Windows 11 Juni: Low Latency Profile beschleunigt Apps um 40%

Microsoft schließt Sicherheitslücke bei Treiber-Updates und kündigt neue Funktionen für Windows 11 an, darunter KI-Integration und schnellere Programmstarts.

Der US-Konzern hat eine Reihe von Neuerungen für Windows 11 vorgestellt – darunter die Behebung eines lästigen Treiber-Problems und den Ausbau der Paketverwaltung.

Treiber-Problem endlich gelöst

Am 3. Juni 2026 schloss Microsoft eine Sicherheitslücke im Windows Update Caching Service. Eine Fehlkonfiguration hatte dazu geführt, dass bei zehntausenden Geräten ungewollte BIOS- und Treiber-Updates installiert wurden. Die Folge: Abstürze bei Audio- und Videofunktionen.

Der Fehler lag in der temporären Löschung von Geräte-Identifikationsdaten. Systemadministratoren hatten zuvor Alarm geschlagen, weil ihre Rechnerflotten plötzlich Updates erhielten, die nie freigegeben worden waren. Der aktuelle Fix stellt die korrekte Geräteerkennung wieder her und verhindert künftige Fehlinstallationen.

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Juni-Update bringt Tempo und neue Funktionen

Ab dem 9. Juni 2026 rollt Microsoft das monatliche Sicherheitsupdate für Windows 11 Version 24H2 und 25H2 aus. Neben Sicherheitspatches enthält es echte Neuerungen:

Ein neuer Low Latency Profile soll Programmstarts um bis zu 40 Prozent beschleunigen. Das klingt nach einem deutlichen Sprung – vor allem für Nutzer, die täglich mit mehreren Anwendungen arbeiten.

Der Taskmanager erhält zudem spezielle Metriken für Neural Processing Units (NPUs). Diese Chips werden immer wichtiger, etwa für KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät. Auch Bluetooth-Low-Energy-Audio wird unterstützt, ebenso wie Multi-App-Kameranutzung und benutzerdefinierte Ordnernamen bei der Ersteinrichtung. Die Windows-Hello-Authentifizierung wurde ebenfalls optimiert.

WinGet: Neuer Release Candidate für die Paketverwaltung

Am 5. Juni 2026 veröffentlichte Microsoft WinGet Version 1.29.250 als Release Candidate. Das Kommandozeilen-Tool zur Softwareverwaltung erhält damit mehrere administrative Verbesserungen:

  • Ein Validierungsbefehl für Dateiendungen
  • Die Möglichkeit, Standardquellen zurückzusetzen
  • Unterstützung für Leerzeichen in Dateipfaden
  • Eine Option zum Unterdrücken von Fortschrittsbalken während der Installation
  • Export von Daten in versteckte Dateien

Die Desired State Configuration (DSC) v3 wurde ebenfalls aktualisiert und berücksichtigt nun verschiedene Installationsmodi besser. Für Systemadministratoren, die Windows-Geräte im Unternehmen verwalten, sind das handfeste Verbesserungen.

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Suchen per Teilzeichenfolge und neues Kontextmenü

In den aktuellen Insider-Builds 26300.8553 und 26220.8544 testet Microsoft eine „Search by Substring“-Funktion. Die universelle Suche findet damit Dateien auch dann, wenn der Suchbegriff nur einen Teil des Dateinamens trifft. Wer etwa nach „Mai“ sucht, bekommt alle Monatsnotizen angezeigt – unabhängig vom vollständigen Dateinamen.

Für die kommenden Monate hat Microsoft zudem Änderungen am Kontextmenü angekündigt. Nutzer sollen künftig Einträge im Rechtsklick-Menü hinzufügen, entfernen und umsortieren können. Die Anpassungen sind Teil einer größeren Überarbeitung, die auch die Systemsteuerung, die Taskleiste und das Startmenü betrifft.

Windows als Betriebssystem für KI-Agenten

Auf der Entwicklerkonferenz Microsoft Build am 4. Juni 2026 skizzierte der Konzern eine weitreichende Vision: Windows 11 soll zur Laufzeitumgebung für KI-Agenten werden. Herzstück ist MXC, eine Sandbox auf Betriebssystemebene, die Agenten sicher ausführen kann.

Dazu kommen neue On-Device-Modelle und „Project Solara“ – eine Plattform für Geräte, die primär für die Interaktion mit KI-Agenten ausgelegt sind. Entwickler erhalten zudem Updates für VS Code: Die Entwicklungsumgebung kann nun KI-Kontext über verschiedene Geräte hinweg via GitHub-Konto synchronisieren.

Ob sich diese Vision am Markt durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist: Microsoft setzt voll auf KI – und Windows 11 soll dafür die Basis liefern.