Microsoft hat das Juni-Update 2026 für Windows 11 ausgerollt – und es bringt eine Funktion, die alltägliche Computerarbeit flüssiger machen soll.
Der Patch mit der Nummer KB5094126 richtet sich an die Versionen 24H2 und 25H2. Herzstück ist ein sogenanntes „Low Latency Profile“, das die Prozessorleistung bei Benutzerinteraktionen kurzfristig hochfährt. Klickt man etwa auf das Startmenü, die Suchleiste oder das Action Center, boostet das System die CPU für ein bis drei Sekunden auf maximale Frequenz. Das Ziel: spürbar weniger Verzögerung.
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Bis zu 70 Prozent schnellere Bedienung
Interne Tests versprechen beeindruckende Werte. Demnach sollen sich Shell-Interaktionen – also die Bedienung von Fenstern und Menüs – um bis zu 70 Prozent schneller anfühlen als zuvor. Auch der Start von Anwendungen soll um bis zu 40 Prozent beschleunigt worden sein.
Das Profil ist Teil der größeren „Windows K2″-Initiative. Es wird schrittweise ausgerollt. In einigen Fällen müssen Nutzer die Funktion noch manuell aktivieren – über spezielle Tools und bestimmte Feature-IDs. Der Plan ist jedoch, dass LLP auf kompatibler Hardware zum Standard wird.
Neue Suchfunktion und Task-Manager für KI
Doch das Update bringt mehr als nur Tempo. Die integrierte Suche zeigt Ergebnisse bereits nach zwei eingegebenen Zeichen an – ein deutlicher Fortschritt. Der Task-Manager wurde um Spalten für Neural Processing Units (NPUs) erweitert. Das ist ein klares Signal: Microsoft bereitet Windows auf die wachsende Bedeutung von KI-Hardware vor.
Weitere Neuerungen in den Builds 26200.8655 und 26100.8655:
- Gemeinsames Hören: Musik oder Audio kann gleichzeitig an zwei Bluetooth-LE-Kopfhörer gesendet werden.
- Multi-App-Kamera: Mehrere Anwendungen können gleichzeitig auf die Webcam zugreifen.
- Benutzerordner: Bei Neuinstallationen lässt sich jetzt der Name des Benutzerordners frei wählen.
- Store-Optimierung: Der Windows Store lädt Apps schneller herunter.
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Rekord-Sicherheitsupdate: 206 Lücken geschlossen
Der Patch-Day im Juni 2026 ist der umfangreichste in der Geschichte von Microsoft. Ganze 206 Sicherheitslücken wurden geschlossen. Darunter drei Zero-Day-Exploits – einer davon hätte die BitLocker-Verschlüsselung umgehen können, sofern ein Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät hat.
Besonders kritisch: eine Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-45657 und einem Schweregrad von 9,8. Sie ermöglicht Code-Ausführung aus der Ferne. Ebenfalls behoben wurde der hartnäckige Installationsfehler 0x800f0922, der in den vergangenen Monaten immer wieder für Frust gesorgt hatte.
Drei manuelle Tricks für noch mehr Leistung
Neben den automatischen Verbesserungen durch das Update gibt es drei bewährte Handgriffe, die Windows-Nutzer selbst vornehmen können, um die Systemleistung weiter zu steigern:
- Autostart entrümpeln: Über den Task-Manager lassen sich unnötige Programme deaktivieren, die den Rechner beim Hochfahren ausbremsen.
- GPU-Scheduling aktivieren: Die hardwarebeschleunigte Planung in den Grafikeinstellungen entlastet die CPU und sorgt für flüssigere Darstellung.
- Energiemodus umstellen: Der „Höchstleistung“-Modus verhindert aggressives Heruntertakten des Prozessors – und ergänzt damit perfekt die neuen Latenz-Optimierungen von Windows 11.

