Im Mittelpunkt steht die Microsoft PowerToys-Suite, die weit über die Standardeinstellungen hinausgeht und Nutzern tiefgreifende Anpassungsmöglichkeiten bietet.
PowerToys: Die Werkzeugkiste wird erwachsen
Seit dem 18. Juli 2026 hat sich die PowerToys-Sammlung zu einem unverzichtbaren Werkzeug für alle entwickelt, die ihr Windows-Erlebnis verfeinern wollen. Besonders hervorzuheben ist FancyZones, das komplexe Fensterlayouts ermöglicht, sowie der Image Resizer, der die Stapelverarbeitung von Bildern deutlich vereinfacht.
Die Advanced Paste-Funktion erweist sich als echter Produktivitätsbooster: Sie erlaubt flexibleres Arbeiten mit Daten zwischen verschiedenen Anwendungen. Zusammengenommen verwandelt die Suite das Betriebssystem von einer Standardumgebung in eine Plattform, auf der Nutzer präzise Kontrolle über ihre täglichen digitalen Arbeitsabläufe ausüben können.
Die große Such-Reform
Parallel zu den PowerToys-Upgrades hat Microsoft die Windows-Suche grundlegend überarbeitet. Seit dem 19. Juli wird die Suchoberfläche leiser und lokaler: Microsoft hat Werbung aus den Suchergebnissen entfernt, lokale Dateien gegenüber Webvorschlägen priorisiert und die Tipptoleranz verbessert. Das dürfte viele Nutzer freuen, die bisher von unerwünschten Web-Ergebnissen genervt waren.
Ein besonderes Highlight erwartet Nutzer im Datei-Explorer. Bereits am 13. Juli bestätigte Microsoft, dass die „Dieser PC“-Suche auf die Geschwindigkeit der Haupt-Windows-Suche aufgerüstet wird. Interne Vergleiche zeigten: Während aktuelle Suchen dort mehr als acht Minuten dauern können, soll die aktualisierte Version Ergebnisse in rund einer Sekunde liefern.
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Turbo für das System
Um die Reaktionsfähigkeit weiter zu verbessern, testet Microsoft ein neues „Low Latency Profile“. Diese Funktion nutzt CPU-Frequenz-Bursts, um Anwendungsstarts zu beschleunigen. Die Prognosen sind beeindruckend: Microsoft-Anwendungen sollen bis zu 40 Prozent schneller laufen, während Startmenü und Kontextmenüs Geschwindigkeitssteigerungen von bis zu 70 Prozent sehen könnten.
Sicherheit: Rekord-Patch mit KI-Unterstützung
Das Patch Tuesday vom Juli 2026, identifiziert als KB5101650, stellt einen Meilenstein in der Systemsicherheit dar. Der Update-Patch aus der dritten Juliwoche adressiert stolze 570 Sicherheitslücken – ein gewaltiger Sprung gegenüber den 137 Schwachstellen, die im Juli 2025 behoben wurden.
Die Entdeckung dieser Lücken wurde durch ein neues KI-gestütztes Tool namens MDASH ermöglicht. Es nutzt über 100 Agenten zur Sicherheitsanalyse und war für die Identifizierung von 16 kritischen Remote-Code-Ausführungs-Lücken (RCE) sowie mehreren Zero-Day-Schwachstellen verantwortlich. Technische Details aus Mitte Juli zeigen zudem, dass das Update Unterstützung für SHA-2-RDP-Zertifikate und ein Update auf curl Version 8.21.0 enthält.
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Systemwiederherstellung auf neuem Niveau
Für die Systemzuverlässigkeit hat Microsoft eine neue Point-in-Time-Wiederherstellungsfunktion auf Basis des Volume Shadow Copy Service (VSS) in die allgemeine Verfügbarkeit gebracht. Seit dem 18. Juli 2026 erstellt diese Funktion alle 24 Stunden Wiederherstellungspunkte und bewahrt diese für 72 Stunden auf.
Das Wiederherstellungstool, das auch Benutzerdateien umfasst, ist auf Geräten mit mehr als 200 GB Windows-Volume standardmäßig aktiviert. Nutzer mit kleineren Laufwerken müssen die Funktion manuell einschalten.
Notfall-Update für Dell-Geräte
Ergänzend zu diesen Stabilitätsmaßnahmen veröffentlichte Microsoft ein Notfall-Update, KB5121767, das spezifische Probleme auf Dell-Laptop-Hardware adressiert, die während des Juli-Update-Zyklus gemeldet wurden.

