Microsoft 365 Copilot integrated. Nutzer können per Text- oder Spracheingabe komplette Websites generieren lassen. Möglich macht das das OpenAI Apps SDK.
Die Zusammenarbeit ist Teil eines größeren Trends: Immer mehr Softwareanbieter bauen auf eine gemeinsame „System-of-Intelligence“-Ebene, um Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse zu harmonisieren.

