Windows 11: File Explorer lädt sofort, Herbst-Update kommt

Microsoft will Windows 11 im Herbst breiter beschleunigen. Tester melden flüssigere Abläufe, während Explorer und Oberfläche weiter überarbeitet werden.

Microsoft kündigt für den Herbst eine breite Auslieferung von Performance-Verbesserungen für Windows 11 an. Marcus Ash, Design- und Research-Lead für Windows & Devices bei Microsoft, bestätigte laut einem Bericht von windowslatest.com vom 15. September 2026 per E-Mail an das Portal, dass Tester in experimentellen Builds bereits eine deutlich verbesserte Systemreagibilität wahrnehmen. Konkrete Zahlen oder Benchmarks nannte Microsoft dabei nicht.

File Explorer soll „sofort“ laden

Besonders im Fokus steht der Windows-11-Dateiexplorer. Tester berichten, dass er im Experimental-Build praktisch verzögerungsfrei lädt. Windows-Insider bestätigten laut einem Bericht von xda-developers.com vom 16. September 2026, dass sich der Build insgesamt flüssiger anfühlt; das Feedback der Insider läuft über die sogenannte K2-Initiative.

Laut einem Bericht von itechnews.gr vom 15. September 2026 erhält zudem die Ansicht „Dieser PC“ im Explorer eine indexer-basierte Suche, die Ergebnisse schneller liefern soll.

Bereits seit August wurde außerdem das Rechtsklick-Kontextmenü überarbeitet: Es öffnet schneller und zeigt standardmäßig weniger Optionen an. Befehle wie „Senden an“, „Verknüpfung erstellen“ oder „Drucken“ sowie Ausschneiden, Kopieren, Einfügen, Umbenennen und Löschen lassen sich über die Einstellungen individuell ein- und ausblenden. Die Funktion steht zunächst nur Insidern zur Verfügung.

Start- und Taskbar-Änderungen bereits im breiten Rollout

Verbesserungen an Start-Menü und Taskleiste werden laut windowslatest.com bereits breit ausgerollt, weitere Optimierungen sollen im Laufe des Herbsts folgen. Microsoft macht auch hierzu keine öffentlichen Angaben zu Umfang oder Messwerten der Verbesserungen.

Hintergrund: Beschwerden über Ruckler und Umbau der Oberfläche

Die Ankündigung folgt auf anhaltende Nutzerbeschwerden über Ruckler in Windows 11. Laut einem Bericht von philippebasset.com vom 16. September 2026 baut Microsoft die Benutzeroberfläche grundlegend um: Alte Code-Bestandteile, die teils noch aus der Windows-95-Ära stammen, werden abgeschafft, die Oberfläche wandert zunehmend auf das modernere WinUI-3-Framework.

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Als Beispiel für den Ressourcenbedarf aktueller Systeme nennt der Bericht Surface-Modelle mit 8 GB Arbeitsspeicher, die im Alltag oft rund 6,7 GB davon belegen.

Design-Direktor March Rogers erklärte laut demselben Bericht, der Dialog für Dateieigenschaften sei bereits komplett in WinUI 3 neu geschrieben worden; auch das Startmenü soll künftig auf diese Basis migrieren.

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Auf der IFA 2026 hatte zudem Mark Linton, Vice President Windows & Devices bei Microsoft, laut philippebasset.com bestätigt, dass Bootzeiten und Windows Hello spürbar verbessert wurden und das System stärker für PCs mit 8 GB RAM optimiert wird.

Als neue Basisempfehlung nennt Microsoft demnach 16 GB Arbeitsspeicher, für Gaming-PCs 32 GB; die Schwelle für Copilot+-PCs liegt bei 16 GB. Ein konkretes Speicherziel für zukünftige Optimierungen nannte Microsoft nicht.

Neue Entwickler-Komponente für WinUI

Parallel zu den Performance-Arbeiten hat Microsoft laut windowslatest.com einen Pull-Request auf GitHub gemergt, der die Tabellenkomponente TableView künftig auch außerhalb eigener Repositories für WinUI nutzbar macht. Ein stabiles Release steht noch aus, die Änderung wird in den kommenden Wochen erwartet.

Einschränkungen bestehen bislang bei der Gruppierung von Daten sowie bei der Mehrfachauswahl von Einträgen; bisher gibt es kein first-party-entwickeltes DataGrid-Steuerelement in WinUI 3. Chris Anderson hatte die Komponente bereits auf der Build 2026 angeteasert.