Windows 11: Copilot wird zum System-Doktor mit Live-Diagnose

Microsoft erweitert Windows 11 um KI-Systemdiagnose und verbessert die Smartphone-Integration. Ein Update behebt zudem Stabilitätsprobleme.

Microsoft rüstet Windows 11 mit einer Reihe von Verbesserungen auf, die vor allem die Vernetzung mit Smartphones und die Systemtransparenz betreffen. Der Konzern stellte die Neuerungen am heutigen Sonntag vor.

Copilot wird zum System-Doktor

Ab sofort rollt Microsoft die Funktion Copilot PC Insights in den USA aus. Dabei handelt es sich um ein optionales Werkzeug, das eine schreibgeschützte Systemdiagnose erstellt. Die KI analysiert und erklärt in verständlicher Sprache die Auslastung von Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte – ebenso wie den Zustand des Akkus, der Festplatten und der Netzwerkverbindung.

Was die Funktion nicht kann: reparieren. Copilot zeigt lediglich den Status an, greift aber nicht korrigierend ein. Ein interessantes Detail am Rande: Der KI-Assistent selbst ist kein Leichtgewicht. Berichten zufolge belegt Copilot während des Betriebs bis zu einem Gigabyte RAM, da er eine eigene Instanz des Edge-Browsers nutzt.

Smartphones rücken näher an den PC

Parallel dazu kündigte Microsoft eine deutlich engere Anbindung von Mobilgeräten an. Die genauen Details ließ der Konzern zwar noch offen, klar ist jedoch: Die Nutzeroberfläche von Windows 11 soll künftig nahtloser mit Smartphones zusammenarbeiten. Was das konkret bedeutet, dürfte in den kommenden Wochen klarer werden.

Stabilitäts-Albtraum behoben

Die aktuellen Ankündigungen folgen auf ein wichtiges Update Ende Juni. Das optionale Vorschau-Update KB5095093 vom 23. Juni 2026 stopfte gleich mehrere Sicherheitslöcher – und eines davon war gewaltig: Ein bestimmtes Berechtigungsprotokoll konnte auf bis zu 500 Gigabyte anwachsen. Die Datenbankdatei des CapabilityAccessManagers fraß sich auf vielen Systemen unkontrolliert voll.

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Zudem behob das Update häufige Abstürze von Startmenü, Taskleiste, Datei-Explorer und der Suchfunktion – ein Problem, das vor allem Geräte mit Autopilot-Konfiguration betraf.

Cloud statt USB-Stick

Ein Blick in die Zukunft: Microsoft testet im Insider-Kanal eine Funktion namens Cloud Rebuild. Damit lässt sich Windows 11 direkt aus der Wiederherstellungsumgebung über das Netzwerk neu installieren. Der lästige USB-Stick wird überflüssig. Das Tool formatiert die Systempartition, lädt ein frisches Image herunter und installiert die nötigen Treiber – alles über Windows Update.

PowerToys werden schlanker

Auch die beliebte Werkzeugsammlung PowerToys hat ein Update erhalten. Version 0.100 bringt den Installer von 378 auf 272 Megabyte – eine Reduzierung um 28 Prozent. Neu an Bord sind unter anderem Power Display zur Steuerung externer Monitorhelligkeit und Grab and Move, ein Tool zum Verschieben und Skalieren von Fenstern per Tastenkombination.

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Ausblick: Windows 10 verabschiedet sich

Während Windows 11 weiter aufgerüstet wird, hat Microsoft auch bei Windows 10 die letzten Änderungen finalisiert. Die „Info“-Seite in den Einstellungen zeigt seit November 2024 ein kartenbasiertes Layout – und das bleibt nun dauerhaft so. Ein Zurück zur alten Ansicht ist ohne eine komplette Deinstallation des Updates nicht mehr möglich.