Windows 11: Juni-Update schließt 200 Lücken und macht alte Rechner schneller

Das Juni-Update 2026 für Windows 11 optimiert die Performance älterer Hardware und schließt zahlreiche Sicherheitslücken.

Der neueste Patch-Tuesday macht ältere Rechner endlich schneller – und schließt 200 Sicherheitslücken.

Microsoft hat Anfang der Woche sein Juni-Update 2026 für Windows 11 ausgerollt. Die Patches KB5094126 (für die Versionen 24H2 und 25H2) sowie KB5093998 (für Version 23H2) bringen nicht nur kritische Sicherheitsfixes, sondern vor allem eine lang ersehnte Verbesserung: Das System reagiert auf älterer Hardware endlich flüssiger.

„Low Latency Profile“: Turbo für träge Rechner

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Die wichtigste Neuerung ist das sogenannte Low Latency Profile (LLP). Es reduziert spürbare Verzögerungen bei alltäglichen Aktionen wie dem Öffnen des Startmenüs, der Suche oder dem Action Center. Sobald der Nutzer eine solche Aktion startet, pusht Windows die CPU für ein bis drei Sekunden auf maximale Taktrate.

Das Prinzip: „Race to Sleep“ – der Prozessor erledigt kurze Interaktionen blitzschnell und fällt dann sofort wieder in den Energiesparmodus zurück. Auf High-End-Geräten ist der Effekt kaum messbar. Doch auf älteren Laptops oder günstigen Rechnern soll sich das System laut ersten Tests deutlich flotter anfühlen.

Die gute Nachricht: Die kurzen Frequenz-Spitzen haben kaum Auswirkungen auf Akkulaufzeit oder Temperaturen. Allerdings rollt Microsoft die Funktion schrittweise aus – sie ist nicht bei allen Nutzern sofort aktiv. Ein Blick ins System-Monitoring-Tool HWiNFO verrät, ob LLP bereits läuft.

Mehrere Apps gleichzeitig an die Kamera

Neben der Performance-Optimierung bringt das Update praktische Neuerungen für den Alltag:

  • Shared Audio via Bluetooth LE: Zwei Kopfhörer können gleichzeitig denselben Audiostream empfangen – ideal für gemeinsames Filmeschauen.
  • NPU-Überwachung im Task-Manager: Immer mehr Laptops haben spezielle KI-Chips (Neural Processing Units) verbaut. Der Task-Manager zeigt jetzt, welche App wie viel NPU-Leistung nutzt.
  • Multi-App-Kamera-Zugriff: Mehrere Programme können gleichzeitig auf die Webcam zugreifen. Bisher blockierte die erste Anwendung die Hardware exklusiv.
  • Schnellere Windows-Suche: Bereits nach zwei eingegebenen Buchstaben zeigt die Suche erste Ergebnisse – bisher waren es mehr.
  • Microsoft Store ohne Bremse: Das lästige Download-Drosseln gehört der Vergangenheit an. Der Store nutzt jetzt die volle verfügbare Bandbreite.

200 Sicherheitslücken geschlossen – Zertifikate laufen ab

Der Juni-Patch ist auch ein massives Sicherheitsupdate. Insgesamt 200 Schwachstellen wurden behoben, darunter 33 als kritisch eingestufte Lücken und drei öffentlich bekannte Zero-Day-Exploits. Besonders brisant: Eine Cross-Site-Scripting-Lücke in Outlook (CVE-2026-42897) sowie diverse Rechteausweitungs-Schwachstellen.

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Ein Großteil des Updates betrifft die Secure-Boot-Zertifikate. Microsoft ersetzt die alten Zertifikate aus dem Jahr 2011 durch aktuelle Versionen von 2023. Grund: Die alten Zertifikate laufen am 24. Juni 2026 ab. Wer das Update nicht installiert, riskiert Startprobleme oder Sicherheitslücken beim System-Boot.

Zeitplan für Unternehmen

Für Nutzer von Windows 11 Version 23H2 wird es langsam eng: Der Support endet planmäßig am 10. November 2026. Microsoft empfiehlt Unternehmen und Bildungseinrichtungen, rechtzeitig auf die neueren Builds 24H2 oder 25H2 zu wechseln – sonst drohen Sicherheitslücken ohne Patch.