Drittanbieter-Apps und Microsoft selbst erweitern die Anpassungsmöglichkeiten von Windows 11 massiv.
Eine wachsende Zahl von Drittanbieter-Anwendungen ermöglicht Windows-11-Nutzern tiefgreifende Änderungen an der Benutzeroberfläche – weit über die üblichen Systemeinstellungen hinaus. Parallel dazu kündigt Microsoft offizielle Verbesserungen an, die mehr Flexibilität und Leistung bringen sollen.
Neue Werkzeuge für Desktop und Taskleiste
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Im Fokus der aktuellen Entwicklung stehen Tools für die Desktop-Personalisierung. Rainmeter bleibt eine erste Wahl für funktionale Widgets, wobei das „Mond“-Skin besonders durch seine Ästhetik überzeugt. Für die Taskleiste greifen Nutzer zunehmend zu Windhawk, einem Open-Source-Mod-Manager. Damit lassen sich Transparenz und abgerundete Ecken der Taskleiste präzise einstellen.
Ein neuer Star am Himmel ist WindowSill, das Anfang Juni als kostenlose App erschien. Es fügt eine zweite, anpassbare Befehlsleiste oberhalb der Taskleiste hinzu. Die Leiste integriert Zwischenablage-Verlauf, Erinnerungen und App-spezifische Shortcuts – etwa für Spotify oder Meeting-Steuerung. Die Basisversion ist kostenlos. Für erweiterte KI-Funktionen wie Textanalyse und -umschreibung verlangt der Entwickler fünf Euro monatlich oder 48 Euro als einmalige Lizenz.
Auch Microsofts eigene PowerToys-Suite bleibt für Produktivitäts-Fans unverzichtbar. Aktuelle Updates verbessern unter anderem FancyZones für die Fensterverwaltung und PowerToys Run zum schnellen Starten von Anwendungen.
Microsoft reagiert mit offizieller Flexibilität
Während Drittanbieter Lücken in der Benutzeranpassung schließen, kündigt Microsoft nun offizielle Änderungen an. Auf der Build 2026 bestätigte das Unternehmen: Die verschiebbare Taskleiste kehrt zurück. Nutzer können sie künftig wieder oben, links oder rechts am Bildschirmrand platzieren.
Weitere Neuerungen: Ein leiserer Widgets-Bereich, der den MSN-Newsfeed standardmäßig deaktiviert, und ein in der Größe veränderbares Startmenü mit sechs oder acht Spalten. Microsoft führt zudem abschnittsweise Ein-/Aus-Schalter ein, mit denen Nutzer angeheftete und zuletzt verwendete Apps unabhängig voneinander ein- oder ausblenden können. Eine Neuschreibung von Taskleiste und Startmenü mit WinUI soll die Systemleistung insgesamt verbessern.
Systemoptimierung und Leistungsanpassungen
Über visuelle Änderungen hinaus empfehlen aktuelle Ratgeber das Entfernen vorinstallierter Software und das Deaktivieren der Telemetrie zur Geschwindigkeitssteigerung. Tools wie Win11Debloat helfen, frische Installationen zu verschlanken – durch Entfernen unerwünschter Apps und Stoppen der Datensammlung.
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Microsoft adressiert zudem ein langjähriges Ärgernis: das Rechtsklick-Kontextmenü. Das Unternehmen bestätigte, dass spät ladende Erweiterungen Leistungseinbußen verursachen. Ein neues Untermenü „Datei verwalten“ ist in der Testphase und soll den Platzbedarf des Menüs um über 25 Prozent reduzieren.
Ausblick: Juni-Update bringt neue Funktionen
Das Windows-11-Juni-Update erscheint am 9. Juni. Es führt Shared Audio ein – zwei Bluetooth-LE-Kopfhörer können dann gleichzeitig mit einem Gerät verbunden werden. Zudem erhält der Task-Manager neue Überwachungsmöglichkeiten für die Neural Processing Unit (NPU).

